Cranberries

Aus den Mooren Nordostamerikas stammen die Cranberries, die auf deutsch auch Großfrüchtige Moosbeere genannt wird.

Wie der Name schon zeigt, besitzen sie besonders große Früchte, die sich von den europäischen Preiselbeeren zudem auch durch einen sehr sauren Geschmack unterscheiden.

In der Küche findet die Moosbeere genauso Verwendung wie in der Heilkunde. Während sie gekocht, getrocknet oder als Saft ein gesunder Genuss ist, wirkt sie als Heilpflanze auch bei verschiedenen Beschwerden.

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Die wichtigsten Fakten über die Cranberries

Die Cranberries sind ein Verwandter der europäischen Heidel- und Preiselbeeren, zeichnen sich aber durch eine deutlich größere Form und einen sehr sauren Geschmack aus.

In den Mooren Nordamerikas heimisch entdeckten die Siedler schnell die gesunde Frucht und schätzten sie nicht nur in der Küche, sondern auch als Heilpflanze. Besonders bei Harnwegsinfektionen ist sie heute sehr beliebt.

Wissenschaftlicher Name

In der Wissenschaft werden die Cranberries unter dem Namen Vaccinium macrocarpon geführt.

Volkstümliche Namen

Cranberries sind vor allem unter ihrem englischen Namen bekannt. Auf deutsch heißen sie eigentlich Großfrüchtige Moosbeere. Sie sind aber auch unter dem Namen Kraanbeere oder Kranbeere bekannt.

Kraan leitet sich dabei von Kranich ab und auch im Englischen geht der Name auf diesen Vogel (englisch: crane) zurück, da die Staubfäden der Blüten wie ein Kranichschnabel wirken. Oft findet man die Cranberries in Deutschland unter dem irreführenden Namen 'Kulturpreiselbeere'. Sie unterscheidet sich geschmacklich aber deutlich von den Preiselbeeren.

Gattung / Pflanzenfamilie

Die Cranberries gehört zur Gattung der Heidelbeeren (Vaccinium) und zur Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae). Insgesamt sind mehr als 120 Sorten der Nahrung- und Heilpflanze zu finden.

Heilwirkung der Cranberries

Die Cranberries werden hauptsächlich bei Problemen des Harnwegsystems eingesetzt und wirken als Heilpflanze:

Inhaltsstoffe

Die Cranberries enthalten unter anderem folgende Wirkstoffe:

Anwendung der Cranberries

Die Großfrüchtige Moosbeere ist eine traditionelle Heilpflanze bei Harnwegsinfektionen. Durch die harntreibende Wirkung und andere nicht genau erforschte Wirkungen senken die frischen oder getrockneten Früchte und der aus ihnen gewonnene Saft die Bakterienzahl im Urin.

Innerliche Anwendung

In der Küche

Frische Cranberries sind sehr sauer und etwas bitter, sodass die meisten Menschen sie als ungenießbar bezeichnen. Verarbeitet sind sie jedoch ein echter Genuss, der beim amerikanischen Thanksgiving-Fest auf keinen Fall fehlen darf.

Dazu werden sie gern als Soße gekocht und zu Fleischgerichten, gebackenem Käse oder auch zu Quarkspeisen, Kuchen und weiteren Süßspeisen gereicht.

Zwar geht der Vitamin-C-Gehalt beim Kochen deutlich nach unten, aber die anderen gesundheitsfördernden Wirkungen der Heilpflanze bleiben erhalten. Die Moosbeeren sind aber auch getrocknet ein echter Genuss.

Dabei verlieren sie ihre Säure und schmecken süßlich herb. Ähnlich wie Rosinen kann man sie pur naschen, in Müslis oder zum Backen verwenden.

Saft

Beliebt ist die Moosbeere auch in Form von Saft.

Dabei werden meist verdünnte Säfte gereicht, da der Saft ansonsten zu dick wäre.

Bei folgenden Leiden helfen die Cranberries

innerliche Anwendung
Blasenentzündung
Blasenkrampf
Nierenbeckenentzündung
Magengeschwüre
Zwölffingerdarmgeschwüre
Appetitlosigkeit
Bettnässen
Durchfall
Fieber
Vitamin-C-Mangel
Frühjahrsmüdigkeit
Gicht
Rheuma
Arteriosklerose
Mundschleimhautentzündung
Anti Aging
Angina pectoris

Vorkommen und Sammelzeit der Cranberries

Das natürliche Verbreitungsgebiet der Cranberries liegt in den Hochmooren im östlichen Nordamerika und erstreckt sich von Kanada bis hin zu den US-Bundesstaaten Tennessee, North Carolina und Virginia.

Die Moosbeere kann man auch in Europa anbauen. Dabei bevorzugt sie einen leichten, sauren Boden und kommt mit sehr wenig Nährstoffen aus. So wurde die Nahrungs- und Heilpflanze in verschiedenen Mooren Deutschlands eingebürgert.

Sammelzeit

Die großen Beeren können im August bis Oktober gesammelt werden. Bei der industriellen Ernte flutet man in der Regel die Felder, trennt die Früchte mit einem Strudelsog vom Busch ab und sammelt anschließend die oben auf dem Wasser schwimmenden Früchte ein.

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