Heilpflanze Hagebutte

Fast in ganz Europa findet man die Hundsrose mit ihren gesunden Früchten, die als Hagebutte bekannt ist.

Die roten Früchte enthalten sehr viel Vitamin C und sind frisch als Mus, aber auch in Form von Marmeladen und Tees zu empfehlen.

Nur die mit Haaren versehenen Kerne sollte man vor dem Verspeisen entfernen, damit sie nicht kratzen.

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Hagebutte: Nahrungsmittel und Heilpflanze

Hagebutten sind die ungiftigen Früchte von verschiedenen Rosenarten. Dabei wird vorwiegend die vitaminreiche Hagebutte der Hundsrose als Heilpflanze und Nahrungsmittel verwendet.

Der Name Hagebutte verweist mit dem ersten Teil (Hag) auf das Vorkommen der Rosen an Hecken, während 'Butte' auf das süddeutsche Wort 'Butz oder Butzen' (Verdickung) zurückgeht.

Wissenschaftlicher Name

In der Wissenschaft wird die Hundsrose unter dem Namen Rosa canina geführt.

Volkstümliche Namen

Im Volksmund sind Hagebutten auch unter folgenden Namen bekannt:

Die Hunds-Rose bzw. Hundsrose ist auch als Hagrose oder Heckenrose bekannt. Der Name Hundsrose hat dabei nichts mit Hunden gemeint, sondern wird vielmehr vom Wort 'hundsgemein' abgeleitet und verweist darauf, dass die Rosenart einfach überall wächst.

Gattung / Pflanzenfamilie

Die Hagebutte gehört zur Gattung der Rosen (Rosa) und zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae).

Die Heilwirkung der Hagebutte

Die gesunde Hagebutte wird aufgrund ihres hohen Gehaltes an Vitamin C geschätzt und wirkt leicht harntreibend sowie abführend. Außerdem fördert sie den Appetit. Das aus den Kernen gewonnene Öl wirkt elastizierend und färbend für die Haut. Zudem kann es die Wundheilung beschleunigen.

Inhaltsstoffe

Die süßsaure Hagebutte ist sehr vitaminreich und enthält unter anderem folgende Wirkstoffe:

Das Hagebuttenöl enthält dagegen folgende Stoffe:

Anwendung der Hagebutte

Hagebutten sind eine traditionelle Heilpflanze bei Harnwegsinfektionen. Durch die harntreibende Wirkung und andere nicht genau erforschte Wirkungen senken die frischen oder getrockneten Früchte und der aus ihnen gewonnene Saft die Bakterienzahl im Urin.

Äußerliche Anwendung

Hagebuttenöl, Hagebuttenkernöl oder Wildrosenöl

Das hellgelbe bis orangerote Öl aus den Kernen der Hagebutte wird zur Hautpflege eingesetzt. So hilft es in der Kosmetik und Medizin bei trockener, schuppiger und rissiger Haut.

Dank der elastizierenden und färbenden Wirkung kann es aber auch bei Ekzemen, Psoriasis, pigmentstarker Haut sowie bei Verbrennungen und Hautverletzungen genutzt werden.

Da es zudem die Heilung beschleunigt, wird es auch bei der Behandlung von Verletzungen des Zahnfleischs sowie der Mundschleimhaut eingesetzt.

Innerliche Anwendung

Tee

Der Tee aus den Fruchtschalen der Heilpflanze ist nicht nur lecker, sondern auch gesund. Hagebutten sind in vielen Fruchttees enthalten und sorgen so für eine gute Portion an Vitamin C. So wird das Immunsystem gestärkt.

Mus und andere Zubereitungen

Die Schalen der Hagebutte können auch zu Mus und Marmelade weiterverarbeitet werden und ergeben so einen leckeren Brotaufstrich, sie bieten aber auch andere Verwendungsmöglichkeiten.

Besonders das frische Hagebuttenmus enthält 400 bis 5.000 mg Vitamin C pro 100 g. Gekocht senkt sich der Gehalt, ist aber immer noch hoch.

Bei folgenden Leiden hilft die Hagebutte

äußerliche Anwendunginnerliche Anwendung
HautpflegeVitamin-C-Mangel
trockene, schuppige und rissige HautBlasen- und Nierenleiden
EkzemeErkältung
PsoriasisGicht
pigmentstarke HautRheuma
VerbrennungenAppetitlosigkeit
HautverletzungenArthrose
Verletzungen des Zahnfleisches
Verletzungen der Mundschleimhaut

Vorkommen und Sammelzeit der Hagebutte

Die Hundsrose wächst in ganz Europa außer in den nördlichsten Gebieten sowie in Nordwestafrika und kommt sowohl im Flachland als auch im Gebirge vor. Dabei liebt die Licht- bis Halbschattenpflanze mäßig trockene bis frische Böden auf basenreichen, mäßig sauren bis milden Standorten.

Daher findet man sie in vielen Gegenden, nur in Gebirgslagen sowie sandigen Gebieten ist sie eher selten. Oft gedeiht sie an Straßen- und Wegrändern, in Gebüschen, Waldsäumen, auf Weiden, in Hohlwegen, lichten Wäldern sowie auf Strandwällen.

Sammelzeit

Im Vergleich zu anderen Rosenarten erfolgt die Reife der Hagebutten der Hundsrose erst sehr spät im Oktober und November, nur selten schon im September.

Je später man sie erntet, desto süßer werden sie. Auch den Frost überstehen sie gut. Hagebutten bleiben bis zum Frühjahr am Strauch, wenn sie nicht von Vögeln gefressen werden.

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