Bärlauch

Der schmackhafte Bärlauch duftet intensiv nach Knoblauch. Im Frühling sollte er in keinem frischen Kräuterquark fehlen. Nicht selten findet man ihn auf Waldlichtungen, auf denen er sich üppig ausbreiten kann.

Bärlauch eignet sich aber nicht nur als Gewürz in der Küche. Auch in der Hausapotheke sollte er nicht fehlen. In der Natur- und Pflanzenheilkunde sowie in der Homöopathie hat die Heilpflanze bereits einen festen Platz eingenommen.

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Die wichtigsten Fakten über Bärlauch

Die Pflanze wächst besonders gerne im Wald. Wobei sie in der Regel nicht nur einzeln vorzufinden ist, sondern in großen Familien wächst. Die Kräuter bevorzugen Orte, an denen sie sich üppig ausbreiten können. Als Heilpflanze findet das Gewächs sowohl in der Natur- und Pflanzenheilkunde wie auch in der Homöopathie vielfältige Anwendungsbereiche.

Wissenschaftlicher Name

In Fachkreisen aus Medizin, Alternativmedizin und Wissenschaft ist die Heilpflanze unter dem Namen Allium ursinum bekannt.

Volkstümliche Namen

Auch im Volksmund trägt die Pflanze unterschiedliche, gebräuchliche Namen:

Gattung / Pflanzenfamilie

Der Bärlauch gehört der Pflanzengattung Allium an, womit wiederum der Lauch bezeichnet wird. Diese Gattung wird der Unterfamilie der Lauchgewächse zugeordnet, welche Mitglied in der Familie der Amaryllisgewächse ist. Diese Pflanzenfamilie wird in der Ordnung der Spargelartigen geführt.

Heilwirkung des Bärlauchs

Der Bärlauch hat als Heilpflanze ganz unterschiedliche Wirkungen. So wirkt er:

Inhaltsstoffe

Die Inhaltsstoffe sind sehr umfangreich. Die wesentlichsten Bestandteile sollen nachfolgend genannt werden. In der Zwiebel:

In den frischen Blättern:

Anwendung des Bärlauchs

Die Pflanze kann auf unterschiedliche Weise angewandt werden. Sowohl eine innerliche wie auch eine äußerliche Anwendung ist möglich.

Äußerliche Anwendung

Äußerlich kann die Heilpflanze unter anderem wie folgt angewandt werden:

Als Bärlauchkompresse

Eine Bärlauchkompresse lässt sich innerhalb weniger Minuten herstellen.

Dafür werden frische, zerstampfte Blätter in ein Tuch eingeschlagen.

Im Anschluss lässt man das Tuch einige Minuten auf den zu behandelnden Hautpartien liegen.

Innerliche Anwendung

Ebenso kann der Bärlauch innerlich angewandt werden:

Als Presssaft

Zur Herstellung eines Bärlauchsaftes wird die frische Zwiebel der Heilpflanze benötigt. Aus dieser muss der Saft ausgepresst und mehrmals täglich, teelöffelweise eingenommen werden. Der Presssaft hilft vor allem bei Arteriosklerose und Hypertonie. Alternativ ist Bärlauchsaft auch in der Apotheke erhältlich.

Roh verzehren

Besonders einfach ist der rohe Verzehr der Bärlauchzwiebel. Gegessen wird dabei die ganze oder kleingehackte Zwiebel der Heilpflanze. Auch im Quark oder Salat ist ein Verzehr möglich.

Als Extrakt

Ein Bärlauchextrakt wird aus dem frischen Kraut der Pflanze gewonnen. Dieses muss ausgepresst werden.

Das Extrakt wird bei Störungen im Magen-Darm-Trakt sowie bei Dyspepsie und Flatulenz empfohlen.

Bei folgenden Leiden hilft die Heilpflanze

Die Inhaltsstoffe des Bärlauchs helfen bei ganz unterschiedlichen Leiden:

Innerliche AnwendungÄußere Anwendung
AppetitlosigkeitHautreizungen
AsthmaWunden
Bronchitis
Fieber
Frühjahrsmüdigkeit
Blähungen
Verdauungsstörungen
Durchfall
Bluthochdruck
Arteriosklerose
Rheuma

Vorkommen und Sammelzeit des Bärlauchs

Der Bärlauch ist in fast ganz Europa vorzufinden. Ausnahmen bilden lediglich die immergrünen, mediterranen Lagen. Sofern Bärlauch vorzufinden ist, wächst dieser in der Regel in sehr großen Beständen. Bärlauch bevorzugt schattige, feuchte und humusreiche Böden, weshalb er hauptsächlich in Laubwäldern beheimatet ist. In Deutschland findet man den Bärlauch vor allem im südlichen Teil.

Sammelzeit

Er wächst relativ zeitig im Jahr. Von April bis Mai kann er eingesammelt werden.

Eine Trocknung der Heilpflanze ist nicht möglich, da sie dadurch sämtlich, heilwirkende Bestandteile verliert.

Verwendbare Pflanzenteile

Vom Bärlauch kann sowohl die Zwiebel wie auch das frische Kraut verwendet werden.

  • Da die Heilpflanze sehr dem giftigen Maiglöckchen ähnelt, ist das Sammeln unter großer Vorsicht durchzuführen. Unterscheiden lässt sich der Bärlauch, indem man sein Kraut zwischen den Fingern zerreibt. Die Finger sollten anschließend nach Knoblauch riechen.

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