Früher wurde das Europäische Alpenveilchen in der Naturheilkunde der Alpen genutzt, aber heute spielt es kaum noch eine Rolle und ist zudem geschützt. Es ist sehr giftig und muss daher sehr vorsichtig angewendet werden.

Heute kann man auf verschiedene Fertigpräparate und homöopathische Mittel mit den Wirkstoffen des Alpenveilchens zurückgreifen.

Sie wirken vor allem bei verschiedenen Schmerzen wie Regelbeschwerden, Kopfschmerzen, Rheuma und Gicht, können aber auch eine abführende Wirkung bei Verstopfung entfalten.

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Die wichtigsten Fakten über das Alpenveilchen

Das Europäische Alpenveilchen ist die einzige Art der Gattung der Alpenveilchen, die tatsächlich in den Alpen wächst. Die anderen 22 Arten wachsen eher im Mittelmeerraum und in Kleinasien.

Charakteristisch sind an dem hübschen Blümchen nicht nur die schön gemusterten Blätter und die leuchtenden, nach oben wachsenden Blüten, sondern auch die Kapselfrüchte.

Diese werden mit zunehmender Reife direkt durch den Stiel in die Erde versenkt, indem er sich immer mehr einkrümmt und weiterwächst. Sind die Kapseln in der Erde, öffnen sie sich.

Wissenschaftlicher Name

In der Wissenschaft wird das Europäische Alpenveilchen unter dem Namen Cyclamen purpurascens geführt.

Volkstümliche Namen

Im Volksmund ist die Heilpflanze aufgrund ihrer Wuchsform und der Eindeutschung des botanischen Namens auch unter folgenden Namen bekannt:

Gattung / Pflanzenfamilie

Das Europäische Alpenveilchen gehört innerhalb der Familie der Primelgewächse (Primulaceae) zur Unterfamilie der Myrsinengewächse (Myrsinoideae) und zu der 22 Arten umfassenden Gattung der Alpenveilchen (Cyclamen).

Heilwirkung des Alpenveilchens

Traditionell spielt das Alpenveilchen nur in der Volksheilkunde der Alpen eine Rolle. Da es giftig ist, sollte es nur in Fertigpräparaten, homöopathischen Dosen oder äußerlich angewendet werden. Die Gift- und Heilpflanze wirkt:

Inhaltsstoffe

  • Das Europäische Alpenveilchen ist stark giftig! Schon 0,3 Gramm der Knolle wirken giftig und höhere Dosen können tödlich sein.

Die Inhaltstoffe der Pflanze sind:

Anwendung des Alpenveilchens

In der Volksheilkunde der Alpen wird das Alpenveilchen traditionell als Heilpflanze eingesetzt, aber in der normalen Heilpflanzenkunde kennt man es kaum.

Da die Pflanze giftig ist, sollte man die Pflanze auch nur sehr vorsichtig anwenden und - wenn überhaupt - nur äußerlich oder in homöopathischen Dosen nutzen. Heute findet die Pflanze kaum noch Verwendung und wird nur in Fertigpräparaten oder in der Homöopathie angewendet.

Die Gift- und Heilpflanze wirkt bei äußerer Anwendung schmerzlindernd. Sie hilft aber auch bei Gicht sowie Rheuma und kann stark verdünnt bei Verstopfung helfen.

Innerliche Anwendung

Nur in homöopathischen Dosen oder als Fertigpräparat verwenden!

Fertigpräparate

In der Apotheke gibt es Medikamente zur Behandlung von Kopfschmerzen und Regelbeschwerden, die Wirkstoffe des Alpenveilchens enthalten.

Homöopathie

Auch in der Homöopathie wird die klein geschnittene Knolle des Alpenveilchens in starker Verdünnung als allgemeines Schmerzmittel verwendet. Es hilft aber auch bei Beschwerden wie dem prämenstruellen Syndrom und zyklusbedingten Brustschmerzen.

Bei folgenden Leiden hilft das Alpenveilchen

Innerliche Anwendung (als homöopathisches Mittel)Äußerliche Anwendung
VerstopfungSchmerzen
Gichtrheumatische Beschwerden
Rheuma
Kopfschmerzen
Regelschmerzen
prämenstruelles Syndrom
zyklusbedingte Brustschmerzen

Vorkommen und Sammelzeit des Alpenveilchens

Das Europäische Alpenveilchen stammt ursprünglich aus den Süd- und Ostalpen sowie dem Balkan. Es gedeiht dort auf kalkhaltigen Böden in Mischwäldern und schattigen Lagen.

Während es in Österreich häufig bis zerstreut in allen Bundesländern vorkommt, findet man es in Deutschland nur in Bayern wild. Hier ist es geschützt.

Gelegentlich findet das Europäische Alpenveilchen als Zierpflanze in Steingärten und an Rändern von Gehölzen Verwendung. Dort liebt es kalkhaltige Böden und halbschattige Standorte.

Manchmal verwildert es von Gärten aus. Die als Topfpflanzen gezogenen Alpenveilchen sind nur ein Verwandter der Heilpflanze. Hier handelt es sich um Sorten des Zimmer-Alpenveilchens (Cyclamen persicum), die ursprünglich aus Griechenland, der Türkei, Zypern sowie West-Syrien stammen.

Sammelzeit

Das Europäische Alpenveilchen steht in Bayern auf der Roten Liste und wird als 'gefährdet' eingestuft. Daher sollten die Knollen der Wildpflanzen nicht gesammelt werden. Zudem ist die Pflanze giftig und sollte nur sehr vorsichtig (äußerlich und homöopathisch) verwendet werden.

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