E 631 Dinatriuminosinat

E 631 steht für den Geschmacksverstärker Dinatriuminosinat (englische Bezeichnung: disodium inosinate). Er ist fast hauptsächlich tierischen Ursprungs und wird aus Schweinefett oder Fischöl hergestellt. Dinatriuminosinat verleiht dem Essen ein intensiveres und würzigeres Aroma. Vor allem Fleischgeschmack lässt sich dadurch abrunden und verstärken. Der Zusatzstoff kann ebenfalls industriell mit Hilfe von Bakterien erzeugt werden. Bei Kartoffelchips beispielsweise hilft er die zu verwendende Salzmenge zu reduzieren.

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Dinatriuminosinat (E 631) - Eigenschaften

Inosinsäuren und Inosinate sind Purine. Im menschlichen Körper werden Purine zu Harnsäure abgebaut.

  • Phosphate, zu denen auch E 631 zählt, sind in industriellen Lebensmitteln weit verbreitet und können bei häufigem Verzehr gesundheitsschädigend sein. Vor allem Menschen, bei denen bereits Vorerkrankungen der Niere oder Harnwege bekannt sind, sollten Phosphor meiden.

Über negative Auswirkungen auf einen gesunden Körper ist bisher nichts bekannt. Personen mit einem gestörten Harnsäureabbau wird jedoch von einem übermäßigen Verzehr von Produkten mit Dinatriuminosinat abgeraten, da der Zusatzstoff die Harnsäureanreicherung fördern und Folgeerkrankungen, wie beispielsweise Gicht, begünstigen können. Da Geschmacksverstärker appetitfördernd sind, können sie bei unter Appetitlosigkeit Leidenden wiederum, in herkömmlichen Mengen, gesundheitsförderlich sein.

  • Inosinate werden in der Regel durch Fleisch oder Fisch (besonders Sardinen) gewonnen. Aus diesem Grund sind sie für Vegetarier und Veganer ungeeignet.

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Dinatriuminosinat (E 631) in Lebensmitteln

  • Fragen Sie direkt beim Hersteller an, ob es sich beim gekennzeichneten Geschmacksverstärker um ein Produkt vom Schwein handelt, falls Sie aus religiösen Gründen gewisse tierische Erzeugnisse vermeiden.

Dinatriuminosinat wird häufig in Kombination mit Glutamat verwendet, um den Eigengeschmack der Lebensmittel zu verstärken. Den Zusatzstoff findet man in

  • Der Geschmacksverstärker kann sowohl tierischen Ursprungs sein, als auch unter Einsatz von Gentechnik produziert werden.

Dinatriuminosinat (E 631) - Besondere Anmerkungen

E 631
Ursprung?
Einsatz in Bio-Lebensmitteln?
Glutenfrei?
Als Allergieersatz?
Allergiepotenzial?
Erlaubte Tagesdosis?

Dinatriuminosinat (E 631) Bestandteile des Zusatzstoffes

Dinatriuminosinat hat eine geschmacksverstärkende Wirkung und kann den in der Lebensmittelproduktion verwendeten Zusatz von Glutamat deutlich verringern. Er entsteht aus Inosinsäure, die in einer Vielzahl von Tieren, wie Schwein oder Fisch, gefunden wird. In einigen Fällen wird E 631 auch durch die bakterielle Gärung von Zucker hergestellt. Der Einsatz von Gentechnik kann dabei jedoch nicht ausgeschlossen werden.


Quellen

Gudemann, Wolf-Eckhard (2007): Ich sag Dir alles: 100.000 Daten und Fakten. Alltagstaugliche Daten und Fakten für jede Gelegenheit.
Kuhnert, Peter (2014): Lexikon Lebensmittelzusatzstoffe, 4. Auflage.
Dzakula, Branko (2014): Für Menschen und für Homöopathie.
Martin, Hans-Helmut (2012): Richtig einkaufen ohne Glutamat: Für Sie bewertet: 550 Fertigprodukte und Lebensmittel.
Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz:Verordnung über die Zulassung von Zusatzstoffen zu Lebensmitteln zu technologischen Zwecken (Zusatzstoff-Zulassungsverordnung - ZZulV)
Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft: Zusatzstoffe nach ihren E-Nummern
Meat Science (2012): Volume 91, Issue 3


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