Chlorella

Winzig klein und saftig grün schwebt Chlorella im Süß- oder Brackwasser in Gewässern. Heute wird die Alge aber auch immer mehr in speziellen Systemen angebaut, per Sprühverfahren getrocknet und als Nahrungsergänzungsmittel sowie in der Kosmetikindustrie genutzt.

Dabei bietet sie nicht nur wertvolle Inhaltsstoffe wie Proteine und ungesättigte Fettsäuren, sondern wirkt auch bei der Ausleitung von Schwermetallen.

Zudem soll die kleine Grünalge das Immunsystem stärken, Stress mildern und beim Kampf gegen Krebs helfen.

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Die wichtigsten Fakten über die Grünalge Chlorella

Chlorella vulgaris wird in der wissenschaftlichen Forschung seit Langem verwendet und diente als Modellorganismus zum Beispiel zur Entschlüsselung des Mechanismus der Photosynthese.

Seit den 1950er Jahren begann man aber auch die Mikroalgen gezielt zu kultivieren, um damit die wachsenden Ernährungsprobleme zu bewältigen.

So sollte die Grünalge mit ihrem hohen Anteil an Proteinen und den hohen Erträgen einen wichtigen Beitrag zur Proteinversorgung leisten.

Heute wird Chlorella vulgaris zum Beispiel in Klötze in der Altmark in großen Mengen kultiviert und als Nahrungsergänzungsmittel sowie als Larvenfutter in der Aquakultur genutzt, aber auch als Rohstoff für die Kosmetikindustrie verwendet.

Wissenschaftlicher Name

Als Chlorella sind verschiedene Arten wie Chlorella vulgaris bekannt. Früher wurden verschiedene Arten auch unter dem Namen Chlorella pyrenoidosa zusammengefasst. 1992 zeigten Wissenschaftler allerdings, dass es eine solche 'Art' nicht gibt.

Volkstümliche Namen

Für die weltweit verbreitete Grünalge bzw. Mikroalge sind im Volksmund keine weiteren Namen bekannt.

Gattung / Pflanzenfamilie

Die 24 verschiedenen Chlorella-Arten gehören innerhalb der Familie der Chlorellaceae zur Gattung der Chlorella.

Heilwirkung der Chlorella

Die Heilpflanze wirkt vor allem:

Inhaltsstoffe

Die Grünalge enthält folgende Wirkstoffe:

Anwendung der Chlorella

Äußerliche Anwendung

Kosmetik

In der Kosmetikprodukten werden Extrakte aus Chlorella verwendet, um die für das Bindegewebe wichtige Kollagenbildung anzuregen. Zudem soll sie die Bildung von neuen Äderchen, die unter den Augen als dunkle Schatten erscheinen, verhindern.

Interessant ist die Alge vor allem wegen ihren essentiellen Wirkstoffe, die die Haut vor dem Austrocknen schützen sollen, und dem Gehalt an Vitamin E. Die Alge wird unter anderem in Augenmasken, Reinigungsmilch, Cremes und Lippenstiften verwendet.

Innerliche Anwendung

Schwermetallausleitung

Der Heilpflanze wird nachgesagt, dass sie Schadstoffe im Darm binden kann und Schwermetalle wie Cadmium ausleitet. In der Alternativmedizin wird die Heilpflanze daher oft als Mittel zur Schwermetallausleitung verwendet. So wird die Mirkoalge während und nach Amalgam-Entfernungen genutzt.

Nahrungsergänzungsmittel

Chlorella wird in der Regel per Sprühverfahren getrocknet und anschließend in Tablettenform verkauft. So dient sie als wichtige Quelle für Proteine und Chlorophyll.

Die Algen sind auch eine gute Quelle für bestimmte mehrfach ungesättigte Fettsäuren wie die alpha-Linolensäure sowie Carotinoide wie Lutein. Die Grünalge aus Süß- oder Brackwasser enthält dabei im Gegensatz zu Meeresalgen kein Jod und kann deshalb nicht zu einer Überversorgung mit diesem Stoff führen.

Neben der Ausleitung von Schwermetallen soll die Mikroalge dem Körper im Kampf gegen Krebs helfen, Stress mildern und das Immunsystem stärken.

Bei folgenden Leiden hilft die Chlorella

Innerliche Anwendungen
Schwermetallausleitung (z.B. während und nach Amalgamentfernungen)
Immunsystemschwäche
Stress
Proteinmangel

Vorkommen und Sammelzeit der Chlorella

Chlorella ist eine einzellige Grünalge, die mit einem Durchmesser von ca. 4-10 μm so groß wie ein Blutkörperchen ist und weltweit vorkommt.

Dabei wachsen die Mikroalgen, die sich ausschließlich vegetativ vermehren, in stehenden und fließenden Gewässern mit Süß- oder Brackwasser. Man kann sie aber auch an festen Oberflächen finden.

Heute wird die Grünalge im großen Umfang in offenen oder geschlossenen Systemen gezüchtet.

So erfolgt die Aufzucht in der deutschen Anlage in Klötze in einem 500 Kilometer langen Glasröhrensystem.

Fischbesitzer züchten die Algen aber auch oft zu Hause in kleineren Systemen mit ausreichender Lichtversorgung.

Sammelzeit

Die gesamte Alge wird ständig geerntet und meist durch Sprühverfahren getrocknet.

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