E 901 Bienenwachs

Bienenwachs ist ein Zusatzstoff der Lebensmittelindustrie, der vielen Verbrauchern in ganz unterschiedlicher Form im Alltag begegnen kann. Das Wachs stammt von den Honigbienen und wird zum Aufbau der Waben im Bienenstock benutzt.

Für den unter der E-Nummer E 901 auf Verpackungen anzutreffenden Zusatzstoff wird im englischen Sprachraum der Begriff Beeswax benutzt. Im frisch von den Wachsdrüsen ausgeschiedenen Zustand ist das Wachs der Honigbiene weiß.

Filtern nach...


Bienenwachs (E 901) - Die Eigenschaften des Zusatzstoffs

Das Bienenwachs ist ein natürlicher Stoff, der in den Wachsdrüsen von in Gefangenschaft und im Freiland lebenden Honigbienen produziert wird. Aus dem Bienenwachs lassen die Bienenvölker Waben entstehen, die:

dienen.

Das Wachs der Honigbiene ist chemisch betrachtet eine Kombination verschiedener organischer Verbindungen. Bei Zimmertemperatur lässt sich die Substanz in Alkohol und Terpentin (echtes Terpentinöl) lösen. Die Schmelztemperatur beginnt bei 62 °C.

  • Bienenwachs wird erst durch Einlagerungen aus den Pollen gelb. Bis zu diesem Zeitpunkt ist das Wachs eher weiß bzw. wirkt – aufgrund der geringen Dimensionen einzelner Wachsplättchen – fast durchscheinend.

Aktuelle Produkte

BindemittelGolden Peanut Johannisbrotkernmehl E 410
SüßungsmittelXucker Premium Xylit
BindemittelGuarkernmehl E 412

Bienenwachs (E 901) - Verwendung in Lebensmitteln

Der Zusatzstoff E 901 wird aus dem im Wabenbau verwendeten Wachs der Bienen hergestellt. Neben der Kosmetikbranche wird die Substanz auch in Lebensmitteln verwendet. Hier ist der Einsatz als:

möglich. In diesem Zusammenhang kann das Wachs für:

genutzt werden – etwa in der Produktion von Gummibärchen.

Bienenwachs (E 901) – Besondere Hinweise

E 901
Ursprung?
Einsatz in Bio-Lebensmitteln?
Glutenfrei?
Als Allergieersatz?Nein
Allergiepotenzial?gereinigt allgemein unbedenklich
Erlaubte Tagesdosis?kein ADI Wert

Grundsätzlich gilt für das reine Wachs der Honigbiene eine Unbedenklichkeit. Bis zur Entwicklung geeigneter Alternativen wurden Bienenwachse sogar in der Medizin verwendet. Auch heute noch ist die Substanz Wärmepackungen oder Salben im Einsatz. Allerdings zeigt sich auch hier die Problematik des zunehmenden Einsatzes der Chemie in der Landwirtschaft – aufgrund der Rückstände im Bienenwachs.

  • Bevor das Wachs abseits der Imkerei verwendet wird, werden Rückstände – wie die farbgebenden Pollenöle – entfernt. Dabei entsteht das Cera alba.

Bienenwachs (E 901) – Bestandteile des Zusatzstoffes

Im Wachs der Honigbiene sind verschiedene Stoffe vorhanden. Dazu gehören unter anderem Myricylpalmitat (Palmitinsäuremyricylester), Cerotinsäure oder Melissinsäure.


Quellen

Saltmarsh, Mike: Essential Guide to Food Additives
Prof. Dr. Bertling, Lutz: Erlaubt-Verboten: In Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung
Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft: Zusatzstoffe nach ihren E-Nummern
Grimm, Hans-Ulrich: Die Ernährungsfalle: Wie die Lebensmittelindustrie unser Essen manipuliert


Diesen Artikel teilen: facebook-30x32 twitter-30x32 google-plus-30x32

Auch interessant