E 459 Beta-Cyclodextrin

Das Beta-Cyclodextrin (englische Bezeichnung: ß-cyclodextrin), oder kurz E 459, wird in der Lebensmittelindustrie als Trägerstoff verwendet. Es wird aus der Stärke von Pflanzen gewonnen, indem bakterielle Enzyme komplexe Kohlenhydrate abbauen.

Der Wortteil "Cyclo-" gibt an, dass es sich hierbei um ein ringförmiges Molekül handelt. Dieser entscheidende Faktor wiederum bestimmt maßgeblich die Eigenschaften dieses Zuckermoleküls (s. Eigenschaften).

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Beta-Cyclodextrin E 459 - Eigenschaften

Wie schon erwähnt, hat das Beta-Cyclodextrin die Gestalt eines Rings. Dank dieser wird ihm die Eigenschaft zu Teil, innerhalb dieses Rings (das Ringinnere ist wasserabweisend: "hydrophob") andere Moleküle einschließen zu können und diese somit zu transportieren. Man stelle es sich vor wie eine Kiste, in die Dinge hineingelegt werden können, um sie so transportfähiger zu machen. Im Falle von Lebensmitteln sind diese Dinge:

Sie sind im Inneren des Rings eingeschlossen und sind dadurch beim Backen hitzebeständig oder können lange Lagerzeiten überstehen. Erst, wenn Wasser bei der Zubereitung ins Spiel kommt, werden Aromastoffe oder ähnliches wieder freigesetzt.

  • Aufgrund der genannten Eigenschaften ist das Beta-Cyclodextrin auch für die Textilforschung interessant. Es wird sogar in der Kategorie "Nachwachsende Rohstoffe" aufgelistet, da es mithilfe von Bakterien hergestellt wird, die Stärke enzymatisch abbauen.

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Beta-Cyclodextrin E 459 - Verwendung und Anwendung

Der Trägerstoff E 459 kommt in folgenden Lebensmittteln vor:

  • Verwendet wird es beispielsweise auch, damit T-Shirts länger geruchsfrei bleiben oder um als textiles Hormonpflaster zu dienen.

Beta-Cyclodextrin E 459 - Besondere Anmerkungen

E 459
Ursprung?
Einsatz in Bio-Lebensmitteln?
Glutenfrei?
Als Allergieersatz?
Allergiepotenzial?
Erlaubte Tagesdosis?Hierzu gab es keine genauen Angaben, außer dass keine schädlichen Wirkungen bekannt sind.

Beta-Cyclodextrin E 459 - Bestandteile

Beta-Cyclodextrine bestehen aus Zuckermolekülen, die beispielsweise in Zellmembranen (Zellwänden) vorkommen. Allerdings müssen diese Moleküle erst aus den Membranen extrhaiert werden, bevor sie für unterschiedlichste Zwecke genutzt werden können.


Quellen

Buschmann, Hans-Jürgen: Aprilfrische Bären
Möller, Martin: Nanotechnologie im Bereich der Lebensmittel
Prof. Dr. Weber, Herbert: Nanotechnologie in der Lebensmittelindustrie
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz: Verordnung über die Zulassung von Zusatzstoffen zu Lebensmitteln zu technologischen Zwecken
Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde: Zusatzstoffe zur Herstellung von verarbeiteten Bio-Lebensmitteln
Grimm, Hans-Ulrich/ Ubbenhorst, Bernhard: Chemie im Essen


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