Chili

Der Chili ist vor allen in wärmeren Gegenden ein geschätztes Gewürz, das viele positive Effekte auf die Gesundheit zeigt.

So tötet der Scharfmacher nicht nur Krankheitserreger ab, sondern fördert auch äußerlich verwendet die Durchblutung und lindert so Muskel- und andere Schmerzen.

Die aus Südamerika stammende Heilpflanze wird seit sehr langer Zeit kultiviert und ist heute in unzähligen Sorten erhältlich.

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Die wichtigsten Fakten über den Chili

Botanisch gesehen gehören Paprikas, Peperoni und Chilis der gleichen Art an. Paprikas wurden lediglich groß gezüchtet, um weniger scharf zu sein. Vermehrt man Paprikas selbst, wird man nach einigen Generationen sehr scharfe Paprikas antreffen.

Andererseits gibt es auch bei den Chilis unterschiedliche Schärfegrade, Formen und Größen. Bereits um 7000 v. Chr. konnte der Chili als Nutzpflanze nachgewiesen werden.

Die ersten Zuchtformen entstanden durch Selektion und werden auf die Periode zwischen 5200 und 3400 v. Chr. geschätzt.

Wissenschaftlicher Name

In der Wissenschaft ist der in Europa erhältliche Chili unter dem Namen Capsicum annuum bekannt. Es gibt aber auch noch weitere Sorten wie C. frutescens und C. chinense, die alle zur Gattung der Paprika gehören.

Volkstümliche Namen

Der Chili wird manchmal auch anders geschrieben. So finden sich Chilli, Chillie, Chilie oder Chile. Da Kolumbus, als er die neuen Schoten in Südamerika entdeckte, sie nach dem schwarzen Pfeffer 'Pimienta' benannte, sind die Schoten bis heute auch als Spanischer Pfeffer bekannt. Daneben sind auch folgende Bezeichnungen möglich:

Gattung / Pflanzenfamilie

Der Chili ist eine Pflanzenart aus der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae) und gehört zur Gattung der Paprika (Capsicum).

Heilwirkung des Chilis

Besonders in warmen Ländern wird der Chili aufgrund seiner Wirkungen geschätzt und vielen Gerichten hinzugefügt. Die scharfe Heilpflanze wirkt:

Inhaltsstoffe

Die unterschiedlich gestalteten Chilis enthalten unter anderem:

Je nach Sorte enthalten Chilis einen unterschiedlichen Gehalt an Capsaicin. Während die Sorten Cayenne oder Thai-Chili einen Capsaicingehalt von circa 0,3 % vorweisen, besitzen die sehr scharfen Sorten wie Tepin oder Habanero sogar bis zu 3 %.

Die schärfsten Chilischoten können sogar über 10 % erreichen. Besonders scharf sind die Samen und die Teile der Schote, die der Plazenta - also dem Stielende der Schote - am nächsten sind. Die Spitzen sind bei scharfen Sorten meist deutlich weniger pikant.

Anwendung des Chilis

Äußerliche Anwendung

Salben und Cremes

Aus Chili-Tinkturen und -Ölen kann man Salben oder Cremes herstellen, die durchblutungsfördernd und hautreizend wirken. Je nach Schärfegrad können sie so die eingeriebene Hautpartie gut durchbluten oder auch stark brennend reizen.

Mithilfe dieser gesteigerten Durchblutung sollen schmerzhafte Zustände des Bewegungsapparates gemildert werden.

So verschwindet Muskelkater, lösen sich Verspannungen und rheumatische Schmerzen sowie neuralgische Schmerzen, die auf Verkrampfungen zurückgehen, können gemildert werden.

Innerliche Anwendung

In der Küche

Chili wird vorwiegend in der Küche als Gewürz verwendet. Je nach Geschmack kann man mit den frischen oder getrockneten Schoten würzen. Man kann aber auch Chili-Öle verwenden, um Gerichte zu verfeinern und von den gesundheitlichen Wirkungen des Chilis zu profitieren.

Besonders in warmen Ländern wird gern scharf gegessen, um so mögliche Krankheitserreger, die sich in wärmeren Gegenden besser vermehren können, abzutöten. Zusätzlich wird die Schärfe die Schweißbildung angeregt und so der Körper gekühlt.

Eine ausreichende Flüssigkeits- und Mineralstoffaufnahme ist aufgrund des Wasserverlustes notwendig. Neben der Anregung des Stoffwechsels und Durchblutung wird scharfem Essen auch eine gewisse erotisierende Wirkung zugesprochen.

Chili-Tinktur

Stärker als die Chili-Öle wirken Tinkturen, da sich der Schärfestoff Capsaicin besonders gut in Alkohol löst. Die Tinktur kann tropfenweise eingenommen werden, um die Verdauung und den Stoffwechsel anzuregen. Da sie aber auch den Magen reizen kann, sollte sie mit Vorsicht genossen werden.

Bei folgenden Leiden hilft der Chili

äußerliche Anwendunginnerliche Anwendung
VerkrampfungenVerdauungs- und Magenschwäche
Muskelkater oder MuskelschmerzenBlähungen
Rücken-, Nacken- oder GelenkschmerzenAppetitlosigkeit
VerspannungenHämorrhoiden
Zerrungen
Rheuma
Hexenschuss
Ischias

Vorkommen und Sammelzeit des Chilis

Der Chili stammt ursprünglich aus Südamerika und breitete sich von dort durch Vögel bis nach Mittelamerika aus. Schon früh begannen Bauern, die verschiedenen Arten zu kultivieren und Sorten zu züchten.

Heute werden die zahlreichen Sorten und Arten weltweit angebaut. Dabei wachsen sie auch in Töpfen wunderbar.

Besonders scharf werden sie aber nur bei ausreichendem Sonnenschein und einem entsprechendem Klima.

Sammelzeit

Die scharfen Schoten der Würz- und Heilpflanze können von August bis Oktober geerntet werden.

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