Drachenbaum

Der Drachenbaum ist ein wahrer Lufterfrischer. Als Topfpflanze wird er gerne bei schlechtem Raumklima eingesetzt und sorgt für eine bessere Luft im Zimmer. Der kleine Drachenbaum, wie man ihn im Bau- und Fachmarkt erhält, gleicht seinen wilden Verwandten nur bedingt.

Die großen kanarischen Drachenbäume können bis zu 20 Meter hoch werden. Anfangs gleichen sie Palmenarten wie der Yucca, während ein ausgewachsener Drachenbaum mit seinen buschigen Zweigen etwas Majestätisches an sich hat.

Naturheilkundler schätzen ihn vor allem für das in ihm enthaltene Harz. Das 'Drachenblut', wie es auch genannt wird, hat zahlreiche, heilende Eigenschaften.

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Wissenschaftlicher Name

Der Drachenbaum ist überraschenderweise ein Mitglied der Spargelgewächse. Hinsichtlich der Gattung gehört die Heilpflanze zu den Drachenbäumen (Dracaena). Sein wissenschaftlicher Name ist Dracaena draco.

Heilwirkung des Drachenbaums

Das Harz des Drachenbaums sieht auf den ersten Blick tatsächlich wie Blut aus. Dieses Drachenblut hilft bei kleinen und großen Wehwehchen.

Inhaltsstoffe

Im Drachenblut wirken Inhaltsstoffe in folgender Zusammensetzung:

Äußerliche Anwendung

Zur Wirkung gehört eine beschleunigte Wundheilung. Darüber hinaus stillt das Drachenblut leichte Blutungen und schützt mit seinem Schutzfilm vor Infektionen. Bei Infektionen im Intimbereich findet es als Sitzbad oder Spülung Verwendung.

Als Räucherwerk oder auch zur Behandlung von Verletzungen bei Pferden gewinnt Drachenblut zunehmend an Bedeutung.

Innere Anwendung

Das Drachenblut wirkt nicht nur entzündungshemmend, sondern auch antitumoral. Damit kann es selbst Krebstpatienten Linderung verschaffen. Außerdem ist es verdauungsfördernd. Drachenblut hilft bei folgenden Beschwerden und Krankheiten:

Bei Aufnahme großer Pflanzenmengen sind alle Bestandteile der Drachenbaum Arten Dracaena fragrans und Dracaena marginata giftig. Haustiere reagieren bereits bei kleineren Mengen mit Bauchschmerzen und Durchfall. Von einer Einnahme der Pflanzenteile ohne naturheilkundliche Fachauskunft ist daher dringend abzuraten.

Vorkommen

Der Drachenbaum ist auf den Kanarischen Inseln, sowie den Kapverden, Nordafrika und Madeira anzutreffen. Wild wachsend ist die Heilpflanze allerdings schwer zugänglich. Da er auf der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN als gefährdet eingestuft ist, sollte man davon absehen, wilde Pflanzen einzusammeln. Meist wird die Heilpflanze auch in Gärten angepflanzt.

Verwendete Pflanzenteile

Aufgrund ihrer Heilwirkung interessant ist vor allem das Harz des Baumes. Es kann allerdings nur schwer gewonnen werden und sollte daher lieber in der Apotheke oder online gekauft werden. Dort ist es in Pulverform oder als blutfarbene Flüssigkeit erhältlich.

Standort

Speziell der einfarbig grüne Kanarische Drachenbaum braucht nur wenig Licht. Damit ist er hinsichtlich seines Standortes eine sehr dankbare Zimmerpflanze, wenn man beachtet, dass er keine direkte Sonneneinstrahlung verträgt.

Auch in Wintergärten oder auf Terrassen sollte sein Bedürfnis nach ausreichend Schatten nicht unterschätzt werden.

Boden

Hinsichtlich des Substrats stellt die Heilpflanze keine sehr hohen Ansprüche. Etwas Blumenerde auf Kompostbasis reicht völlig aus, um sie gesund zu erhalten.

Sorten

Rund vierzig verschiedene Sorten des Drachenbaums gibt es. Der bekannteste Vertreter darunter ist der Kanarische Drachenbaum, der riesige Ausmaße erreichen kann und als Wildpflanze nur noch selten vorkommt. Aufgrund seiner raumerfrischenden Wirkung werden kleinwüchsigere Sorten gerne als grüne Topfpflanzen in Innenräumen genutzt.

Anbau im Topf

An lichtarmen Standorten bildet der Drachenbaum gerne kahle Triebe. Diese langen Triebe können gekappt werden. Anschließend können Schnittstellen mit Baumwachs abgedichtet werden. Ins Wasser gestellt bilden die Triebe innerhalb weniger Wochen neue Wurzeln und können bald in kleine Töpfe gesetzt werden.

Nach der Anzucht

Zum Umtopfen schüttelt man die alte Erde aus den Wurzeln. Dann schneidet man abgestorbene, tote Wurzeln ab. Bei Bedarf kann man auch lebende Wurzeln etwas stutzen. Direkt nach dem Umtopfen sollten die Pflanzen einige Wochen lang vor direktem Sonnenlicht geschützt sein. Danach sollte sich der Drachenbaum gut erholt haben und kräftig weiter wachsen.

Pflege

Hinsichtlich der Bewässerung ist die Heilpflanze recht genügsam. Lediglich in der Wachstumszeit (März-August) sollte er reichlich gegossen und gedüngt werden, um kräftigen Austrieb zu fördern. Wie bei allen Topfpflanzen sollte Staunässe unbedingt vermieden werden.

Im Winter pflegt man den Baum, indem ihn einmal wöchentlich mit Regenwasser einsprüht, um der trockenen Heizungsluft entgegen zu wirken. Dabei lassen sich auch Staub und Ablagerungen ganz einfach abspülen. So vermeidet man braune, verwelkte Blattspitzen. Von Frühjahr bis Herbst düngt man die Pflanze am besten alle zwei Wochen mit flüssigem Volldünger.

Idealerweise sollte er eine mittlere Konzentration haben. Wird der Baum zu groß, kann man die Triebspitzen möglichst bald im Frühjahr kräftig stutzen. Diese Triebspitzen eignen sich hervorragend zum Heranzüchten neuer Drachenbäume.

Schädlinge

Trocknet das Substrat aus, treten mitunter Spinnmilben, Schildläuse und Thripsen auf den Plan. Das kann auch im Winter passieren, wenn der Drachenbaum unter der trockenen Heizungsluft leidet. Regelmäßiges Einsprühen hilft gegen Trockenheit.

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