Birke

Die Birke ist eine weitverbreitete und sehr auffällige Baumart, die mit ihrem saftigen Grün das Frühjahr ankündigt.

Die Blätter und der Saft der Heilpflanze werden seit Langem geschätzt und bei verschiedenen Problemen eingesetzt.

Beliebt ist das Haarwasser, welches bei Haarausfall und Schuppen hilft. Der Tee kann aber auch wunderbar bei Rheuma, Gicht und anderen Stoffwechselerkrankungen helfen.

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Die wichtigsten Fakten über die Birke

Der schlanke, elegante Wuchs, die weiße Borke und das zarte Frühjahrsgrün machen die Birke zum idealen Frühjahrssymbol. Daher werden sie gern als Maibaum genutzt. In Deutschland ist vor allem die Sand- oder auch Hängebirke genannte Art einheimisch und in der Heilkunde bekannt. Diese Art war im Jahr 2000 Baum des Jahres.

Wissenschaftlicher Name

In der Wissenschaft wird die Sandbirke unter dem Namen Betula pendula geführt.

Volkstümliche Namen

Im Volksmund ist die zarte Sand- oder Hänge-Birke aufgrund ihrer Nutzung auch unter folgenden Namen bekannt:

Gattung / Pflanzenfamilie

Die Sand- oder Hänge-Birke gehört zur Gattung der Birken (Betula) und zur Familie der Birkengewächse (Betulaceae).

Heilwirkung der Birke

Die Birke ist eine altbekannte Heilpflanze, deren Blätter, Blattknospen und Saft genutzt werden. Sie wirkt:

Inhaltsstoffe

Die Birkenblätter enthalten:

Die Rinde enthält dagegen:

Anwendung der Birke

In der Volksheilkunde wird vor allem die heimische Sandbirke seit Langem genutzt. Im Frühjahr wurden die Stämme angebohrt, um den Blutungssaft zu gewinnen.

Aus dem Saft wurden Haarwasser und Birkenwein hergestellt. Die in der Rinde enthaltenen Bestandteile sind therapeutisch wirksame Tumor- und Entzündungshemmer. Die Blätter oder Blattknospen wirken dagegen harntreibend und helfen bei Hautkrankheiten.

Äußerliche Anwendung

Birkenteer

Birkenteer kann man nicht alleine herstellen, aber kaufen. Er kann verdünnt gegen chronische Hauterkrankungen helfen. Dabei reizt er die Haut und aktiviert den Entzündungsprozess neu, sodass Ekzeme anschließend abheilen können.

Birkensaft

Der frisch abgezapfte Birkensaft hilft im Frühjahr äußerlich gegen Hautprobleme und fördert den Haarwuchs. Er kann aber auch getrunken werden. Der Saft kann aber auch im Kühlschrank oder Tiefkühlschrank aufbewahrt werden, um ihn später zu verwenden.

Man kann ihn aber auch haltbar machen, indem man ihn mit einem Drittel oder der Hälfte Alkohol mischt. Den Birkensaft kann man zwischen März und Anfang Mai bei einer Birke mit einem Durchmesser von mindestens 20 cm abzapfen.

Dabei braucht man allerdings eine Genehmigung, falls sie nicht auf dem eigenen Grundstück steht. Nach der Ernte des Saftes muss die Wunde gut mit Baumwachs verschlossen werden, um Infektionen beim Baum zu vermeiden.

Zudem sollte die Birke jetzt zwei Jahre lang geschont werden, bevor sie wieder genutzt werden kann.

Birkenaufguss

Ein Birkenaufguss aus Blättern hilft sowohl innerlich als auch äußerlich als Waschung oder Bad bei hartnäckigen Hauterkrankungen. Auch eine Abkochungen der Rinde hilft äußerlich angewandt bei schweren Hauterkrankungen.

Innerliche Anwendung

Birkentee

Die häufigste Verwendung findet die Heilpflanze als Aufguss, bei dem die Blätter oder Blattknospen verwendet werden.

Da dieser Tee stark harntreibend wirkt, ist er gut gegen Rheuma, Gicht und andere Stoffwechselerkrankungen.

In manchen Fällen können bei einer Kur mit Birkenblättertee sogar Nierensteine aufgelöst werden. Dabei trinkt man mehrere Wochen täglich drei Tassen.

Birkenkohle

Birkenkohle kann man in der Apotheke kaufen und bei Durchfall einnehmen. Sie saugt Flüssigkeit und Schadstoffe im Darm auf.

Bei folgenden Leiden hilft die Birke

Innerliche AnwendungÄußerliche Anwendung
Rheuma, Gicht und andere StoffwechselerkrankungenHauterkrankungen
HauterkrankungenHaarausfall und Schuppen
Nierensteine
Frühjahrsmüdigkeit
Durchfall
Husten
Blasenentzündung
Allergien
leichte Fälle von Diabetes

Vorkommen und Sammelzeit der Birke

Auf der Nordhalbkugel kommen etwa 100 Birkenarten vor. Sie stellen nur geringe Ansprüche an Boden sowie Klima und gedeihen sowohl auf trockenen wie nassen Böden. In der Heilkunde wird vor allem die Sand- oder Hängebirke genutzt. Sie ist eine Pionierbaumart, wächst also vor allem auf Brach-, Trümmer- und Kahlflächen sowie sauren Böden.

Sammelzeit

Die Blattknospen der Heilpflanze werden im März und die Blätter im Mai bis Juni gesammelt.

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