Heilpflanze Goldrute

Die Goldrute ist eine seit Jahrhunderten bekannte Heilpflanze. Schon die alten Germanen wussten, dass sie bei Blasen- und Nierenleiden hilft.

Auch als Heilkraut bei Wunden wurde sie damals gern genutzt. Im Mittelalter wurde sie sogar als echtes 'Wundermittel' eingesetzt.

Noch heute wird die Heilpflanze wegen der Heilwirkung gerne verwendet, allerdings eher als Tee.

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Die wichtigsten Fakten über die Goldrute

Die Goldrute blüht im Spätsommer üppig gelb. Sie ist eine kräftig-krautige Pflanze mit verzweigten Stängeln, die zumeist aufrecht wächst. Die Blattform ist länglich bis oval und die Ränder der Blätter sind glatt.

Wissenschaftlicher Name

Es gibt einige Sorten der Goldrute, die Wirksamste jedoch ist Solidago virgaurea.

Volkstümliche Namen

Im Volksmund hat die Goldrute nicht wirklich andere Namen, bis auf Goldraute oder einfach den wissenschaftlichen Namen; Solidago.

Gattung / Pflanzenfamilie

Die Heilpflanze gehört zu den Korbblütlern, da sie kleine, körbchenförmige Teilblütenstände hat, welche kräftig gelb blühen.

Heilwirkung

Die Heilpflanze wirkt in erster Linie gegen Blasen-und Nierenschwäche. Sie wirkt

Sie erhöht zudem die Harnmenge in Blase und Niere, wodurch Viren und Bakterien schnell und gründlich ausgespült werden können. Die Goldrute hilft auch bei Nierensteinen, Blasensteinen und Harnsteinen. Am besten funktioniert das, wenn man sie mit Weißdorn, Odermennig und Thymian zusammen zu sich nimmt.

Inhaltsstoffe der Goldrute

Die Heilpflanze enthält unter anderem folgende Inhaltsstoffe:

Anwendung der Goldrute

Innerliche und äußerliche Anwendung als Tee

Obwohl man die Blüten und das Kraut Goldrute auch komplett verspeisen könnte, wird sie heute ausschließlich noch als Tee verwendet. Diesen kann man dann sowohl innerlich, als auch äußerlich anwenden.  Um den Tee zu kochen, nimmt man  getrocknete Goldrute und übergießt sie mit heißem Wasser. Dies lässt man dann 10-15 Minuten ziehen. Anschließend noch etwas abkühlen lassen. Danach kann man ihn dann trinken oder als Spülung verwenden.

Besonders bei Durchfall und anderen Verdauungsstörungen hilft die Heilpflanze, wenn man regelmäßig den Tee zu sich nimmt. Da der Tee besonders mild ist, kann man ihn auch Babys und Kleinkindern bei einer Magen-Darm-Grippe verabreichen. Gegen Krankheiten wie Gicht oder Rheuma hilft der Goldruten -Tee ebenfalls sehr gut. Er hemmt die Entzündung und stärkt Muskeln und Gelenke.

Die enthaltenen Saponine helfen gegen Pilzinfektionen wie beispielsweise Scheidenpilz oder Soor. Hierfür kann man den Tee als eine Art Spülung verwenden, um den Intimbereich regelmäßig damit zu behandeln. Auch gegen Fußpilz ist die Goldrute heilsam.

Die Heilpflanze hat die Gabe, den Testosteronspiegel zu erhöhen und somit die Libido und das Durchhaltevermögen zu steigern. Sie verbessert nämlich den Blutfluss zum männlichen Geschlechtsorgan hin.

Äußerliche Anwendung

Die äußerliche Anwendung beläuft sich hauptsächlich auf eitrige Wunden, Hämorrhoiden oder Entzündungen der Schleimhäute. Hierfür kocht man wie gewohnt den Tee aus möglichst frischem Solidago, lässt ihn eine Weile ziehen und abkühlen. Danach kann man ein Tuch oder einen Lappen in dem Tee tränken und dies auf die betroffenen Stellen auflegen. Im Falle der entzündeten Schleimhäute vorsichtig mit einem Wattepad auftragen oder mit dem Tee gurgeln.

  • Menschen, die eine Allergie gegen Korbblütler haben sowie Patienten, die unter einer eingeschränkten Herz- und Nierentätigkeit leiden, sollten die Goldrute lieber nicht verwenden!

Bei folgenden Leiden und Erkrankungen hilft die Goldrute

Innerliche AnwendungÄußerliche Anwendung
Anregung des StoffwechselsHautabschürfungen
Arthritiseitrige Wunden
BlähungenHämorrhoiden
BlasenentzündungenPilzinfektionen (wie Scheidenpilz oder Spor)
 VenenerkrankungenFußpilz
DarmentzündungEntzündungen der Schleimhäute
DurchfallÖdeme, Wassersucht
Entzündungen im Mund- und Rachenraum
Gicht
Rheuma
Harnwegsinfektionen
Magenkrämpfe
Nierenbeckenentzündung
Nierengrieß und -steine
Störungen der Harnabsonderung

Vorkommen und Sammelzeit der Goldrute

Ursprünglich kommt die Heilpflanze aus Nordamerika, wo sie von den Ureinwohnern gegen Zahnweh und Halsschmerzen eingesetzt wurde. Mittlerweile gibt es sie aber weltweit.

Goldruten haben keine hohen Ansprüche, vermehren sich sehr schnell und sind recht unempfindlich. So kommt es häufig vor, dass man sie selbst an Straßengräben oder an Bahnstrecken findet. Auch im heimischen Garten kann man sie natürlich super anbauen; sie lockt aufgrund ihrer kräftigen Farbe einige Insekten an.

Ernte und Sammelzeit

Die Goldrute blüht zwischen August und Oktober, wo sie dann auch geerntet werden kann. Danach sollte man sie möglichst schnell trocknen, damit der Geruch und die Farbe erhalten bleiben.

Man kann die Heilpflanze aber auch frisch in heißem Wasser auskochen und den Sud dann z.B. für äußere Wunden verwenden.

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