Der Granatapfel ist keine traditionelle Heilpflanze, dennoch kennt man ihn in zahlreichen Ländern, wobei er hauptsächlich als saftige Frucht verzehrt wird.

Nur die Wenigsten wissen, welch vielfältige Heilwirkung im Inneren und Äußeren des Granatapfels steckt.

Der Granatapfel schmeckt süß und aromatisch. Unter den alten Griechen, Ägyptern und Juden war die Frucht auch als 'Symbol der Liebe und Fruchtbarkeit' bekannt.

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Die wichtigsten Fakten über den Granatapfel

Anfangs fand man den Granatapfel ausschließlich in West- und Mittelasien. Mittlerweile wird die Frucht aber auch im Mittelmeerraum und weiteren Gebieten angebaut. Vor allem in warmen Ländern herrschen optimale Bedingungen. In Deutschland findet man das Obst hauptsächlich als Import vor.

Wissenschaftlicher Name

In der Wissenschaft, der Medizin und der Naturheilkunde sowie der Homöopathie wird der Granatapfel hauptsächlich unter dem Namen Punica granatum geführt.

Volkstümliche Namen

Doch nicht nur in Fachkreisen existiert ein anderer Name für die Heilpflanze. In den vergangenen Jahren haben sich ebenso volkstümliche Namen herausgebildet.

Gattung / Pflanzenfamilie

Heutzutage wird der Granatapfel der Gattung Punica untergeordnet. Diese Gattung wiederum gehört der Familie der Weiderichgewächse an, welche den wissenschaftlichen Namen Lythraceae führen.

Der Granatapfel als Heilpflanze

Der Granatapfel kann seine Heilwirkung in ganz unterschiedlichen Bereichen der Medizin und Naturheilkunde entfalten. So lässt er sich beispielsweise:

nutzen. Hauptsächlich wird die Heilpflanze bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie bei Krebs und Wechseljahre-Beschwerden eingesetzt.

Inhaltsstoffe

Ebenso vielfältig wie der Nutzen des Granatapfels sind auch dessen Inhaltsstoffe. Neben Phytohormonen enthält die Frucht Vitamine und Mineralstoffe sowie Quercetin und Polyphenole, Ellagtannine und Phenolsäuren. Phytohormone:

Vitamine und Mineralstoffe:

Quercetin und Pholyphenole:

Ellagtannine und Phenolsäuren:

Anwendung des Granatapfels

Abhängig von der jeweiligen Erkrankung beziehungsweise dem jeweiligen Leiden, kann der Granatapfel ganz unterschiedlich genutzt werden. In den meisten Fällen ist jedoch eine innerliche Anwendung notwendig.

Äußerliche Anwendung

Granatapfel-Öl herstellen

Zum einen besteht die Möglichkeit, fertige Öle und Hautpflegeprodukte in der Drogerie oder Apotheke zu erwerben. Alternativ lässt sich das Öl aber auch selbst herstellen. Hierfür benötigt man die gesäuberten Kerne des Granatapfels, welche anschließend mit einem Mixer oder Ähnlichem zerkleinert werden.

Die zerkleinerten Kerne werden in ein verschließbares Glas gelegt und mit hochwertigem Öl, beispielsweise Jojoba-Öl, übergossen. Nun muss das Glas verschlossen und über einen Zeitraum von zwei Wochen in der Sonne gelagert werden. Anschließend dient das Öl als Hautpflegemittel.

Innerliche Anwendung

Verwendung der gesamten Frucht

Hier geht es lediglich darum, den Granatapfel als Frucht zu verzehren. Die Wirkstoffe der Heilpflanze können sich somit im gesamten Körper entfalten.

Als Saft

Grundsätzlich ist Granatapfelsaft in jeder Drogerie, Apotheke und teilweise auch in Supermärkten erhältlich. Dennoch empfiehlt es sich, den Saft selbst aus der frischen Frucht zu pressen.

Für die Krebsbehandlung gibt es speziellen fermentierten Saft, welcher unter anderem die Bezeichnung 'Granatapfel-Elexier' trägt.

Die Wirkung dieses Saftes konnte bereits in unterschiedlichen, wissenschaftlichen Studien bestätigt werden.

Als Tee

Granatapfeltee wird in der Regel aus der Fruchtschale oder unter Umständen auch aus den Knospen der Blüte gewonnen. Ebenso lässt sich die Innenhaut der Heilpflanze zur Teeherstellung nutzen. Dazu müssen die jeweils genutzten Bestandteile getrocknet werden. Anschließend lässt man die getrockneten Fruchtteile kurz in heißem Wasser aufkochen und daraufhin noch wenige Minuten ziehen.

Als Tabletten

Je nach Erkrankung oder Leiden gibt es auch spezielle Medikamente in Form von Tabletten, welche vor allem in Apotheken erhältlich sind.

Bei folgenden Leiden hilft der Granatapfel

In der Schulmedizin sowie in der Pflanzenheilkunde und der Hausapotheke wird der Granatapfel in folgenden Bereichen genutzt:

Innerliche AnwendungÄußerliche Anwendung
LeberschwächeEntzündungen
DiabetesGelenkschmerzen
ArthritisHautentzündungen
BluthochdruckSchlaffe Haut
Arteriosklerose
Erhöhte Blutfettwerte
Alterserscheinungen
Prostata-Beschwerden
Östrogendominanz
Nervosität
Verdauungsbeschwerden
Übergewicht
Rheuma

Vorkommen und Sammelzeit des Granatapfels

Vorzufinden ist der Granatapfel vor allem im westlichen bis mittleren Asien. Seit Jahrtausenden wird die Heilpflanze aber auch im Mittelmeerraum sowie im Nahen Osten kultiviert. Darüber hinaus gibt es einige, verschiedene Sorten des Granatapfels, die ebenso in wintermilden Regionen Mitteleuropas wachsen.

Sammelzeit

In der Regel kann der Granatapfel in der Zeit von September bis Februar gesammelt werden. Reife Pflanzen sind daran zu erkennen, dass sie besonders rot bis leuchtend rot sind.

Verwendbare Pflanzenteile

Grundsätzlich sind alle Teile des Granatapfels verwendbar. Sowohl das Fruchtfleisch wie auch die Schale und die Kerne besitzen Heilwirkungen.

Ebenso lassen sich die Blüten nutzen.

  • Auch die Schale des Baumes verfügt über Heilwirkungen, muss jedoch mit großer Vorsicht genossen werden, da die Inhaltsstoffe giftig sind.

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