Arnika

Früher wurde Arnika dem Schnupftabak beigesetzt, denn durch die getrockneten Blätter wurden die Nasenschleimhäute gereizt. Gemeinsam mit Huflattich und Königskerzenblüten wurde die Pflanze als Kräutertabak geraucht.

Heute sind mehr als 30 verschiedene Arten der Pflanzengattung bekannt, wobei im Fokus vor allem die echte Arnika steht. Als Heilpflanze findet die Blume zahlreiche Anwendungsbereiche.

Hauptsächlich wird sie zur äußerlichen Anwendung genutzt, beispielsweise zur Wundbehandlung. In Apotheken sind unterschiedliche Medikamente mit Arnikaauszügen erhältlich.

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Die wichtigsten Fakten über Arnika

Aktuell sind etwa 30 verschiedene Arten der Pflanze bekannt. Von großer Bedeutung ist die echte Arnika, welche in der Medizin und Naturheilkunde sowie in der Homöopathie Anwendung findet.

In Apotheken und Drogeriefachgeschäften sind zahlreichen Salben, Cremes und weitere Präparate erhältlich, die mit Auszügen aus der Heilpflanze angereichert sind und bei unterschiedlichen Leiden helfen sollen.

Wissenschaftlicher Name

In der Wissenschaft, Medizin und Naturheilkunde wird die echte Arnika auch als Arnica montana bezeichnet.

Volkstümliche Namen

Da die Pflanze damals als Zauberpflanze galt, wurden ihr schon vor mehreren Jahrhunderten verschiedene volkstümliche Namen zugeschrieben. Im Laufe der Jahre haben sich diese Namen eingeprägt und weitere kamen dazu. So kennt man die Wunderpflanze unter anderem unter den Namen:

Gattung/Pflanzenfamilie

Die echte Arnika gehört der Pflanzengattung der Arnika an, welche auch als Arnica bezeichnet wird. Diese Pflanzengattung wiederum ist Teil der Pflanzenfamilie der Korbblüter. In Fachkreisen werden diese auch mit dem Namen Asteraceae bezeichnet.

Heilwirkung der Arnika

Als Heilpflanze verfügt die Blume über zahlreiche Heilwirkungen die sich auf den menschlichen Körper auswirken. Sowohl innerlich wie auch äußerlich wirken sich die Inhaltsstoffe auf unterschiedliche Leiden aus:

Inhaltsstoffe

Die Inhaltsstoffe sind sehr vielfältig. Die wichtigsten werden nachfolgend aufgezählt:

Anwendung der Arnika

Die Arnika ist eine sehr stark wirkende Heilpflanze, weshalb man sie innerlich nur selten und unter großer Vorsicht möglichst stark verdünnt anwendet. Auch äußerlich kann sie zu verschiedenen Reizungen führen. Einige Menschen sind gegen die Arnika allergisch, was oftmals an dem enthaltenen Helenalin liegt.

Äußerliche Anwendung

Äußerlich kann die Heilpflanze sehr scharf wirken und unter Umständen Reizungen verursachen. Eine möglichst hohe Verdünnung sollte daher stattfinden.

Als Tinktur

Zur Herstellung einer Tinktur werden die Arnikablüten in einem Schraubglas mit Doppelkorn bedeckt. Anschließend wird das Glas verschlossen. Die Mischung sollte circa zwei bis sechs Wochen ziehen. Daraufhin wird sie abgeseiht und in eine dunkle Flasche umgefüllt. Bevor die Tinktur auf die Haut aufgetragen wird, sollte sie mit reichlich Wasser verdünnt werden.

Als Umschlag

Um einen Umschlag mit Arnika herzustellen, muss vorab Tee aufgekocht werden, der sich allerdings nicht zum Trinken eignet.

Hierfür werden ein bis zwei Teelöffel der getrockneten Pflanze mit einer Tasse kochendem Wasser übergossen.

Der Tee sollte ungefähr zehn Minuten ziehen, bevor er abgeseiht wird. Der Tee sollte anschließend 50:50 mit Wasser vermischt werden.

Nun kann in ihm ein Tuch getränkt und auf die betroffene Hautstelle gelegt werden.

Zum Gurgeln

Auch zum Gurgeln muss ein Tee aufgegossen werden, die ebenfalls mit ein bis zwei Teelöffeln der getrockneten Blüten hergestellt wird. Diesen Tee kann man lauwarm zum Gurgeln verwenden. Auch die Arnikatinktur kann verdünnt (zehn bis 25 Tropfen auf einem Glas lauwarmem Wasser) zum Gurgeln verwendet werden.

Als Salbe und Creme

In Apotheken und Drogeriefachgeschäften sind unterschiedliche Produkte erhältlich, die mit Arnikablüten angereichert sind und gegen unterschiedliche Hautleiden helfen.

Innerliche Anwendung

Bei der innerlichen Anwendung ist große Vorsicht geboten, da die Pflanze besonders stark wirkt und unter Umständen sogar Herzrhythmusstörungen auslösen kann.

Als verdünnte Tinktur

Als verdünnte Tinktur hilft die Arnika beispielsweise bei Atemwegserkrankungen, wie zum Beispiel Bronchitis. Ebenfalls kann sie bei Herzschwäche und Kreislaufproblemen unterstützen wirken. Man nimmt circa zehn bis 25 Tropfen der Tinktur und verdünnt diese mit einem Glas lauwarmem Wasser.

Bei folgenden Leiden hilft die Arnika

Der nachfolgenden Tabelle kann entnommen werden, bei welchen Leiden die Arnika in welcher Anwendung helfen kann:

 

Innerliche AnwendungÄußere Anwendung
BronchitisMundschleimhautentzündungen
HustenZahnfleischentzündungen
HeiserkeitRachenentzündungen
FieberHalsentzündungen und Mandelentzündungen
Erkältung und GrippeBlutergüsse
MagenkrämpfeEkzeme
DurchfallEntzündungen durch Insektenbisse und Stiche
HerzbeschwerdenGelenkentzündungen
HerzschwächeHautentzündungen
KreislaufproblemeKrampfadern
Quetschungen und Prellungen
schlecht heilende Wunden
Entzündungen der Venen
Neuralgien
Thrombose
Muskelkater
Furkunkel
Schwellungen bei Knochenbrüchen
Zerrungen
Venenschwäche

Vorkommen und Sammelzeit der Arnika

Die Arnika kommt in den Alpen sowie in den Pyrenäen und im Balkan vor. Darüber hinaus findet man sie in Südskandinavien und im Baltikum. Die Heilpflanze bevorzugt Böden, die besonders sauer sind. Sie vermeidet Kalk. Teilweise kann man sie auch in lichten Wäldern vorfinden. Anzutreffen ist sie vor allem im Tal. Kann aber bis zu einer Höhenlage von 2.800 Metern wachsen.

Sammelzeit

Die beste Zeit zum Einsammeln der Arnika liegt in den Monaten Juli und August. Allerdings ist sie in einigen Gebieten geschützt.

Verwendbare Pflanzenteile

In den meisten Fällen werden die Blüten der Arnika verwendet. Nur in seltenen Fällen findet eine Nutzung der Wurzel und des Krautes statt.

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