E 633 Calciuminosinat

Der für die Herstellung von Lebensmitteln verwendete Zusatzstoff gehört zur Gruppe der Geschmacksstoffe bzw. Geschmacksverstärker. Hier hat er die Aufgabe, die Geschmackswahrnehmung beim Verzehr zu beeinflussen.

Die englische Bezeichnung für die Verbindung lautet Calcium inosinate. In der Fachliteratur ist zudem der Begriff Calcium inosine-5'-monophosphate zu finden, aus dem sich Hinweise zur Herstellung des Zusatzstoffs ableiten lassen.

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Calciuminosinat (E 633) - Die Eigenschaften des Zusatzstoffs

Bei der Verbindung handelt es sich um einen Lebensmittelzusatz, welcher auf der Inosinsäure basiert und deren Kalziumsalz repräsentiert. Für die Synthese des Zusatzstoffs können heute Mikroorganismen (auch gentechnisch verändert) zum Einsatz kommen.

Besondere Bedeutung kommt der Inosinsäure aufgrund der Tatsache zu, dass eine Verbindung zum Hypoxanthin besteht. Letzteres stellt ein Purinderivat dar. Der Abbau erfolgt unter Bildung von Harnsäure – was unter dem gesundheitlichen Aspekt von Bedeutung ist.

  • Neben dem Zusatzstoff E 633 werden weitere Salze der Inosinsäure heute aktiv in der Lebensmittelindustrie – aufgrund der geschmacksverändernden Wirkung – eingesetzt. Dazu gehört unter anderem das Dikaliumsalz.

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Calciuminosinat (E 633) - Verwendung in Lebensmitteln

Das Kalziumsalz der Inosinsäure beeinflusst die Geschmackswahrnehmung. Verwendet wird es daher als Geschmacksverstärker und kommt unter anderem in Kombination mit Glutamat zum Einsatz. Diese Kombination ist aus Sicht der Hersteller von Vorteil, da das Kalziumsalz die Wirkung des Glutamats verbessert, von dem weniger eingesetzt werden muss.

Verbraucher finden Hinweise auf die Verwendung des Zusatzstoffs unter anderem auf Verpackungen von:

Calciuminosinat (E 633) – Besondere Hinweise

E 633
Ursprung?
Einsatz in Bio-Lebensmitteln?
Glutenfrei?
Als Allergieersatz?Nein
Allergiepotenzial?gilt als allgemein unbedenklich
Erlaubte Tagesdosis?kein ADI Wert festgelegt

Als Lebensmittelzusatz ist die Verbindung allgemein unbedenklich. Es sind aktuell keine Wirkungen hinsichtlich Allergien oder Ähnlichem bekannt. Entsprechend dieser Tatsache ist für den Zusatzstoff derzeit kein ADI Wert festgelegt. Allerdings ist bekannt, dass beim Abbau der Verbindung in Harnsäure es zu Problemen kommen kann – bei Personen mit einem gestörten Harnsäure-Abbau.

Calciuminosinat (E 633) – Bestandteile des Zusatzstoffes

Die Verbindung ist eines der Salze der Inosinsäure – und zwar der Calciumvertreter. Die chemische Formel für das Calciuminosinat lautet: C10H11CAN4O8P.


Quellen

Saltmarsh, Mike: Essential Guide to Food Additives
Prof. Dr. Bertling, Lutz: Erlaubt-Verboten: In Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung
Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft: Zusatzstoffe nach ihren E-Nummern
Grimm, Hans-Ulrich: Die Ernährungsfalle: Wie die Lebensmittelindustrie unser Essen manipuliert


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