E 900 Dimethylpolysiloxan

Als Zusatzstoff kommt die Verbindung in der Herstellung von Lebensmitteln heute als sogenannte Schaumverhüter zum Einsatz. Neben der Bezeichnung Dimethylpolysiloxan ist in der Literatur für das Silikonöl der Begriff Polydimethylsiloxan oder PDMS bekannt.

Die Bezeichnung im englischen Sprachraum ist mit Polydimethylsiloxane dem deutschen Begriff sehr ähnlich. Neben der Lebensmittelbranche setzt auch die Medizin auf die Verbindung – unter anderem als Mittel gegen Blähungen.

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Dimethylpolysiloxan (E 900) - Die Eigenschaften des Zusatzstoffs

Die Verbindung ist in der Chemie als viskoelastisch bekannt. Das Polydimethylsiloxan verhält sich beispielsweise bei hohen Temperaturen ähnlich einer zähen Flüssigkeit. Bei niedriger Temperatur kann der Stoff sich hingegen eher wie Gummi verhalten.

Polydimethylsiloxan gehört unter den Silikonölen zu den Siloxanen und ist in Wasser nicht löslich. Eine Besonderheit ist der fehlende Schmelzpunkt. Bei einer Temperatur von etwa 120 °C beginnt der Glasübergang. Das Polydimethylsiloxan wird ab dieser Temperatur zähflüssig. Der Zusatzstoff wird synthetisch hergestellt.

  • Der Lebensmittelzusatz hat nicht nur besondere Wirkung in Nahrungsmitteln. Auch in der Medizin kann es gegen Blähungen und als Mittel gegen Kopflausbefall zum Einsatz kommen. Als Entschäumer wird es beispielsweise in der Vorbereitung von Sonografien eingesetzt.

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Dimethylpolysiloxan (E 900) - Verwendung in Lebensmitteln

Die Verbindung Polydimethylsiloxan taucht heute unter der E-Nummer E 900 auf ganz unterschiedlichen Verpackungen von Lebensmitteln auf. Der Zusatzstoff hat sich durch seine entschäumenden Eigenschaften überall dort bewährt, wo die Schaumbildung als Folge der Herstellung oder Lagerung eher unerwünscht ist.

Verbrauchern wird der Lebensmittelzusatz unter anderem in:

Dimethylpolysiloxan (E 900) – Besondere Hinweise

E 900
Ursprung?
Einsatz in Bio-Lebensmitteln?
Glutenfrei?
Als Allergieersatz?Nein
Allergiepotenzial?gilt allgemein als unbedenklich
Erlaubte Tagesdosis?ADI Wert von 1,5 Milligramm je Kilogramm Körpergewicht

Über gesundheitliche Risiken, die sich aus dem Einsatz des Silikonöls ergeben, ist derzeit nichts bekannt. Entsprechend gilt für das Polydimethylsiloxan die Unbedenklichkeit bei einer Verwendung in der Herstellung von Lebensmitteln. Aber: Die Verbindung darf nicht ohne Höchstmengenbegrenzung genutzt werden. Es gilt ein ADI Wert von 1,5 Milligramm je Kilogramm Körpergewicht.

Dimethylpolysiloxan (E 900) – Bestandteile des Zusatzstoffes

Als Vertreter der Silikonöle basiert das Polydimethylsiloxan auf Silizium (Si), Sauerstoff, Kohlen- und Stickstoff. Die chemische Formel der Verbindung lautet: C2H6OSi.


Quellen

Saltmarsh, Mike: Essential Guide to Food Additives
Prof. Dr. Bertling, Lutz: Erlaubt-Verboten: In Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung
Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft: Zusatzstoffe nach ihren E-Nummern
Grimm, Hans-Ulrich: Die Ernährungsfalle: Wie die Lebensmittelindustrie unser Essen manipuliert


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