E 966 - Lactit

Hinter der Kennzeichnung E 966 verbirgt sich der künstlich hergestellte Zuckeraustauschstoff Lactit (englische Bezeichnung: lactitol).

Er wird als Süßungsmittel vor allem bei der Herstellung von Lebensmitteln für Diabetiker eingesetzt. Aber auch in kalorienreduzierten Süßspeisen findet er Verwendung.

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Lactit (E 966) - Eigenschaften

E 966 gilt als Ersatzstoff für Zucker und wird synthetisch aus katalytisch hydriertem Milchzucker (Lactose) erzeugt.

In der Chemie wird er als Zuckeralkohol klassifiziert und gehört zu den Kohlenhydraten.

Seine Süßkraft ist weniger als halb so stark wie die des Weißzuckers (Saccharose), aufgrund dessen tritt er häufig mit anderen Süßungsmitteln kombiniert auf.

  • Der Vorteil von Lactit gegenüber herkömmlichem Zucker ist, dass er die Zähne kaum angreift und so nur in geringem Maße Karies entsteht.

Lactit hat keinen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel, beim Stoffwechselprozess wird kein Insulin ausgeschüttet. Deshalb ist es anstelle von Haushaltszucker besonders für Diabetiker geeignet.

Da der Zuckeraustauschstoff in großen Mengen eine abführende Wirkung hervorrufen kann, müssen Lebensmittel, bei denen der Anteil mehr als 10 % beträgt, den Warnhinweis „kann bei übermäßigem Verzehr abführend wirken“ tragen.

  • E 966 wird auch in der Medizin angewandt. In Österreich und der Schweiz dient Lactit als Abführmittel.

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Lactit (E 966) in Lebensmitteln

Der Zuckeraustauschstoff wird häufig in trockenen Lebensmitteln verwendet.

  • Mit ungefähr zwei Kalorien pro Gramm ist der Energiegehalt nur halb so hoch wie der zum gewöhnlichen Kristallzucker (3,8 kcal/g). Deshalb wird Lactitol auch gern für Light-Produkte verwendet.
  • Der übermäßige Verzehr kann die Darmflora beeinträchtigen und zu Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfall führen.

Lactit (E 966) - Besondere Anmerkungen

E 966
Ursprung?
Einsatz in Bio-Lebensmitteln?
Glutenfrei?
Als Allergieersatz?
Allergiepotenzial?Beinhaltet Lactose
Erlaubte Tagesdosis?30 - 50 g/ Tag

Lactit (E 966) Bestandteile des Zusatzstoffes

Der Zuckeraustauschstoff wird aus dem Milchzucker Lactose gewonnen.

Trotz seiner synthetischen Herstellung ist er somit tierischen Ursprungs und für Veganer ungeeignet.


Quellen

Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz:Verordnung über die Zulassung von Zusatzstoffen zu Lebensmitteln zu technologischen Zwecken (Zusatzstoff-Zulassungsverordnung - ZZulV)
Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft: Zusatzstoffe nach ihren E-Nummern
Botta Diener, Marianne (2008): Kinderernährung - gesund und praktisch: So macht Essen mit Kindern Freude (2008)
Frede, Wolfgang (2010): Handbuch für Lebensmittelchemiker: Lebensmittel – Bedarfsgegenstände
Grimm, Hans-Ulrich (2015): Die Ernährungsfalle: Wie die Lebensmittelindustrie unser Essen manipuliert
Grimm, Hans-Ulrich: Junk Food - Krank Food
Kuhnert, Peter (2014): Lexikon Lebensmittelzusatzstoffe: Zusatzstoffe, Enzyme, technische Hilfsstoffe, Nahrungsergänzungsstoffe, 4. Auflage
Ledochowski, Maximilian: Nahrungsmittel-Intoleranzen: Unverträglichkeiten erkennen und gut damit leben


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