E 953 Isomalt

Der Lebensmittelzusatz Isomalt – auf Verpackungen von Nahrungsmitteln unter der E-Nummer E 953 zu finden – gehört zu den Zuckeraustauschstoffen. Bekannt ist die Verbindung auch unter dem Begriff Isomaltitol.

Im englischen Sprachraum ist der Zusatzstoff ebenfalls unter Isomalt bekannt. Zugute kommt dem Zuckeraustauschstoff einerseits die Süßkraft. Auf der anderen Seite hat der Lebensmittelzusatz keinen nachhaltigen Einfluss auf Karieserkrankungen.

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Isomalt (E 953) - Die Eigenschaften des Zusatzstoffs

Der Süßstoff ist ein Gemisch aus zwei Zuckeralkoholen – dem Isomaltit und GPM. Die Verbindung wird synthetisch aus Saccharose in einem zweistufigen Prozess hergestellt. Die beiden Zuckeralkohole sind jeweils zu 43 Prozent bzw. 57 Prozent im Zusatzstoff enthalten.

Unter normalen atmosphärischen Bedingungen ist der Zuckeraustauschstoff von fester Konsistenz, farb- und geruchslos. Ab einer Temperatur von 142 °C beginnt die Verbindung zu schmelzen – obwohl die Schmelztemperatur der einzelnen Bestandteile deutlich darüber liegt.

Der Zusatzstoff E 953 hat eine geringere Süßkraft als Zucker und einen niedrigeren Energiewert. In Wasser ist der Zuckeraustauschstoff gut löslich und verträgt sich allgemein auch gut mit anderen Süßstoffen.

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Isomalt (E 953) - Verwendung in Lebensmitteln

Aufgrund der süßenden Wirkung wird die Verbindung heute in erster Linie in der Lebensmittelindustrie dazu benutzt, Zucker in verschiedenen Produkten auszutauschen. Ferner kann die als Zusatzstoff zugelassene Verbindung als Trägerstoff verwendet werden.

Heute taucht die E-Nummer des Isomalts unter anderem auf Verpackungen von:

auf.

  • Anders als bei vielen etablierten Zuckeraustauschstoffen, die Lebensmitteln lediglich Süße verleihen, kann Isomaltitol mehr. Es ist in der Lage, die Textur der Nahrungsmittel zu beeinflussen.

Isomalt (E 953) – Besondere Hinweise

E 953
Ursprung?
Einsatz in Bio-Lebensmitteln?
Glutenfrei?
Als Allergieersatz?Nein
Allergiepotenzial?gilt als unbedenklich
Erlaubte Tagesdosis?kein ADI Wert bekannt

Prinzipiell ist der Zusatzstoff Isomaltitol eine aus medizinischer Sicht nach aktuellem Kenntnisstand unbedenkliche Verbindung. Diese Unbedenklichkeit wurde in der Vergangenheit mehrfach ohne Beanstandung untersucht. Aber: Bei einem Verzehrt größerer Dosen wirkt der Zuckeraustauschstoff abführend und kann Blähungen verursachen.

Es wird daher geraten, nicht mehr als 50 Gramm täglich aufzunehmen. Hersteller dürfen die Verbindung ohne Höchstmengenbeschränkung – also in quantum satis – verwenden. Es ist kein ADI Wert für das Isomaltitol festgelegt.

Isomalt (E 953) – Bestandteile des Zusatzstoffes

Isomaltitol ist in gewissem Umfang stabil gegen Hitze. Die Verbindung besteht aus den zwei Zuckeralkoholen 6-O-α-D-Glucopyranosyl-D-glucit und 1-O-α-D-Glucopyranosyl-D-mannitol, die als Diastereomere gelten.


Quellen

Saltmarsh, Mike: Essential Guide to Food Additives
Prof. Dr. Bertling, Lutz: Erlaubt-Verboten: In Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung
Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft: Zusatzstoffe nach ihren E-Nummern
Grimm, Hans-Ulrich: Die Ernährungsfalle: Wie die Lebensmittelindustrie unser Essen manipuliert


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