Heilpflanze Eukalyptus

Der Eukalyptus gehört zu einer artenreichen Gattung und ist eine berühmte Heilpflanze aus dem fernen Australien.

Dort schätzen nicht nur die Koalabären die Blätter, sondern auch die Menschen nutzen sie und das aus ihnen gewonnene ätherische Öl bei verschiedenen Beschwerden wie Erkältungen, aber auch Hautproblemen und Rheuma. Wegen ihres schnellen Wachstums findet man Eukalyptusbäume heute in vielen warmen Ländern.

Vitaminbedarf ermitteln

pfeil
herz

Eine berühmte Heilpflanze: der Eukalyptus

Seinen botanischen Gattungsnamen verdankt der Eucalyptus dem haubenartig geschlossenen Blütenkelch, welcher als Knospe die Staub- und Fruchtblätter verbirgt. So setzt sich der Name aus den altgriechischen Wörtern 'eu' (schön, gut) und 'kalyptos' (versteckt) zusammen.

Wissenschaftlicher Name

In der Wissenschaft sind die über 600 Eukalyptusarten unter dem Namen Eucalyptus bekannt. Während der 'Eucalyptus globulus' hauptsächlich als Heilpflanze für Erwachsene eingesetzt wird, ist die Art 'Eucalyptus citriodora' dank ihres frischen, zitronigen Aromas bei der Behandlung von Kindern beliebt.

Volkstümliche Namen

Im Volksmund ist der Baum aufgrund seiner Eigenschaften auch unter folgenden Namen bekannt:

Gattung / Pflanzenfamilie

Der Eukalyptus gehört zur artenreichen Gattung der Eukalypten (Eucalyptus) sowie zur Familie der Myrtengewächse (Myrtaceae).

Die Heilwirkung des Eukalyptus

Auch wenn der Eukalyptus vorwiegend als Heilpflanze bei Erkältungen bekannt ist, besitzt er zahlreiche weitere Heilwirkungen:

Inhaltsstoffe

Die Wirkstoffe der Heilpflanze sind je nach Art unterschiedlich. Folgende Stoffe sind im Eukalyptus enthalten:

  • Ätherisches Öl wie Cineol, Pinen, Cymen, Limonen
  • Geraniol
  • Bitterstoffe
  • Gerbstoffe
  • Euglobale
  • Triterpene
  • Flavonoide
  • Harze
  • Proanthocyanidine
  • Phenolcarbonsäuren

Während der Blaue Eukalyptus (Eucalyptus globulus) zwischen 60 und 85 Prozent Cineol sowie 25 Prozent Monoterpene besitzt, enthält der Zitroneneukalyptus (Corymbia citriodora) 70 Prozent Aldehyde und 25 Prozent Monoterpene und der Pfefferminz-Eukalyptus (Eucalyptus radiata) dagegen 80 Prozent Oxide und 10 Prozent Monoterpene.

Anwendung des Eukalyptus

Eukalyptus ist eine sehr beliebte Heilpflanze, die vor allem bei Husten und Erkältungskrankheiten geschätzt wird. Sie hilft aber auch bei einer ganzen Reihe anderer Krankheiten.

Äußerliche Anwendung

Waschungen, Umschläge und Bäder

Mit einem Eukalyptustee kann man Waschungen, Umschläge oder Bäder machen. Dabei nutzt man die entzündungshemmenden, desinfizierenden, antibakteriellen und regenerierenden Eigenschaften der Eukalyptusblätter.

Schlecht heilende Wunden, Akne, Geschwüre, Gelenkschmerzen, Gürtelrose sowie ähnliche Beschwerden kann man mit Waschungen oder Umschlägen lindern, während bei großflächigen Hautproblemen sowie Gelenkerkrankungen wie Rheuma Bäder ratsam sind.

Für ein belebendes und anregendes Vollbad braucht man etwa ein bis zwei Liter starken Eukalyptustee, also circa fünf bis sechs Teelöffel Blätter pro Liter.

Inhalation und Dampfbad

Für die Inhalation verwendet man vorzugsweise das ätherische Öl, welches sehr intensiv ist. Bei Erkältungen, Nebenhöhlenentzündungen, Husten oder Bronchitis kann man das ätherische Öl in einem Inhalator oder in einem Dampfbad nutzen.

Für ein einfaches Dampfbad braucht man eine hitzefeste Schüssel, ein großes Handtuch, kochendes Wasser und drei bis fünf Tropfen ätherisches Öl.

Wer Eukalyptusblätter hat, kann auch davon eine kleine Handvoll nutzen. Der Dampf mit den ätherischen Ölen des Eukalyptus befreit Atemwege, lindert Entzündungen und hilft auch bei Hautproblemen.

Ölmischung

Eine Ölmischung aus 10 ml gutem Pflanzenöl und 10 bis 20 Tropfen ätherischem Eukalyptus-Öl kann auf der Haut eingerieben werden und hilft bei Gürtelrose.

Salbe

Zur äußerlichen Anwendung gibt es im Handel auch Salben, die auf Brust und Rücken eingerieben werden oder in Form von milderen Varianten für die Nase geeignet sind. Auch in vielen Rheuma-Salben ist die Heilpflanze enthalten.

Innerliche Anwendung

Tee

Ein Tee aus Eukalyptus wird eher selten angewendet, kann aber auch innerlich genutzt werden. Dazu überbrüht man einen Teelöffel Eukalyptus mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt dies 10 bis 15 Minuten ziehen.

Drei bis fünf Tassen helfen bei akuten Erkältungen und Husten, aber auch bei Halsschmerzen oder Nebenhöhlenentzündungen. Zudem wird er bei Verdauungsschwäche, Blasenentzündungen und Nierenbeckenentzündungen eingesetzt.

Bei Halsschmerzen, Mandelentzündung oder Seitenstrangangina kann man mit dem Tee auch gurgeln.

Bei folgenden Leiden hilft der Eukalyptus

Äußerliche AnwendungInnerliche Anwendung
Erkältungen (Inhalation)Erkältung
Nebenhöhlenentzündungen (Inhalation)Husten
Husten (Inhalation)Halsschmerzen
Bronchitis (Inhalation)Nebenhöhlenentzündung
schlecht heilende WundenMandelentzündung
GeschwüreSeitenstrangangina
AkneVerdauungsschwäche
GürtelroseBlasenentzündung
GelenkschmerzenNierenbeckenentzündung
Gelenkerkrankungen wie RheumaDiabetes
großflächige Hautprobleme

Vorkommen und Sammelzeit des Eukalyptus

Der Eukalyptus stammt ursprünglich aus Tasmanien und gilt als bekannteste Heilpflanze Australiens. Heute ist der schnell wachsende Baum in vielen warmen, subtropischen Ländern verbreitet und wird wegen seiner Schnellwüchsigkeit sowie der guten Holzqualität oft gezielt angepflanzt.

Sammelzeit

Die Blätter des Eukalyptus werden vom Sommer bis Herbst gesammelt.

Diesen Artikel teilen: facebook-30x32 twitter-30x32 google-plus-30x32

Auch interessant