Anis

Anis ist ein altes und beliebtes Heilkraut, das aufgrund seines guten Geschmacks auch gern für Süßspeisen und Gebäck verwendet wird.

Früher schrieb man der Heilpflanze auch aphrodisierende Eigenschaften zu und bereitete entsprechende Getränke aus den Früchten. Sicher ist die Wirkung von Anisfrüchten jedoch bei Verdauungsproblemen und Erkältungskrankheiten.

Dagegen hilft die Pflanze sowohl innerlich als auch äußerlich in Form von Tee und Dampfbädern oder Einreibungen.

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Die wichtigsten Fakten über den Anis

Der Name der alten Gewürz- und Heilpflanze leitet sich vom griechischen Wort ἄνηθον (Dill) ab. Aufgrund seiner Ähnlichkeit mit dieser Pflanze wurde der Anis mit ihr verwechselt. Um die Bedeutung von Anis zu zeigen, wurde er zur Heilpflanze des Jahres 2014 ernannt.

Wissenschaftlicher Name

In der Wissenschaft wird der Anis unter dem Namen Pimpinella anisum geführt.

Volkstümliche Namen

Im Volksmund ist die Heilpflanze auch unter folgenden Namen bekannt:

Gattung / Pflanzenfamilie

Der Anis gehört innerhalb der Familie der Doldenblütler (Apiaceae) zur Unterfamilie der Apioideae und zur Gattung Bibernellen (Pimpinella).

Heilwirkung des Anis

Die Haupteinsatzgebiete der Heilpflanze sind Verdauungsprobleme und Husten. Denn der Anis wirkt:

Inhaltsstoffe

Der Anis enthält folgende Inhaltsstoffe:

Anwendung des Anis

Das Anisöl sollte auf keinen Fall unverdünnt innerlich angewendet oder in die Augen gebracht werden. Auch bei Säuglingen sollte man auf das ätherische Öl verzichten.

Äußerliche Anwendung

Einreibungen

Das ätherische Öl kann mit fetten Ölen verdünnt oder zu Salbe verarbeitet werden. Als Brusteinreibungen hilft es so gegen Husten und als Baucheinreibungen gegen Blähungen sowie Magen- und Darmkrämpfe.

Inhalation

Eine Inhalation von Anisöl lindert Beschwerden bei Erkältungen. Dafür gibt man etwa fünf Tropfen Anisöl in heißes Wasser und atmet die Dämpfe mithilfe eines Inhalators oder durch ein Dampfbad ein.

Innerliche Anwendung

Stilltee

Junge Mütter sollten zu Beginn der Stillzeit einen Tee aus Anis, Kümmel und Fenchel trinken.

Dieser Tee regt nicht nur die Milchbildung an, sondern entfaltet seine Wirkung auch indirekt über die Muttermilch und wirkt so gegen Blähungen beim Baby.

Auch der reine Anistee wirkt durch die östrogene Wirkung des Anisöls anregend auf die Milchbildung und beugt Blähungen beim Kind vor. Damit sich die Wirkstoffe der Früchte besser freisetzen, sollten sie vor der Anwendung mit einem Mörser zerquetscht werden.

Blähungstee

Den angenehm süßlich milden Geschmack von Anis kann man auch in einem Blähungstee genießen. Aufgrund des freundlichen Geschmacks ist er auch für Kinder gut geeignet. Der Tee regt die Verdauung auf milde Weise an und löst Blähungen. Gegen Blähungen hilft auch eine Teemischung aus je zwei Teilen Anisfrüchten und Fenchelsamen sowie einem Teil Kamillenblüten. Von dieser Mischung nimmt man einen Esslöffel pro Tasse, übergießt sie mit kochendem Wasser und lässt den Tee 10 bis 15 Minuten ziehen.

Hustentee

Schließlich wirkt das ätherische Öl aus den Anisfrüchten auch positiv auf die Atemorgane, denn es wird nach der Einnahme über die Lunge ausgeschieden. So wirkt das ätherische Öl durch die Lungenbläschen und Bronchien von innen her.

In der Küche

Die Anisfrüchte sind auch in der Küche sehr beliebt und bereichern vor allem Süßspeisen und Gebäck mit ihrem charakteristischen Geschmack.

In dieser Form unterstützen sie ebenfalls die Verdauung und fördern die Atmung.

Bei folgenden Leiden hilft der Anis

Innerliche AnwendungÄußerliche Anwendung
BlähungHusten
VerdauungsschwächeErkältung
MagenkrämpfeBlähungen
ErbrechenMagen- und Darmkrämpfe
Reizhusten
Halsinfektionen
Schluckbeschwerden
Trockener Husten
Asthma
Bronchitis
Abgeschlagenheit
Appetitlosigkeit
Epilepsie (unterstützend)
Kopfschmerzen
Pfeiffersches Drüsenfieber
Schlaflosigkeit

Vorkommen und Sammelzeit des Anis

Das natürliche Verbreitungsgebiet der Heilpflanze liegt im östlichen Mittelmeerraum. Heute kommt die Pflanze aber kaum noch wild vor. Dafür wird Anis heute weltweit in den gemäßigten Klimazonen angebaut. Das Hauptanbaugebiet liegt dabei in Südrussland.

Sammelzeit

Die Früchte der Heilpflanze werden im Frühherbst gesammelt, allerdings kommen sie kaum in der Natur vor.

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