Heilpflanze Kardamom

Im Weihnachtsgebäck verströmt Kardamom sein typisch würziges Aroma. In der asiatischen und arabischen Küche wird er aber auch bei vielen anderen Gerichten geschätzt. So ist er ein wichtiger Bestandteil von Masalas und Currys sowie bei den immer beliebter werdenden Yogitees.

Auch Kaffee kann man wunderbar mit Kardamomsamen würzen und so die Verdauungssäfte anregen. Als Heilpflanze hilft er aber nicht nur bei Blähungen, sondern auch bei Frauenbeschwerden. Zudem soll er Mundgeruch vertreiben.

Vitaminbedarf ermitteln

pfeil
herz

Kardamom: intensiv im Geschmack

Der Grüne Kardamom gehört zu den Ingwergewächsen und ist intensiv im Geschmack. Allerdings werden hier nicht die Wurzeln, sondern die Samen bzw. Samenkapseln verwendet, um Gerichte und Süßwaren zu würzen. Dabei schmeckt Kardamom nicht nur lecker, sondern regt auch noch die Magen- und Gallensäfte an und fördert so die Verdauung.

Neben dem Grünen Kardamom gibt es auch den Schwarzen Kardamom, der ebenfalls als Gewürz dient. Letzterer stammt aus der gleichen Pflanzenfamilie, wird allerdings nicht als Heilpflanze verwendet.

Wissenschaftlicher Name

In der Wissenschaft ist der Grüne Kardamom unter dem Namen Elettaria cardamomum bekannt.

Volkstümliche Namen

Die Heilpflanze aus dem asiatischen Raum besitzt keinen deutschen Trivialnamen und ist vielen nur als Lebkuchengewürz bekannt.

Gattung / Pflanzenfamilie

Der Grüne Kardamom ist eine Art aus der Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae) und gehört zur Gattung Elettaria. Zwei Varianten dieser Art werden als Gewürz verwendet: Der Malabarkardamom (Elettaria cardamomum (L.) Maton var. cardamomum) sowie der weniger kostbare Ceylonkardamom (Elettaria cardamomum var. major Thwaites).

Der Grüne Kardamom als Heilpflanze

Die aromatischen Samen und Kapselfrüchte des Grünen Kardamoms wirken:

Inhaltsstoffe

Die Wirkung des Kardamoms beruht vor allem auf den ätherischen Ölen, die etwa 7 Prozent des Anteils der Samen ausmachen. Sie enthalten über 120 Verbindungen, vor allem:

Anwendung des Grünen Kardamoms

Im asiatischen und arabischen Raum wird Kardamom sehr als Gewürz geschätzt. Der würzig, süßlich-scharfe Geschmack ist in Currymischungen enthalten, wird aber auch bei Süßwaren, Yogitees und Mokkazubereitungen geschätzt.

In Deutschland kennt man Kardamom vor allem als Gewürz für Spekulatius, Lebkuchen und anderes Weihnachtsgebäck. Da die Heilpflanze die Speichel-, Magen- und Gallensaftsekretion anregt, wird Kardamom auch gerne in Fertigpräparaten gegen Blähungen, Verdauungsbeschwerden sowie zur Anregung des Appetits eingesetzt. Auch alkoholische Auszüge sind beliebt und die Kombination mit Kümmel und Fenchel möglich.

Für arzneiliche Zwecke werden ausschließlich die Samen ohne die Kapselhülle verwendet, da sie die ätherischen Öle enthalten. Wer Kardamom kauft, sollte stets die ganzen Samenkapseln bevorzugen. Im Pulver verfliegen die ätherischen Öle leicht. Daher ist es besser, die Samen von den Kapseln zu entfernen und zu zerstoßen.

Innerliche Anwendung

Kardamomsamen helfen bei der Verdauung und sollen Mundgeruch vertreiben. Durch die entkrampfende Wirkung helfen sie auch dem Nervensystem und bei Frauenbeschwerden.

Tee und Kaffee

Ein Tee (zum Beispiel Yogitee) oder Kaffee mit Kardamomsamen regt die Bildung von Magensäften an und fördert so die Verdauung. Gleichzeitig schmeckt er auch noch wunderbar aromatisch.

Allerdings sollte man nicht zu viel von dem Gewürz verwenden, da der Geschmack sehr stark ist. Anregend wirkt er natürlich auch als Gewürz in der Küche oder beim beliebten Weihnachtsgebäck.

Melissengeist

Kardamom ist neben zwölf weiteren Pflanzenextrakten auch im Melissengeist enthalten. Dieser hilft bei vielen verschiedenen Beschwerden: von Schlafproblemen über Wetterfühligkeit bis hin zu Herz-Kreislauf-Beschwerden.

Bei folgenden Leiden hilft der Kardamom

innerliche Anwendung
Blähungen
Husten
Magenkrämpfe
Mundgeruch
Epilepsie
Menstruationsbeschwerden
Periodenkrämpfe
Wechseljahresbeschwerden

Vorkommen und Sammelzeit des Kardamoms

Der Grüne Kardamom war ursprünglich in Südindien, Sri Lanka, im Irak und Thailand beheimatet. Heute wird die beliebte Würz- und Heilpflanze aber auch in Guatemala, Tansania, Madagaskar, Papua-Neuguinea sowie Vietnam angebaut.

Sammelzeit

Die aromatischen Samenkapseln werden von Oktober bis Dezember geerntet, die Pflanze wächst allerdings nur in tropischen Gebieten. Wer das Gewürz kaufen möchte, sollte stets ganze Kapseln kaufen. Bei Pulvern verfliegen die ätherische Öle sehr schnell.

Diesen Artikel teilen: facebook-30x32 twitter-30x32 google-plus-30x32

Auch interessant