Heilpflanze Hibiskus

Der Hibiskus gilt als Zierpflanze europäischer Gärten. Heimisch ist er in den Tropen, wo er überwiegend zu kommerziellen Zwecken angebaut wird. Heutzutage sind mehr als 150 verschiedene Hibiskusarten bekannt, welche vor allem zur Herstellung von Früchtetees genutzt werden.

Insbesondere in Afrika wird der Hibiskus nicht nur zur Zierde oder zur Herstellung von Tee genutzt, sondern überwiegend zum Zwecke der Volks- und Naturheilkunde. Die Heilpflanze kann gegen allerlei Beschwerden eingesetzt werden.

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Hibiskus - farbenfrohe Heilpflanze

Der Hibiskusstrauch fühlt sich vor allem in tropischen Regionen wohl, kann aber ebenso bei uns angebaut werden. Er wird häufig als Zusatz für Früchtetees, wie zum Beispiel Hagebuttentee, verwendet. Hier vor allem als Farbgeber. Darüber hinaus kann aus den Blüten der Heilpflanze Hibiskusblütentee hergestellt werden.

Wissenschaftlicher Name

In der Wissenschaft kennt man den Hibiskus unter dem Namen Hibiscus. Allerdings gibt es zahlreiche Hibiskus-Arten, die mit diesem Namen bezeichnet werden. Für die Naturheilkunde und Schulmedizin ist vor allem der Hibiscus sabdariffa von besonderer Bedeutung.

Volkstümliche Namen

Der Hibiscus sabdariffa wird im Speziellen als Roselle bezeichnet. Darüber hinaus haben sich einige volkstümliche Namen eingeprägt:

Gattung / Pflanzenfamilie

Generell gilt der Hibiskus als eigene Pflanzengattung, welche den in der Heilkunde bedeutsamen Hibiscus sabdariffa beinhaltet. Die übergeordnete Pflanzenfamilie sind die Malvengewächse, welche auch mit dem Namen Malvaceae bezeichnet werden. Über dieser Pflanzenfamilie steht noch die Ordnung der Malvenartigen oder auch Malvales.

Die Heilwirkung des Hibiskus

Der Hibiskus hat verschiedene Heilwirkungen. In der Pflanzenheilkunde und Homöopathie wird er vor allem als:

eingesetzt. Darüber hinaus soll die Heilpflanze:

sein.

Inhaltsstoffe

Die Inhaltsstoffe sind recht vielfältig. So besteht der Hibiskus zu 15 bis 30% aus Pflanzensäuren:

  • Zitronensäure
  • Apfelsäure
  • Weinsäure
  • Hibiskussäure

Darüber hinaus beinhaltet die Heilpflanze folgende Bestandteile:

  • Anthocyane
  • Flavonoide
  • Phytosterole
  • Schleimpolysaccharide
  • und Pektine

Anwendung des Hibiskus

Die Pflanze wird hauptsächlich als Teezubereitung angewandt. Wobei der Tee sowohl zur innerlichen wie auch zur äußerlichen Behandlung genutzt wird.

Äußerliche Anwendung

Äußerlich kann die Heilpflanze wie folgt angewandt werden:

Als Umschlag

Zur Herstellung eines Umschlages mit dieser Heilpflanze wird ein einfacher Hibiskusblütentee verwendet. Dieser wird wie gewohnt aufgekocht. Anschließend wird ein Tuch mit dem Tee getränkt und um die zu behandelnde Hautregion gelegt.

Als Waschung

Für eine Waschung mit Hibiskus muss entsprechend mehr Tee hergestellt werden. Der Tee muss anschließend mit lauwarmem Wasser gemischt werden. Die Waschung erfolgt wie gewöhnlich, mit Fokus auf die zu behandelnden Hautregionen.

Als Teil- und Vollbad

Auch bei dem Gebrauch der Pflanze als Teil- oder Vollbad kommt der Tee zum Einsatz, welcher dem Badewasser als Zusatz untergemischt wird.

Als Salbe und Creme

In Apotheke und Drogerien gibt es spezielle Salben und Cremes, die vor allem bei Hautunreinheiten bis hin zu Ekzemen angewandt werden können.

Innerliche Anwendung

Innerlich wirkt der Hibiskusblütentee vor allem appetitanregend und unterstützend bei Erkältungssymptomen sowie bei Erkrankungen der Atemwege. In höherer Dosierung wirkt die Heilpflanze, aufgrund ihrer zahlreichen Fruchtsäuren, leicht abführend.

Zur Herstellung einer Tasse Tee genügen 1,5g fein geschnittene Hibiskusblütenblätter, welche mit kochendem Wasser übergossen werden. Anschließend sollte der Tee fünf bis zehn Minuten ziehen und daraufhin abgeseiht werden.

Für die äußerliche Anwendung können Umschläge oder Waschungen vorgenommen werden. Darüber hinaus kann der Tee auf Hautreizungen aufgetragen werden.

Bei folgenden Leiden hilft der Hibiskus

Der nachfolgenden Tabelle kann entnommen werden, bei welchen Erkrankungen der Hibiskus in welcher Anwendung wirkt.

Innerliche AnwendungÄußerliche Anwendung
AppetitlosigkeitAllergische Hautentzündungen
ErkältungEkzeme
Entzündungen der oberen Atemwege
Entzündungen des Magens
Bei produktivem Husten
Verstopfung
Harndrang
Kreislaufbeschwerden
Durchblutungsstörungen

Vorkommen und Sammelzeit des Hibiskus

Bei dem Hibiscus sabdariffa handelt es sich um eine einjährige, krautige Pflanze, die eine Wuchshöhe von zwei bis drei Metern erreicht. Der Ursprung des Hibiskus ist vermutlich das Gebiet der Nigerquellen.

Mittlerweile wird die Heilpflanze vor allem in tropischen Regionen angebaut. Darüber hinaus findet man den Hibiskus auch bei uns vor.

Sammelzeit

Die Sträucher gedeihen vor allem auf besonders nährstoffreichen Böden. Die bevorzugte Sammelzeit der Hibiskusblätter liegt zwischen Juli und September.

Verwendbare Pflanzenteile

In der Naturheilkunde und Homöopathie werden vor allem die getrockneten Kelche und Außenkelche des Hibiskus verwendet.

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