E 954 Saccharin

Saccharin E 954 erinnert vom Begriff her stark an die Saccharose – sprich Zucker. Diese Nähe erklärt sich aufgrund der Tatsache, dass der Zusatzstoff eine sehr hohe Süßkraft mitbringt. Bereits im späten 19. Jahrhundert entdeckt, ist der Süßstoff – bekannt auch als Benzoesäuresulfimid – einer der alten Lebensmittelzusätze.

Die Bezeichnung für den Zusatzstoff ist im englischsprachigen Raum identisch zum deutschen Saccharin. Besonders hervorzuheben ist die Stärke der Süßkraft, welche um mehrere Potenzen über dem des gewöhnlichen Zuckers liegt.

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Saccharin (E 954) - Die Eigenschaften des Zusatzstoffs

Der Süßstoff ist chemisch gesehen ein Derivat des Phthalimid und entsteht durch die Substitution der Carbonylgruppe. Die Herstellung der Verbindung kann auf Basis von Toluol oder Phtalsäure synthetisch nach zwei unterschiedlichen Verfahren erfolgen.

Unter normalen atmosphärischen Bedingungen handelt es sich bei dem Zusatzstoff um einen farblosen Feststoff mit leichtem Geruch. Die Schmelztemperatur des Saccharins liegt bei um 229 °C. Im Vergleich zu Wasser bei Zimmertemperatur steigt das Lösungsvermögen von siedendem Wasser. Die Verbindung löst sich zudem in Ethanol.

  • Der Süßstoff hat – im Vergleich zu handelsüblichem Zucker – eine hundertfach höhere Süßkraft. Gleichzeitig wird die Verbindung vom Körper nicht verstoffwechselt, weshalb der Süßstoff keinen Einfluss auf die Energiebilanz hat.

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Saccharin (E 954) - Verwendung in Lebensmitteln

Saccharin ist in der Lebensmittelindustrie in erster Linie aufgrund seiner ausgezeichneten Süßkraft im Einsatz. Allerdings darf die Verbindung nicht flächendeckend und ohne Mengenbeschränkung verwendet werden.

Heute taucht der Süßstoff unter anderem in:

auf. Für die einzelnen Lebensmittel gelten gewisse Höchstmengen pro Kilogramm.

  • In der Praxis werden die heute bekannten und für Lebensmittel zugelassenen Süßstoffen häufig kombiniert eingesetzt. Ziel ist keine Verbesserung der Süßkraft, sondern ein Überdecken der teil negativen Geschmacksempfindungen.

Saccharin (E 954) – Besondere Hinweise

E 954
Ursprung?
Einsatz in Bio-Lebensmitteln?
Glutenfrei?
Als Allergieersatz?Nein
Allergiepotenzial?gilt als unbedenklich
Erlaubte Tagesdosis?ADI Wert von 5 mg je Kilo Körpergewicht

Grundsätzlich gilt der Zusatzstoff aus medizinischer Sicht unbedenklich. Aber: In der Vergangenheit wurde der Süßstoff mit Tumor-Erkrankungen in Verbindung gebracht. In der evidenzbasierten Medizin fehlt allerdings ein abschließender Nachweis für diese Theorie. Entsprechend der derzeitigen Erkenntnis wird die Verbindung unverdaut ausgeschieden. Es existiert aktuell ein ADI Wert von fünf Milligramm je Kilo Körpergewicht.

Saccharin (E 954) – Bestandteile des Zusatzstoffes

Die Verbindung ist hitzestabil und gehört zu den Natriumsalzen. Die Summenformel lautet: C7H5NO3S.


Quellen

Saltmarsh, Mike: Essential Guide to Food Additives
Prof. Dr. Bertling, Lutz: Erlaubt-Verboten: In Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung
Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft: Zusatzstoffe nach ihren E-Nummern
Grimm, Hans-Ulrich: Die Ernährungsfalle: Wie die Lebensmittelindustrie unser Essen manipuliert


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