Gelber Enzian

Der Gelbe Enzian besitzt in der Medizin und Naturheilkunde enorme Bedeutung. Seine Wurzeln sind  in Form unterschiedlicher Präparate in Apotheken erhältlich. Der Enzian wirkt aufgrund der enthaltenen Bitterstoffe vor allem auf das Verdauungssystem. Zugleich kräftigt und stärkt er aber auch das Kreislaufsystem.

Die Heilpflanze gilt als eine typische Gebirgspflanze. In den vergangenen Jahren ist er allerdings sehr selten geworden. Deshalb zählt er heute zu den Pflanzen, die unter Naturschutz stehen.

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Wissenswertes über den Gelben Enzian

Beim Gelben Enzian handelt es sich um eine typische Gebirgspflanze, die insbesondere auf den Alpen vorkommt. Vereinzelt findet man ihn aber auch auf den hohen Bergen des Schwarzwaldes.

Auf Kuhweiden ist die Heilpflanze hingegen besonders unbeliebt. Früher wurde der Gelbe Enzian besonders umfangreich für die Medizingewinnung und als Kräuterbitter geerntet. Aufgrund dessen musste er unter Naturschutz gestellt werden.

Wissenschaftlicher Name

In der Wissenschaft, Medizin und Naturheilkunde sowie in anderen Fachkreisen wird der Gelbe Enzian auch als Gentiana lutea bezeichnet.

Volkstümliche Namen

Dank seiner langen Tradition und Beliebtheit als Heilpflanze konnte sich der Enzian auch im Volksmund zahlreiche, noch heute geläufige Namen machen.

  • Anzianwurzel
  • Zinzalwurz
  • Bergfieberwurzel
  • Zergang
  • Bitterwurzel
  • Sauwurz
  • Butterwurz
  • Jäuse
  • Darmwurzen
  • Jänzene
  • Gelbsuchtwurzen
  • Istrianswurzel
  • Halunkenwurz

Gattung / Pflanzenfamilie

Der Gelbe Enzian gehört der gleichnamigen Pflanzenfamilie der Enziane an. Diese werden auch mit dem Begriff Gentiana bezeichnet. Dem übergeordnet steht die Pflanzenfamilie der Enziangewächse, welche man in Fachkreisen als Gentianaceae kennt.

Die Heilwirkung des Gelben Enzians

Der Gelbe Enzian hat nicht ganz so viele Heilwirkungen wie manch andere Heilpflanzen, dafür können die Wirkungen aber ganz unterschiedliche Leiden lindern:

Inhaltsstoffe

Die Inhaltsstoffe der Pflanze sind besonders vielfältig. Nachfolgend werden die wichtigsten Bestandteile aufgezählt:

  • zwei bis drei Prozent Bitterstoffe
  • fünf bis acht Prozent bitter schmeckende Gentiobiose
  • Gerbstoff
  • Zink
  • Gerbsäure
  • Schleim
  • Gentianose
  • Inulin
  • Gentiopikrin

Anwendung des Gelben Enzians

Der Enzian wird in der Regel innerlich eingenommen. Eine äußerliche Anwendung ist nicht bekannt. Das liegt unter anderem daran, dass die Heilpflanze ausschließlich innerliche Leiden und Erkrankungen lindern beziehungsweise heilen kann. Eingenommen wird die Pflanze größtenteils als Tee oder als Tinktur.

Als Tee

Zur Herstellung von Enziantee nimmt man einen halben Teelöffel der getrockneten Wurzeln der Pflanze und übergießt diese mit heißem Wasser. Der Tee sollte fünf bis zehn Minuten ziehen, bevor er getrunken wird. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, den Tee aus einem Kaltauszug herzustellen.

Auch hier wird eine halber Teelöffel der getrockneten Enzianwurzel benötigt. Dieser wird mit kaltem Wasser übergossen. In diesem Fall sollte der Tee mindestens sieben bis acht Stunden ziehen.

Anschließend muss er abgeseiht und auf eine angenehme Trinktemperatur erwärmt werden. Die Tagesdosis für Enziantee sollte zwei bis vier Gramm der getrockneten Wurzel nicht übersteigen.

Als Tinktur

Zur Herstellung einer Enziantinktur muss die kleingeschnittene Wurzel mit Doppelkorn übergossen werden. Das Gemisch sollte in einem verschlossenen und möglichst luftdichten Glas über einen Zeitraum von zwei bis sechs Wochen ziehen.

Im Anschluss muss die Tinktur abgeseiht werden. Es empfiehlt sich, täglich drei Mal zehn bis zwanzig Tropfen vor den Mahlzeiten einzunehmen.

Bei folgenden Leiden hilft der Enzian

Der Enzian kann bei ganz unterschiedlichen Leiden angewandt werden.

  • Der Gelbe Enzian wird ausschließlich bei innerlichen Leiden und nicht bei äußerlichen Leiden (beispielsweise Hautproblemen oder Wunden) eingesetzt wird.
 innerliche Anwendungen
Verstopfung
Appetitlosigkeit
Verdauungsschwäche
Blutarmut
Untergewicht
Fieber
Sodbrennen
Herzbeschwerden
Schwindel
Kalte Füße und Hände
Schnupfen
Krampfadern
Magenbeschwerden
Rheuma
Rekonvaleszenz
Müdigkeit
Ohnmacht
Menstruationsbeschwerden

Der Gelbe Enzian sollte nicht eingenommen werden bei:

Unter Umständen kann es zu Nebenwirkungen in Form von Kopfschmerzen kommen.

Vorkommen und Sammelzeit

Der Gelbe Enzian ist vor allem in den Alpen zu finden. Ferner trifft man ihn in anderen Gebirgen Mittel- und Südeuropas an, so zum Beispiel auch auf den hohen Bergen im Schwarzwald.

Die Heilpflanze bevorzugt sehr kalkreiche Böden, kann aber ebenso auf kristallinem Gestein wachsen. Außerdem wächst er auf Weiden-, Block- und Klarfluren,

Sammelzeit

Gesammelt wird der Enzian in den Monaten März und April sowie August und September.

Allerdings gilt zu beachten, dass die Pflanze unter Naturschutz steht.

Verwendbare Pflanzenteile

In der Regel wird ausschließlich die Wurzel des Enzians verwendet, wobei diese lediglich in getrockneter Form zum Einsatz kommt.

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