Bilsenkraut

Früher war das Bilsenkraut eine bei "Hexen" und Kräuterheilkundigen häufig genutzte Heilpflanze, aber heute wird sie kaum noch verwandt.

Schließlich ist sie aufgrund ihrer Giftigkeit sehr gefährlich. Darüber hinaus ist sie aber auch kaum in der Natur anzutreffen.

In der Homöopathie ist sie dagegen auch heute noch beliebt und kann gegen verschiedene Leiden eingesetzt werden.

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Die wichtigsten Fakten über das Bilsenkraut

Das Kraut war im Mittelalter eine wichtige Heilpflanze für Hexen und Kräuterheilkundige, heute wird es aufgrund seiner Giftigkeit nur noch in der Homöopathie verwendet.

Die Giftigkeit der Pflanze war auch Shakespeare bekannt. Er gab es in seinem berühmten Werk Hamlets Onkel in die Hand, um dessen Vater damit zu vergiften. Wegen der berauschenden Wirkung wurde das Kraut früher Bier beigegeben, um es stärker zu machen. Angeblich sollen auch das Pils sowie die Stadt Pilsen nach der Heilpflanze benannt worden sein.

Wissenschaftlicher Name

In der Wissenschaft wird das Schwarze Bilsenkraut unter dem Namen Hyoscyamus niger geführt.

Volkstümliche Namen

Aufgrund seiner magischen Verwendung ist das Schwarze Bilsenkraut auch als Hexenkraut bekannt. Weitere Namen aus dem Volksmund sind:

Gattung / Pflanzenfamilie

Das Schwarze Bilsenkraut ist eine Pflanze aus der Gattung der Bilsenkräuter (Hyoscyamus) und Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae).

Heilwirkung des Bilsenkrauts

In homöopathischen Dosen ab D4 wirkt das stark giftige Bilsenkraut:

Die Heilpflanze besitzt eine berauschende Wirkung, die schnell in eine toxische umschlagen und sogar zum Tod führen kann!

Typische Vergiftungssymptome sind: Verwirrtheit und Unruhe, Hautrötung, trockener Mund, Schläfrigkeit oder Halluzinationen, Pupillenerweiterung, Herzrhythmusstörungen sowie komatöse Zustände und Tod durch Atemlähmung.

Inhaltsstoffe

  • Das Bilsenkraut ist stark giftig! Schon 0,5 Gramm wirken giftig und 15 Samen können für Kinder tödlich sein.

Die Inhaltsstoffe der Pflanze sind:

Anwendung des Bilsenkrauts

Heute wird Bilsenkraut nicht mehr als Heilpflanze verwendet, aber in der Homöopathie und in Fertigpräparaten ist das eigentlich giftige Kraut in Dosen enthalten, die nicht mehr giftig wirken und bei Schmerzen, Schlafstörungen, Reizhusten, Durchfall sowie Krämpfen helfen.

Äußerliche Anwendung

Als Einreibung hilft das Kraut bei Schmerzen.

Innerliche Anwendung

Nur in homöopathischen Dosen verwenden!

Tinktur

Homöopathisches Bilsenkraut wird in niedrigen Potenzen (D3 bis D6) verwendet. Dabei nimmt man dreimal täglich 5 bis 20 Globuli oder Tropfen.

Bei folgenden Leiden hilft das Bilsenkraut

Innerliche Anwendung Als homöopathisches Mittel (ab D4!) bei:Äußerliche Anwendung
AsthmaSchmerzen
Kitzelhusten
Schlaflosigkeit
Fieber
Magenkrämpfe
Durchfall
Rheuma
Krämpfe
Nervosität
Seekrankheit

Vorkommen und Sammelzeit der Bilsenkrauts

In Eurasien und Afrika ist das Schwarze Bilsenkraut weit verbreitet, aber in Deutschland, Österreich und der Schweiz findet man die Art eher selten. Vereinzelt findet man sie an Wegrändern, Mauern und in Schuttunkrautgesellschaften, an denen frische, stick- und nährstoffreiche Sand- oder Lehmböden vorherrschen.

Sammelzeit

Die Heilpflanze ist in Deutschland nur selten zu finden und sollte aufgrund ihrer Giftigkeit nicht gesammelt werden. Daher sollte man eher Fertigpräparate oder homöopathische Mittel verwenden. Für Kinder sind etwa 15 Samen bereits tödlich. Bei Erwachsenen wirken Mengen über 0,5 Gramm giftig.

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