Schaumverhüter

Im Rahmen der Produktion diverser zum Verzehr dienender Produkte kommt es mitunter zur Entstehung von Schaum. Sofern dieser nicht stellvertretend für das Produkt und sein Aussehen steht, muss er verhindert werden. Dazu bedient sich die Industrie bestimmter Mittel.

Diese werden als Schaumverhüter bezeichnet und umfassen eine größere Gruppe von Zusatzstoffen mit ähnlichen Eigenschaften. In der Regel befinden sich jene Stoffe nicht natürlicherweise in den Lebensmitteln und müssen beigemischt werden. International ist die Stoffgruppe unter der Bezeichnung anti-foaming agents bekannt. Als Beispiel dienen Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren (E 471).

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Schaumverhüter - Wirkung

Schaumverhüter wirken vorwiegend dann, wenn es Makroschaum gibt. Hier trägt der Stoff dazu bei, dass es nicht zu großen Lufteinschlüssen im Bereich der Oberfläche kommt. Innerhalb von Lösungen in Wasser sorgen Schaumverhüter für den Zusammenbruch des Schaums.

Im Bereich der Industrie müssen die Stoffe im vorliegenden Endprodukt unlöslich sein. Weiterhin ist es wichtig, dass sie eine geringe Oberflächenspannung haben. Darüber hinaus muss der Zusatzstoff einen positiven Eindringkoeffizient, einen positiven Spreitungskoeffizient oder einen positiven Überbrückungskoeffizient und eine Entnetzungseigenschaft mitbringen.

Aktuelle Produkte

BindemittelGolden Peanut Johannisbrotkernmehl E 410
SüßungsmittelXucker Premium Xylit
BindemittelGuarkernmehl E 412

Schaumverhüter in Lebensmitteln

Die Stoffgruppe wird im Bereich der Lebensmittel dort eingesetzt, wo bereits bei der Herstellung das Auftreten von Schaum verhindert werden muss. Dazu zählen:

  • Die dargestellte Stoffkategorie ist nicht nur in Lebensmitteln vertreten. Sie kommt auch bei Produkten zum Einsatz, welche für den Bau verwendet werden. Dazu zählt Wandfarbe.

Schaumverhüter - Ursprung

Einige Schaumverhüter müssen synthetisiert werden und kommen im tierischen oder pflanzlichen Bereich nicht vor. Dazu zählen Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren (E 471). Die natürlichen Fettsäuren müssen zur Herstellung mit Glyzerin verknüpft werden. Die Farbe des Zusatzstoffes ist vom eingesetzten Fett abhängig. Das trifft auch auf die Konsistenz zu.

Schaumverhüter - Risiken

Die einzelnen Zusatzstoffe können in jedem Lebensmittel eingesetzt werden. Weiterhin wird ihre Menge vom Gesetzgeber nicht eingeschränkt. Sie verursachen keine Erkrankungen und stehen bislang nicht in der Kritik. Daher können auch Allergiker Produkte verzehren, in welchen sich einer der Zusatzstoffe der Stoffgruppe befindet.


Quellen

Schwedt, Georg: Chemie im Alltag
Tego Foamex: Entschäumer
Eisenbrand, Gerhard / Schreier, Peter: RÖMPP Lexikon Lebensmittelchemie, 2. Auflage, 2006


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