Heilpflanze Kalmus

Zahlreiche heilsame Eigenschaften und gar lebensverlängernde Eigenschaften werden dem Wurzelstock des Kalmus nachgesagt. Bereits lange vor unserer Zeit wurde der Kalmus im alten China sehr geschätzt und hatte den Ruf eines Lebensverlängerers. Die asiatische Pflanze wurde bereits im Mittelalter in Europa heimisch und genutzt.

Dank seiner wertvollen Inhaltsstoffe hilft er vor allem bei Magenbeschwerden, aber auch Rauchern kann er bei der Entwöhnung wertvolle Dienste leisten.

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Kalmus - der indische Lebensverlängerer

Der Name Kalmus geht auf das lateinische Wort 'calamus' sowie das griechische 'kálamos' zurück und bedeutet soviel wie 'Halm, Rohr'.

Wissenschaftlicher Name

Der Kalmus wird in der Wissenschaft auch als Acorus calamus bezeichnet.

Volkstümliche Namen

Seiner Anwendung entsprechend wird der Kalmus manchmal als Magenbrand oder Magenwurz bezeichnet. Der Name Deutscher Ingwer weist zudem auf eine ähnliche Verwendung des Wurzelstocks hin. Im Volksmund ist die Heilpflanze aber auch unter folgenden Namen anzutreffen:

  • Kaninchen- oder Karremanswurz(el)
  • Schwertheu
  • Ackerwurz
  • Würtzriedt oder Gewürzkalmus
  • Rotting und
  • Zehrwurz

Darüber hinaus ist er in einigen Regionen auch unter folgenden Namen zu finden:

  • Ackermagenwurz, Ackermann oder Ackermannswurzel
  • Bajonnetstangen
  • Brustwurz
  • Wecheln
  • Kalmuswürzen
  • Sierg
  • Sigge
  • Karmeswurzel oder Karmsen
  • Runksigge
  • Sabels
  • Schiemen
  • Deutscher Zitwer oder Heimischer Zitwer

Gattung / Pflanzenfamilie

Der Indische Kalmus gehört zur Gattung Kalmus (Acorus), die die einzige Gattung in der Familie der Kalmusgewächse (Acoraceae) ist. Bei der Art sind allerdings verschiedene Unterarten bzw. Varietäten bekannt.

Die Heilwirkung des Kalmus

Der Kalmus wird seit Jahrtausenden als Heilpflanze und Lebensverlängerer geschätzt. Gerade für den Magen ist er ein echtes Wundermittel. Seine Wurzel wirkt:

Inhaltsstoffe

Die Blätter der Heilpflanze enthalten

Anwendung des Kalmus

Der Kalmus hilft vor allem bei Magenbeschwerden und stand schon bei den Chinesen um 3700 v. Chr. im Ruf, ein Lebensverlängerer zu sein. Experten raten allerdings, die Heilpflanze nur unter Aufsicht eines Arztes und nicht länger als einen Monat einzunehmen.

Bei Durchfall darf Kalmus nicht eingenommen werden. Zudem sollten stets amerikanische Kalmusarten verwendet werden, da die anderen unter Verdacht stehen, krebserregende Stoffe zu enthalten. Übrigens ist eine Kalmustinktur auch im Getränk Coca Cola enthalten.

Äußerliche Anwendung

Medizinisches Bad

Für ein Vollbad mit der Heilpflanze gibt man zunächst zweihundert Gramm Kalmuswurzel in fünf Liter kaltes Wasser und lässt die Mischung acht Stunden ziehen. Vor dem Bad bringt man den Kaltauszug zum Kochen und gibt ihn dem Badewasser zu. Das Bad wirkt kräftigend und stärkt die Nerven.

Innerliche Anwendung

Kaltauszug oder Aufguss

Für einen Kaltauszug nimmt man einen Teelöffel der zerkleinerten Wurzel pro Tasse Wasser und lässt ihn acht Stunden ziehen. Die gleiche Menge kann man aber auch für einen Aufguss mit heißem Wasser nutzen, hier können allerdings einige Wirkstoffe verloren gehen. Vor und nach den drei Hauptmahlzeiten sollte man jeweils einen Schluck trinken.

Tinktur

Um eine Tinktur herzustellen, gießt man fünfzig Gramm Kalmuswurzel mit Wodka oder Korn auf und lässt die Mischung etwa sechs Wochen an einem warmen Platz ziehen.

30 Tropfen der Tinktur werden dreimal täglich eingenommen, um den Magen zu beruhigen und den Appetit anzuregen. Die Tinktur kann auch als Mundspülung verwendet werden.

Kauen der Wurzel

Zahnende Kinder können auf der Wurzel herumkauen, um ihre Schmerzen zu lindern. Sich entwöhnen wollenden Rauchern hilft das Kauen der Wurzel ebenfalls, da ihnen so beim Rauchen übel wird.

Bei folgenden Leiden hilft der Kalmus

innerliche Anwendungäußerliche Anwendung
Appetitlosigkeitallgemeine Kräftigung und Nervenstärkung
Magen- und Darmkrämpfe
Blähungen
Magengeschwüre
Mundschleimhautentzündungen
Zahnende Kinder
Verstopfung
Rauchentwöhnung

Vorkommen und Sammelzeit des Kalmus

Der Indische Kalmus stammt - wie sein Name schon verrät - ursprünglich aus Asien. Im 16. Jahrhundert wurde er aber bereits in Mitteleuropa eingebürgert und heute findet man ihn auf der gesamten Nordhalbkugel.

Als Röhrichtpflanze liebt er die Uferzonen von nährstoffreichen, warmen, stehenden oder langsam fließenden Gewässer. Dabei wächst er sowohl im Flachland als auch in der montanen Höhenstufe.

Sammelzeit

Der Wurzelstock der Heilpflanze wird im März und April sowie von September bis November gesammelt, gewaschen und in fünf Zentimeter lange Stücke geschnitten.

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