Gänseblümchen

Auf vielen Wiesen überzieht das Gänseblümchen das Grün mit einem weißen Schleier. Die kleine Blume ist daher jedem Kind bekannt und wird gern gepflückt. Dabei ist das Blümchen nicht nur eine Zierde, sondern kann auch gegessen und als Heilpflanze verwendet werden.

Die frischen Blüten und die zarten Innenblätter machen sich wunderbar in Salaten, während die geschlossenen Knospen auch als Kapernersatz dienen. Als Heilpflanze hilft sie gegen Erkältungen und eine ganze Reihe weiterer Erkrankungen.

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Die wichtigsten Fakten übers Gänseblümchen

Das kleine, hübsche Gänseblümchen wird gern zu Kränzen geflochten und diente schon im dritten Jahrtausend vor Christus als Kopfschmuck. Auch der französische König Ludwig IX. ließ der kleinen Pflanze ungewöhnliche Ehre zuteil werden, indem er sie zusammen mit der Lilie in sein Wappen aufnahm.

Im Aberglauben galt das Gänseblümchen als einer der ersten Frühlingsboten und so sollten diejenigen, die die ersten drei Gänseblümchen im Frühjahr essen, im restlichen Jahr von Zahnschmerzen, Augenbeschwerden sowie Fieber verschont bleiben.

Bis heute ist auch das Orakel beliebt, bei dem man die einzelnen Blütenblätter der Blüte abzupft und einen alternierenden Abzählreim, wie 'er liebt mich, er liebt mich nicht, er liebt mich ...' aufsagt.

Wissenschaftlicher Name

Der botanische Name des Gänseblümchens ist Bellis perennis.

Volkstümliche Namen

Der Gänseblümchen ist im Volksmund unter zahlreichen, teilweise nur regional verwendeten Namen bekannt:

Gattung / Pflanzenfamilie

Das Gänseblümchen ist eine Pflanzenart aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae) und gehört zur Gattung der Gänseblümchen (Bellis).

Die Heilwirkung des Gänseblümchens

Die Blätter und Blüten der hübschen Blume wirken:

Inhaltsstoffe

Die Blüten des Gänseblümchens enthalten:

Anwendung des Gänseblümchens

Wegen des Gehalts an Saponinen wird das Gänseblümchen zur Hustenlösung angewendet. Volksheilkundlich finden die Blüten auch bei Hauterkrankungen, schmerzhafter oder ausbleibender Regelblutung, Schwindelanfällen, Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit Verwendung.

Äußerliche Anwendung

Bäder und Waschungen

In Form von Bädern, Waschungen oder Umschlägen findet Gänseblümchentee, frischer Presssaft aus den Blättern oder die verdünnte Tinktur Verwendung bei der Förderung der Wundheilung sowie bei rheumatischen oder verletzungsbedingten Gliederschmerzen. Die Tinktur hilft äußerlich auch gegen Verrenkungen und Quetschungen.

Innerliche Anwendung

Innerlich helfen Gänseblümchentees oder -tinkturen gegen Erkältungen, Frühjahrsmüdigkeit und im Frühling auftretende Erkrankungen, bei Menstruationsbeschwerden sowie bei Beschwerden im Magen-Darm-Bereich.

In der Küche

Die frischen Innenblätter und Blüten des Gänseblümchens können in Salaten gegessen werden. Die geschlossenen Knospen sind auch als Kapernersatz beliebt.

Tee

Für einen Gänseblümchentee nimmt man ein bis zwei Teelöffel Gänseblümchen und übergießt sie mit einer Tasse kochendem Wasser. Nach zehn Minuten wird der Tee abgeseiht und in kleinen Schlucken getrunken. Den Tee kann man ein- bis dreimal täglich trinken.

Tinktur

Für eine Gänseblümchentinktur werden Gänseblümchen mit Doppelkorn oder Weingeist übergossen, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind. Die verschlossene Mischung lässt man zwei bis sechs Wochen ziehen und siebt sie dann ab, bevor man sie in eine dunkle Flasche abfüllt. Ein- bis dreimal täglich nimmt man 10 bis 50 Tropfen von dieser Tinktur. Als Einreibung hilft sie auch gegen Quetschungen und Verrenkungen.

Bei folgenden Leiden hilft das Gänseblümchen

innerliche Anwendungäußerliche Anwendung
HustenHautkrankheiten
FrühjahrsmüdigkeitWundheilung
Erkältungenrheumatische oder verletzungsbedingte Gliederschmerzen
Appetitlosigkeit
Verstopfung
Darmentzündung
Nieren- und Blasensteine
Menstruationsbeschwerden

Vorkommen und Sammelzeit des Gänseblümchens

Dank des Menschen und der Anlegung von Wiesen, Weiden und Parks schaffte es das Gänseblümchen schon früh vom Mittelmeerraum bis nach Nordeuropa. Heute kommt es auch in Nord- und Südamerika sowie in Neuseeland vor und ist auf vielen Wiesen zu finden.

Die kleine weiß-gelbe Blume liebt Weiden, Parkrasen sowie Gärten mit nährstoffreichen Böden. Zudem benötigt sie einen regelmäßigen Schnitt, um nicht von Gräsern und Wildblumen überwuchert zu werden. Tolerant ist sie dagegen gegenüber verdichteten Böden und dient hierfür sogar als Zeigerpflanze.

Sammelzeit

Die zarten Blätter und die Knospen sowie Blütenblätter können den gesamten Sommer von März bis Oktober gesammelt werden.

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