E 907 Hydriertes Poly-1-decen

Der Lebensmittelzusatz Hydriertes Poly-1-decen wird heute synthetisch gewonnen und basiert auf dem 1-Decen. Die Verbindung ist im Wesentlichen als Überzugsmittel sowie als technischer Hilfsstoff zugelassen. Hierbei ist die Verbindung ein Trennmittel.

In der englischen Literatur wird das hydrierte Poly-1-decen als Hydrogenated poly-1-decene bezeichnet. Es handelt sich bei der Verbindung um ein sogenanntes Isoparaffin.

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Hydriertes Poly-1-decen (E 907) - Die Eigenschaften des Zusatzstoffs

Das hydrierte Poly-1-decen wird heute technisch auf Basis das 1-Decen hergestellt. Hierbei handelt es sich um einen sogenannten aliphatischen Kohlenwasserstoff. Der Lebensmittelzusatz ist ein Isoparaffin (verzweigtes Alkan).

Die Verbindung ist eine zähflüssige (hochviskose) Flüssigkeit ohne Geruch und farblos. Unlöslich in Wasser und in Ethanol nur schlecht löslich, verbrennt der Zusatzstoff mit heller Flamme.

  • Anders als normal in der Lebensmittelherstellung verwendete Öle wird die Verbindung nicht ranzig, verhält sich ansonsten aber ähnlich.

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Hydriertes Poly-1-decen (E 907) - Verwendung in Lebensmitteln

Das hydrierte Poly-1-decen ist heute vor allen Dingen in der Herstellung von Backwaren im Einsatz sowie bei der Herstellung von Zuckerwaren und Trockenfrüchten. Hier erfüllt die Verbindung die Aufgaben eines Trennmittels.

In der Herstellung von Backwaren kann das hydrierte Poly-1-decen zum Beispiel als Trennmittel verwendet werden – um die Erzeugnisse leichter aus den Backformen zu lösen. In dieser Position ist das hydrierte Poly-1-decen allerdings kein Zusatzstoff, sondern erfüllt die Aufgabe eines technischen Hilfsstoffs.

Verwendung des hydrierten Poly-1-decen:

Hydriertes Poly-1-decen (E 907) – Besondere Hinweise

E 907
Ursprung?
Einsatz in Bio-Lebensmitteln?
Glutenfrei?
Als Allergieersatz?Nein
Allergiepotenzial?gilt als unbedenklich
Erlaubte Tagesdosis?ADI Wert 6 Milligramm pro 1 Kilogramm Körpergewicht

Der Lebensmittelzusatz wird vom Körper nicht aufgespalten und resorbiert, sondern unverdaut wieder ausgeschieden. Für das hydrierte Poly-1-decen gilt allgemein eine Unbedenklichkeit. Dennoch darf der Zusatzstoff nicht ohne Beschränkung – sondern nur innerhalb gewisser Höchstmengen – verwendet werden. Für das hydrierte Poly-1-decen gilt ein ADI Wert von 6 Milligramm pro 1 Kilogramm Körpergewicht.

Hydriertes Poly-1-decen (E 907) – Bestandteile des Zusatzstoffes

Die Verbindung ist eine Mischung verschiedener Kohlenwasserstoffe, die künstlich aus 1-Decen synthetisiert wird.


Quellen

Saltmarsh, Mike: Essential Guide to Food Additives
Prof. Dr. Bertling, Lutz: Erlaubt-Verboten: In Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung
Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft: Zusatzstoffe nach ihren E-Nummern
Grimm, Hans-Ulrich: Die Ernährungsfalle: Wie die Lebensmittelindustrie unser Essen manipuliert


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