Buchweizen

Der Buchweizen ist eine Jahrtausende alte Nutzpflanze, deren heilsame Kräfte erst in den 1970er Jahren entdeckt wurden.

In der Volksheilkunde nutzte man das Korn, das anders als sein Name vermuten lässt, nicht zu den Getreiden oder Gräsern gehört, eher zur Stärkung als Brei.

Ein Tee aus der Heilpflanze diente zudem als sanftes Schlafmittel. Der im Kraut enthaltene Wirkstoff Rutin kann aber auch die Mikrozirkulation in den Blutgefäßen verbessern und die Gefäßwände positiv verändern.

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Die wichtigsten Fakten über den Buchweizen

Auch wenn der Name Buchweizen dies nahe legt, ist er nicht mit dem Weizen, sondern vielmehr mit dem Sauerampfer und dem Rhabarber verwandt. Während das Korn seit Jahrtausenden als Nahrungsmittel geschätzt ist, sind die positiven Wirkungen der Pflanze als Heilkraut nur wenigen bekannt.

Die positive Wirkung des im Buchweizen enthaltenen Rutins auf die Durchblutung und bei Krampfadern wurde auch erst in den 1970er Jahren entdeckt. Um Buchweizen als Heilpflanze bekannter zu machen, wurde sie 1999 zur Arzneipflanze des Jahres ernannt.

Wissenschaftlicher Name

In der Wissenschaft ist der Echte Buchweizen unter dem Namen Fagopyrum esculentum bekannt.

Volkstümliche Namen

Da der Echte Buchweizen früher oft als erste Nutzpflanze in Mooren und wenig nährstoffreichen Standorten angebaut wurde, ist er in manchen Gegenden auch als Heiden, Heidensterz oder Heidenkorn bekannt. Im Volksmund kennt man die Pflanze aber auch unter folgenden Namen:

Gattung / Pflanzenfamilie

Der Echte Buchweizen ist eine Pflanzenart aus der Familie der Knöterichgewächse (Polygonaceae) und gehört zur Gattung Buchweizen (Fagopyrum).

Heilwirkung des Buchweizens

Die gesunde Nutz- und Heilpflanze wirkt:

Inhaltsstoffe

Das Kraut des Buchweizens enthält:

Geschälte Buchweizensamen enthalten pro 100g:

Da sie kein Gluten enthalten, sind Nahrungsmittel aus Buchweizenkörnern ideal für Menschen mit Glutenunverträglichkeit.

Anwendung des Buchweizens

Die eiweiß- und stärkereichen Körner des Echten Buchweizens werden gern für Breie, Suppen, Nudeln oder Fladen sowie als Graupen, Grieß oder Mehl verwendet. Dabei ist das glutenfreie Mehl auch für Menschen mit Glutenunverträglichkeit ideal, kann aber allein nicht zum Backen verwendet werden, da ihm der 'Kleber' (Gluten) fehlt.

Die Fruchtschale enthält Fagopyrin, das ähnlich wie das Hypericin im Johanniskraut die Lichtempfindlichkeit der Haut steigert und nicht mitgegessen werden sollte. Bei geschältem Buchweizen ist dieser Stoff nicht vorhanden.

In den Blüten und den grünen Pflanzenteilen sind Rutoside enthalten. Sie finden bei Venenleiden medizinische Verwendung und sind auch in Fertigpräparaten zu finden.

Innerliche Anwendung

Tee

Für einen venenstärkenden Tee gießt man einen Esslöffel Buchweizenkraut mit 250 ml kochendem Wasser auf und lässt ihn 15 Minuten ziehen. Der abgeseihte Tee kann für eine vier bis achtwöchige Kur verwendet werden.

Dabei trinkt man täglich zwei bis drei Tassen und stärkt so die Venen sowie die Kapillargefäße, fördert die Durchblutung und beugt Krampfadern vor. Nach zwei Wochen sollten sich erste positive Effekte zeigen. In der Volksheilkunde wurde der Tee auch als sanftes Schlafmittel genutzt.

Homöopathie

Das frische Kraut wird in der Homöopathie in den Stärken D4 - D6 genutzt und bei Haut- und Leberkrankheiten eingesetzt.

Bei folgenden Leiden hilft der Buchweizen

innerliche Anwendung
Venenschwäche
Krampfadern
Durchblutungsstörungen
Arterioskleroseprophylaxe
Kapillarbrüchigkeit
Ödeme
Radikalenfänger
Zellschutz
Zöllakie
Schlafproblemen
Schwäche
Haut- und Leberkrankheiten

Vorkommen und Sammelzeit des Buchweizens

Der Echte Buchweizen war ursprünglich in Zentral- und Ostasien beheimatet, wird aber seit sehr langer Zeit in vielen Regionen der Nordhalbkugel als Nutzpflanze angebaut.

Heute kommt er in Mitteleuropa manchmal auch verwildert an Wegen und Waldrändern oder in Schutt- und Unkrautfluren vor. Dabei bevorzugt er lockere, sandige, basenarme und mäßig saure Böden und liebt Wärme.

Sammelzeit

Das Kraut des Buchweizens wird von Juni bis August gesammelt, während die Samen nach der Reife von September bis November geerntet werden.

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