E 943 a Butan

Der Zusatzstoff E 943 a ist ein farbloses und fast geruchsloses Gas. In der Lebensmittelindustrie wird es im Wesentlichen an zwei Stellen verwendet. Einmal als Treibgas und auf der anderen Seite als technischer Hilfsstoff – in Form eines Extraktionsmittels.

n-Butan ist im englischsprachigen Raum als Butane bzw. Methylethylmethane bekannt. Die Gewinnung des Zusatzstoffs erfolgt heute allgemein auf Basis synthetischer Prozesse aus Erdöl und Erdgas.

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Butan (E 943 a): Die Eigenschaften

n-Butan ist unter normalen Bedingungen gasförmig. Der Schmelzpunkt liegt bei –138 °C, der Siedepunkt (Übergang von der flüssigen Phase in die Gasphase) erfolgt kurz unterhalb des Gefrierpunktes.

Der Zusatzstoff E 943 a besitzt eine schlechte Wasserlöslichkeit. n-Butan ist ein brennbares Gas. Aufgrund dieser Eigenschaft kommt es auch in Flüssiggaskartuschen zum Einsatz – etwa für Campingkocher oder Gasgrill-Geräte.

  • Unter der Bezeichnung Butan R600 wird der Stoff heute auch als Kältemittel in der Kühlschrankproduktion verwendet. Da der Siedepunkt bei „nur“ -0,5 °C liegt, ist der Einsatz für Gefriergeräte nicht möglich.

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Butan (E 943 a) in Lebensmitteln

Das Gas kommt in der Lebensmittelindustrie heute nur sehr eingeschränkt zum Einsatz, vornehmlich als Treibgas (etwa für gewerblich eingesetzte Backsprays). Darüber hinaus wird die Verwendung als Extraktionsmittel praktiziert.

In diesem Zusammenhang ist das n-Butan ein Hilfsstoff, für den keine Kennzeichnungspflicht besteht. In diesem Zusammenhang taucht das Gas bei der Gewinnung von Aromastoffen und Aromaextrakten auf.

  • Die Kennzeichnungspflicht bei technischen Hilfsstoffen entfällt aufgrund der Tatsache, dass im späteren Lebensmittel die verwendeten Hilfsstoffe nicht mehr vorhanden sind.

Butan (E 943 a) - Anmerkungen und medizinische Relevanz

E 943 a
Ursprung?
Einsatz in Bio-Lebensmitteln?
Glutenfrei?
Als Allergieersatz?Nein
Allergiepotenzial?gilt als unbedenklich
Erlaubte Tagesdosis?Kein ADI Wert offiziell festgelegt

Grundsätzlich gilt für den Zusatzstoff, dass derzeit keine Bedenken hinsichtlich der gesundheitlichen Relevanz bestehen. Entsprechend wird keine Höchstmenge angegeben, das Gas darf in für den Einsatzzweck ausreichender Menge (quantum satis) genutzt werden.

Aber: Sofern Personen das Gas in seiner reinen Form einatmen, kann es in größeren Mengen zu einer narkotisierenden Wirkung kommen. Zudem sind Auswirkungen auf das Kreislaufsystem bekannt. Trotzdem wird Butan hin und wieder als Suchtmittel genutzt. Die Verwendung als Treibgas ist allerdings unbedenklich.

E 943 a: Bestandteile des n-Butans

Das Gas n-Butan ist ein Produkt der Erdöldestillation. Aufgrund der Tatsache, dass n-Butan zu den sogenannten Alkanen gehört, ist das Gas den Kohlenwasserstoffen zuzurechnen.


Quellen

Saltmarsh, Mike: Essential Guide to Food Additives
Prof. Dr. Bertling, Lutz: Erlaubt-Verboten: In Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung
Leitenberger, Bernd: Zusatzstoffe und E-Nummern: Alle Zusatzstoffe und E-Nummern sowie die gesetzlichen Grundlagen erklärt
Grimm, Hans-Ulrich: Die Ernährungsfalle: Wie die Lebensmittelindustrie unser Essen manipuliert


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