Heilpflanze Ginkgo

Der Ginkgo ist ein echtes Kuriosum und wuchs schon in der Urzeit. Aber nicht nur deshalb ist das 'lebende Fossil' so bekannt. Der Baum wird auch als Heilpflanze geschätzt und die Samen erfreuen sich vor allem in Asien großer Beliebtheit.

Für Heilzwecke verwendet man aber hauptsächlich die Blätter, deren Wirkstoffe heute in vielen Fertigpräparaten enthalten sind.

Man kann aber auch ganz traditionell einen Tee aus ihnen bereiten.

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Die wichtigsten Fakten über den Ginkgo

Aufgrund seiner uralten Geschichte und heilsamen Kräfte wurde der Ginkgo zum Jahrtausendwechsel vom deutschen 'Kuratorium Baum des Jahres' zum Mahnmal für Umweltschutz und Frieden sowie zum Baum des Jahrtausends erklärt.

Wissenschaftlicher Name

Der vollständige wissenschaftliche Name ist Ginkgo biloba.

Volkstümliche Namen

Der Ginkgo ist auch unter den falschen Schreibweisen Gingo, Ginko oder Gingko zu finden. Aufgrund seiner charakteristischen Blattform wird er auch Entenfußbaum, Fächerblattbaum oder Fächertanne genannt. Weitere Namen sind:

Gattung / Pflanzenfamilie

Der Ginkgo ist die einzige lebende Art der Ordnung der Ginkgoales. Die gleichnamige Gattung gehört zur Familie der Ginkgogewächse (Ginkgoaceae).

Die Heilwirkung des Ginkgos

Bereits seit Jahrtausenden wird der Ginkgo als Nutz- und Heilpflanze geschätzt. Vor allem bei Demenz und Durchblutungsproblemen helfen die Blätter des 'lebenden Fossils'.

Die Ginkgoblätter wirken:

Heilsame Kräfte entfalten aber auch die Samen, die in Ostasien gerne gegessen werden, sowie die Wurzel.

Die Samen wirken:

Die Wurzeln wirken:

Inhaltsstoffe

Die Blätter des Ginkgos werden pharmazeutisch genutzt und enthalten:

Die Samen enthalten:

Anwendung des Ginkgos

Ginkgo ist eine äußerst beliebte Heilpflanze, die heute in vielerlei Formen in der Apotheke und im Supermarkt angeboten wird. Meist werden Tabletten oder Dragees verkauft, man kann Ginkgoblätter aber auch traditionell als Tee zubereiten.

Samen und Wurzeln können ebenfalls verwendet werden. In der asiatischen Küche finden die Samen geröstet oder gekocht viel Anwendung.

Innerliche Anwendung

Tee

Für einen Ginkgo-Tee nimmt man einen bis zwei Teelöffel Ginkgoblätter und übergießt sie mit einer Tasse kochendem Wasser. Nach zehn Minuten abseihen und in kleinen Schlucken trinken. Den Tee kann man ein bis dreimal täglich trinken.

Tinktur

Eine Tinktur wird aus Ginkgoblättern und Doppelkorn oder Weingeist hergestellt. Die Mischung sollte verschlossen für 2 bis 6 Wochen ziehen und dann abgeseiht und in eine dunkle Flasche abgefüllt werden. 10-50 Tropfen der Tinktur nimmt man ein bis dreimal täglich ein.

Samen

Die von der Hülle befreiten Ginkgosamen können gekocht, geröstet oder als Abkochung eingenommen werden. Sie helfen bei starker, asthmoider Atemnot, Schleimbildung und Husten. Da der Samen geringe Anteile des Vitamin-B6-Antagonisten 4-Methoxypyridoxin enthält, sollte man bei regelmäßiger Anwendung nicht mehr als 6 bis 10 Gramm pro Tag zu sich nehmen.

Abkochung der Wurzel

Eine Abkochung der Wurzeln wird vor dem Essen eingenommen und hilft so bei Blähungen, stärkt den Magen und wirkt bei Menstruationsstörungen.

Bei folgenden Leiden hilft der Ginkgo

SamenInnerliche AnwendungWurzeln
HustenBlätterBlähungen
BlaseninfektionenDemenzMenstruationsbeschwerden
AsthmaDurchblutungsstörungenMagenschwäche
TuberkuloseKonzentrationsstörungen
AlkoholvergiftungenOhrensausen
BlähungenSchwindel
Gonorrhöe
häufiges und schmerzhaftes Wasserlassen

Vorkommen und Sammelzeit des Ginkgos

Der Ginkgo ist ein 'lebendes Fossil', das schon in der Urzeit wuchs. Natürliche Vorkommen gibt es nur noch in den südwestchinesischen Provinzen Chongqing und Guizhou, aber dank seiner essbaren Früchte und heilsamen Kräfte wurde und wird er in ganz Ostasien kultiviert.

Holländische Seefahrer brachten ihn schließlich von Japan nach Europa und seit etwa 1730 wird er auch hier als Zierbaum gepflanzt. Heute ist der Ginkgo eine weltweit geschätzte Pflanze und ist in vielen Parks anzutreffen.

Da er sehr unempfindlich gegenüber Luftschadstoffen ist, eignet sich die Heilpflanze auch sehr gut als Straßenbaum. Resistent zeigt er sich auch gegen Insektenfraß, Pilze, Bakterien und Viren sowie Temperaturen von bis zu 30 °C. Nur sehr nasse oder zu trockene Böden mag er nicht.

Sammelzeit

Die Blätter und Samen der Heilpflanze werden im Oktober gesammelt.

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