Süßungsmittel

Süßungsmittel können als Ersatzstoffe für Zucker verwendet werden. Meist werden sie synthetisch gewonnen und so den Lebensmitteln beigefügt. Die Süßkraft kann dabei, je nach Zusatzstoff, variieren. Jedoch gelten viele dieser Stoffe als bedenklich und stehen teilweise sogar im Verdacht, Krebs auszulösen.

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Süßungsmittel - Wie wirken die Zusatzstoffe?

Die Zusatzstoffe, die zu den Süßungsmitteln gehören, besitzen in der Regel eine höhere Süßkraft als der Haushaltszucker. Wie hoch diese Süßkraft ist, hängt allerdings stets von der jeweiligen Substanz ab. So ist beispielsweise der Zusatzstoff Aspartam (E 951) ca. 200 Mal süßer als der Haushaltszucker. Währenddessen ist der Stoff Thaumatin (E 957) etwa 2.000 bis 3.000 Mal süßer als Zucker.

  • Andere Stoffe besitzen wiederum eine geringere Süßkraft. Beispielsweise ist die Substanz Sorbit (E 420) lediglich 50 Prozent so süß, wie der Haushaltszucker. Aus diesem Grund wird dieser Stoff auch meist nur mit weiteren Süßungsmitteln verwendet.

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Süßungsmittel - Die Einsatzmöglichkeiten und Anwendungsgebiete

Eingesetzt werden Süßungsmittel insbesondere zum Versüßen der Lebensmittel. Dabei befinden sie sich häufig in Diätnahrungsmitteln sowie in Getränken. Dazu sind sie meist in folgenden Lebensmitteln enthalten:

  • Oft sind die Zusatzstoffe nur begrenzt für Lebensmittel zugelassen.

Süßungsmittel - Wie werden die Zusatzstoffe gewonnen?

Oftmals werden Süßungsmittel synthetisch hergestellt. Teilweise kommen dabei zusätzlich gentechnisch veränderte Mikroorganismen zum Einsatz. Dies ist beispielsweise auch bei der Produktion von Aspartam (E 951) der Fall. Dennoch gibt es auch einige Süßungsmittel, die natürlichen Ursprungs sind. Hierzu gehört zum Beispiel der Zusatzstoff Thaumatin (E 957). Dieser wird nämlich aus der Katamfe Staude gewonnen. Allerdings werden auch die natürlichen Stoffe in der Lebensmittelindustrie meist synthetisch produziert.

Süßungsmittel - Risiken und Nebenwirkungen

Viele Süßungsmittel sind sehr risikoreich und können teilweise Allergien auslösen. Darüber hinaus wird vermutet, dass einige dieser Stoffe Krebs verursachen können. Hierzu zählen unter anderem die vier Stoffe Acesulfam-K (E 950), Cyclamat (E 952), Saccharin (E 954) und Aspartam (E 951). Aspartam kann zudem folgende Symptome auslösen:

Doch auch andere Zusatzstoffe können gesundheitsschädliche Auswirkungen haben. So kann beispielsweise der Zusatzstoff Glycyrrhizin (E 958) Herzrhythmusstörungen sowie Kopfschmerzen verursachen. Der Stoff Sorbit (E 420) kann wiederum Krämpfe auslösen.

  • Unter den zugelassenen Süßungsmitteln befinden sich auch acht Zuckeraustauschstoffe, die auch als Zuckeralkohole bezeichnet werden können. Hohe Dosen dieser Stoffe können Durchfall verursachen.

Quellen

Dantse, Dantse: Geheilt & gesund mit der Lebensmittelapotheke – Das komplette Selbsthilfe-Handbuch
Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft: Zusatzstoffe nach ihren E-Nummern
Eisenbrand, Gerhard / Schreier, Peter: RÖMPP Lexikon Lebensmittelchemie
Bundesinstitut für Risikobewertung: Bewertung von Süßstoffen und Zuckeraustauschstoffen
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz in Zusammenarbeit mit der juris GmbH: Verordnung über die Zulassung von Zusatzstoffen zu Lebensmitteln zu technologischen Zwecken (Zusatzstoff-Zulassungsverordnung – ZZuIV)


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