Heilpflanze Cayennepfeffer

Der Cayennepfeffer, welcher ursprünglich aus Südamerika stammt, besteht genau genommen aus gemahlenen Chilischoten.

Die hierzulande oft als Zier- oder auch Nutzpflanze verkaufte 'Capsicum' ist die Pflanze, an welcher die peperoniartigen Früchte wachsen.

Um 1500 kam die Heilpflanze zu uns nach Europa. Mittlerweile wird sie weltweit zu medizinischen Zwecken angebaut.

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Die wichtigsten Fakten über den Cayennepfeffer

Die wilde Form der Pflanze wird 1-3 cm lang, gezüchtete Sorten zum Teil bis zu 7 cm. Die Blätter sind oval bis lanzettenähnlich und die Blüten zumeist weiß. Die Früchte an sich sind spitz zulaufend und glänzend, manchmal auch leicht abgerundet, sehen also aus wie eine etwas dickere Peperoni. Am Anfang sind die Früchte grün, wenn sie reif sind, orange bis rot.

Wissenschaftlicher Name

Der wissenschaftliche Name des Cayennepfeffers lautet Capsicum frutescens.

Volkstümliche Namen

Im Volksmund hat sie keine anderen besonderen Namen, sie wird allerdings oft auch als Chili oder Chilipulver bezeichnet, oder auch als Cayenne-Chili.

Gattung/Pflanzenfamilie

Der Cayennepfeffer ist mit der Gewürzpaprika verwandt. Sie zählen zu den Nachtschattengewächsen.  Die Heilpflanze ist allerdings um einiges kleiner als die Gewürzpaprika.

Heilwirkung

Der Cayennepfeffer wirkt  - äußerlich auf die Haut aufgetragen - folgendermaßen:

Inhaltsstoffe des Cayennepfeffers

Der Cayennpfeffer enthält unter anderem folgende Inhaltsstoffe, die ihn als Heilpflanze bedeutend machen:

Kulinarische Verwendung des Cayennepfeffers

Die Chilis werden oft getrocknet. In der industriellen Verarbeitung werden sie dann später zu Pulver verarbeitet, welcher als Cayennepfeffer vertrieben wird.

Man kann sie aber auch getrocknet kaufen und sie so als Würze für Gerichte wie Chili con Carne, Dips, Salate und vielem mehr verwenden.

Baut man Chilis selbst an, so kann man sie sogar frisch einfrieren und hat so immer die gewisse Schärfe zu Hand, wenn man sie braucht.

Am Besten ist es, wenn man sie frisch isst.

  • Einfach so reinbeißen ist hierbei allerdings nicht zu empfehlen, da die Heilpflanze Cayennepfeffer je nach Sorte extrem scharf sein kann, vor allem die Kerne.

Anwendung des Cayennepfeffers

Äußerliche Anwendung

Mittlerweile gibt es einige Salben oder Wärmepflaster mit der Heilpflanze zu kaufen, wie man aktuell in der Fernsehwerbung sehen kann. Daher ist der Cayennepfeffer arzneilich zur Behandlung von Muskel- und Gelenkschmerzen anerkannt. Wendet man ihn an, so entsteht ein leichter Schmerz- und Wärmereiz auf der Haut, sodass der eigentliche Schmerz oder Juckreiz vergessen wird und so eine Linderung hervorgerufen wird. Die Heilpflanze sorgt für eine bessere Durchblutung der jeweiligen Stellen.

Zudem ist der Cayennepfeffer in der Lage, Entzündungsreaktionen an den Nerven zu unterdrücken, was vor allem bei diabetischen Nervenerkrankungen oder bei einer Herpes-Infektion sehr hilfreich ist. Die entzündungsauslösenden Stoffe werden eingespeichert und nicht so schnell wieder abgegeben.

Auch bei einer Gürtelrose hilft die Heilpflanze. Da dies eine Nervenkrankheit ist, passiert dort ähnliches wie bei den oben beschriebenen Entzündungen der Nerven. Die Gürtelrose ist oft als extreme Hautreaktion zu sehen und bereitet oft große Schmerzen, doch auch dies lindert der Cayennepfeffer, wenn man ihn auf die betroffenen Hautstellen aufträgt.

Bei folgenden Leiden und Erkrankungen hilft der Cayennepfeffer:

Äußerliche Anwendung
schmerzhafte Muskelverspannungen im Schulter-Arm-Bereich und in der Wirbelsäule
Gelenkschmerzen wie Arthrose, Gicht oder Rheuma
Schuppenflechte
Juckreiz
Schädigungen an Nerven aufgrund einer diabetischen Nervenerkrankung oder einer Herpes-Infektion
Nervenschmerzen in Folge einer Gürtelrose

Vorkommen und Sammelzeit

Ursprünglich kommt der Cayennepfeffer aus Südamerika. Um 1500 wurde er dann nach Europa gebracht. Mittlerweile wächst die Heilpflanze überall, in nahezu jedem tropischen Gebiet. Sie wird weltweit gezüchtet und angebaut, um sie als Gewürz oder für medizinische Zwecke nutzen zu können.

Anbau, Ernte und Sammelzeit

Man kann Cayennepfeffer am besten selbst anbauen. Hierfür kauft man sich entsprechende Samen, welche man im besten Fall schon im Januar in Aufzuchterde sät. Es ist zu beachten, dass die jungen Pflanzen weder die pralle Sonne noch eine Überwässerung mögen.

Die Reifezeit des Cayennepfeffers dauert lange, daher die frühe Aussat. Meist kann man Ende August beginnen, die Heilpflanze zu ernten. Natürlich sind nicht alle Früchte zur gleichen Zeit reif, so kann man teilweise bis November ernten. Wird früh mit der Ernte angefangen, bilden sich oft sogar nochmal neue Blüten und Früchte.

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