E 1201 Polyvinylpyrrolidon

Das Polyvinylpyrrolidon ist ein in der Lebensmittel- und Pharmaindustrie verbreiteter Zusatzstoff, den die Hersteller an verschiedenen Stellen benutzen. Bekannt unter den Bezeichnungen Polyvidon oder Povidon, ist E 1201 unter anderem für Nahrungsergänzungsmittel zugelassen.

Die englische Bezeichnung für den Kunststoff ähnelt den deutschen Begriffen: Polyvinylpyrrolidone (PVP) sowie Polyvidone oder Povidone. Die erste Synthese von Polyvinylpyrrolidon erfolgte in den späten 1930er Jahren durch BASF.

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Polyvinylpyrrolidon (E 1201): Eigenschaften

Povidon ist ein unter normalen atmosphärischen Bedingungen vorliegender Feststoff. Das Pulver mit weiß-hellgelber Farbe zeichnet sich durch den amorphen Charakter sowie die Wasserlöslichkeit aus. Der Glasübergang findet bei dem Polymer Polyvinylpyrrolidon im Temperaturbereich zwischen 110 °C bis 180 °C statt. E 1201 ist hygroskopisch, nimmt unter normalen Bedingungen also Feuchtigkeit auf.

  • Polyvinylpyrrolidon wurde 1939 als Patent in Deutschland angemeldet. In den ersten Jahren wurde der Kunststoff in der Medizin – als Blutplasmaersatz – verwendet.

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Polyvinylpyrrolidon (E 1201) in Lebensmitteln

Als Zusatzstoff ist Polyvidon bzw. E 1201 nur in begrenztem Umfang für die Verwendung in Lebensmitteln zugelassen. Einzig im Bereich der Nahrungsergänzungsmittel taucht das Polymer auf. Hier wird es zur Herstellung von Dragees oder Tabletten benutzt.

Ein ähnliches Einsatzgebiet findet Polyvinylpyrrolidon in der Pharmaindustrie. Darüber hinaus taucht der Stoff auch in der:

auf. Durch eine Vernetzung entsteht das Polyvinylpolypyrrolidon (PVPP) oder E 1202.

Polyvinylpyrrolidon (E 1201) - Anmerkungen und medizinische Relevanz

E 1201
Ursprung?
Einsatz in Bio-Lebensmitteln?
Glutenfrei?
Als Allergieersatz?Nein
Allergiepotenzial?Als Zusatzstoff in Nahrungsmitteln unbedenklicj
Erlaubte Tagesdosis?kein ADI Wert bekannt

Grundsätzlich sind für Polyvinylpyrrolidon keine gesundheitsschädlichen Wirkungen in der öffentlich zugänglichen Literatur vermerkt. Daher ist der Zusatzstoff in seiner praktischen Anwendung für den Menschen – nach aktuellem Stand – unbedenklich. Entsprechend sind von offizieller Stelle keine Tageshöchstmengen angegeben.

Polyvinylpyrrolidon: Bestandteile des Hilfsstoffs

Der Zusatzstoff Polyvidon wird heute aus dem N-Vinylpyrrolidon synthetisch hergestellt. Die Summenformel des amorphen Pulvers lautet: C6H9NO.


Quellen

Mike Saltmarsh: Essential Guide to Food Additives
Prof. Dr. Lutz Bertling: Erlaubt-Verboten: In Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung
Bernd Leitenberger: Zusatzstoffe und E-Nummern: Alle Zusatzstoffe und E-Nummern sowie die gesetzlichen Grundlagen erklärt


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