Brunnenkresse

In sauberen Teichen, Bächen und an Quellen findet man die Brunnenkresse und kann sie als Gemüse- und Heilpflanze ernten. Die Pflanze wächst auch im Winter und bietet so wertvolles Vitamin C in der kalten Jahreszeit.

Dank der blutreinigenden Eigenschaften wird sie aber auch für Kuren und bei der Behandlung von Rheuma geschätzt.

Zudem besitzt sie einen angenehmen Geschmack, der in Salaten und auf Sandwiches sein Aroma entfalten kann.

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Die wichtigsten Fakten über die Echte Brunnenkresse

Die Echte Brunnenkresse besitzt ganz ähnliche Anwendungsmöglichkeiten wie die Kapuzinerkresse, die Gartenkresse und die Kresse, die man auf dem Fensterbrett ziehen kann.

Wissenschaftlicher Name

In der Wissenschaft wird die Echte Brunnenkresse unter dem Namen Nasturtium officinale geführt.

Volkstümliche Namen

Im Volksmund wird die Heilpflanze aufgrund ihres Geschmacks, der Verwendung und des Vorkommens auch folgendermaßen genannt:

Brunnenkresse Heilpflanze

Gattung / Pflanzenfamilie

Die Art gehört innerhalb der Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae) zum Tribus Cardamineae und zur Gattung der Brunnenkressen (Nasturtium).

Heilwirkung der Echten Brunnenkresse

Die gesunde Heilpflanze wird auch gern als Gemüse genutzt und wirkt:

Inhaltsstoffe

Die Pflanze ist auch im Winter ein wichtiger Vitamin-C-Lieferant und besitzt folgende Inhaltsstoffe:

Anwendung der Echten Brunnenkresse

Die Wirkstoffe der Brunnenkresse gehen durch Trocknung weitgehend verloren. Daher sollte sie möglichst frisch verwendet werden. So kann man sie als Salatgewürz oder Frischsaft nutzen.

Äußerliche Anwendung

Die Echte Brunnenkresse reinigt die Haut nicht nur von innen, sondern wird auch als vielseitiges Schönheitsmittel genutzt.

Saft

Der Saft verfeinert das Hautbild, beseitigt Hautunreinheiten wie Pickel, mildert Falten und bleicht Altersflecken und Sommersprossen. Bei Falten, insbesondere am Hals, legt man täglich Kompressen (Baumwollpads oder Leinenläppchen) mit dem Saft auf und deckt sie mit Folie oder einem Tuch ab.

Die Kompressen lässt man so lange wirken, wie es angenehm ist. Für den Saft verwendet man frisches Brunnenkressekraut (Stängel und Blätter) gibt sie in eine Saftpresse oder zerstößt eine Handvoll Blätter oder fünf Stängel mit einem Mörser und füllt die Masse mit 0,25 l Quellwasser auf.

Um den Frischsaft zu konservieren, kann man 1/8 l Frischsaft mit 1/8 l Wasser verdünnen und dieser Lösung 2 cl (ein Schnapsglas) Alkohol hinzugeben. Dieses Tonic ist ideal für Sommersprossen und Altersflecken.

Innerliche Anwendung

Da beim Genuss von wild wachsender Brunnenkresse eine Erkrankung durch Leberegel möglich ist, sollte man die Brunnenkresse stets gründlichst waschen oder nur Brunnenkresse aus Kulturen verwenden.

Behutsam angewendet wirkt die Heilpflanze belebend und blutreinigend, regt die Nieren an und stärkt die Verdauung. Zudem löst sie Verschleimungen der Atemwege. Die Heilpflanze wird gern gegen Skorbut und für Blutreinigungskuren verwendet, da sie reich an Vitaminen und Mineralstoffen ist.

  • Schwangere sollten auf Brunnenkresse verzichten bzw. nur in Maßen verzehren!
Salatgewürz

Die Echte Brunnenkresse schmeckt angenehm scharf, leicht säuerlich und etwas herb und ist ein beliebtes Salatgewürz. Da die Wirkstoffe durch ihre Schärfe die Schleimhäute reizen können, sollte man sie nicht täglich nutzen, sondern Pausen einlegen.

Frischsaft

Aus der Heilpflanze kann man auch einen Frischsaft bereiten und davon maximal dreimal pro Tag einen Teelöffel in ein Glas Wasser geben und so verdünnt trinken.

Bei folgenden Leiden hilft die Echte Brunnenkresse

Äußerliche AnwendungInnerliche Anwendung
AltersfleckenSkorbut
SommersprossenVitaminmangel
HautunreinheitenRheuma
PickelMundschleimhautentzündungen
Falten

Vorkommen und Sammelzeit der Echten Brunnenkresse

Das natürliche Verbreitungsgebiet der Echten Brunnenkresse liegt in Europa, Nordafrika und Asien. Heute wächst sie fast überall auf der Welt in fließenden, nährstoffreichen Gewässern in sonniger bis halbschattiger Lage. Man findet sie an Quellen, Bächen und Teichen.

Sammelzeit

Die Blätter der Pflanze können im April und Mai für eine Frühjahrskur gesammelt werden. Da sie das ganze Jahr hindurch wächst, dient sie aber auch im Winter als Vitamin-C-Lieferant. Nach der Blüte zwischen Juni und September werden die Blätter allerdings hart, dann sollte man warten bis neue Blätter austreiben.

Beim Sammeln sollte man darauf achten, nicht das an den gleichen Stellen wachsenden Bittere Schaumkraut zu pflücken. Letzteres hat im Gegensatz zur Brunnenkresse keinen hohlen Stängel.

Eine Verwechslung ist allerdings gefahrlos, da die Pflanze ähnliche Eigenschaften wie die Kresse besitzt.

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