Heilpflanze Kiefer

Die Kiefer wurde in vielen Forsten als Monokultur angebaut und verströmt bei einem Waldspaziergang ihren angenehmen Geruch. Genau diese Stoffe sind aber nicht nur wohltuend, sondern auch heilsam und entfalten vor allem bei Erkältungen, festsitzendem Husten und Schnupfen ihre Wirkung.

Seit langer Zeit werden die Kiefernsprossen sowie das Terpentinöl aus dem Harz sowohl innerlich als auch äußerlich verwendet.

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Die wichtigsten Fakten über die Kiefer

Die Kiefern sind eine er artenreichsten Baumgattungen, die sich weltweit ihren Lebensraum erobert haben. Bei uns ist vor allem die Wald- bzw. Gemeine Kiefer bekannt und wird als Heilpflanze genutzt. Die anspruchslose Waldkiefer war im Jahr 2007 Baum des Jahres und ist die am häufigsten genutzte Baumart für Forstbetriebe.

Dabei haben reine Kiefernbestände oft die natürlichen Mischwälder verdrängt. Dies führte oft zu Waldbränden und einer Versauerung des Bodens. Der Name Kiefer entstand aus dem Begriff Kienfohren, was wahrscheinlich eine Zusammensetzung von 'Kien', also harzreichem Holz, und 'Föhre' ist.

Letzteres Wort leitet sich vom althochdeutschen Wort 'foraha' (Feuer), da Kiefernholz lichterloh brennt. Deshalb wurde es in Form von Kienspänen als günstige und oft einzige Lichtquelle bei Bauern genutzt. Früher wurde in Deutschland bei vielen Kiefern Harz gewonnen, um daraus durch Destillation Terpentinöl sowie Kolophonium zu gewinnen.

Während diese Harzgewinnung nicht mehr üblich ist, gibt es in Österreich noch harzverarbeitende Betriebe. Das Terpentinöl kann wie das Kiefernnadelöl und Kiefernrindenextrakte gegen verschiedene Krankheiten genutzt werden und besitzt einen typisch aromatischen Geruch.

Wissenschaftlicher Name

In der Wissenschaft wird die Gemeine Kiefer unter dem Namen Pinus silvestris geführt.

Volkstümliche Namen

Aufgrund der orange-rötlichen Rinde am oberen Stammende wird die Kiefer auch als Feuerbaum oder Fackelbaum bezeichnet. Die Gemeine Kiefer ist aber auch unter dem Namen

bekannt.

Gattung / Pflanzenfamilie

Die Große Kiefer gehört zur Gattung der Kiefern (Pinus) und zur Familie der Kieferngewächse (Pinaceae). In den Gebirgsregionen kommen eigene Unterarten bzw. lokale Varietäten wie catalaunica, iberica, pyrenaica, rhodopea, nevadensis, cretacea und romanica vor.

Die Heilwirkung der Kiefer

Die Heilpflanze wirkt:

Inhaltsstoffe

Die Kiefer enthält unter anderem folgende Wirkstoffe:

Das aus dem Harz gewonnene Terpentinöl besteht vorwiegend aus:

Anwendung der Kiefer

Äußerliche Anwendung

Ätherisches Öl

Das ätherische Öl der Kiefer wird in der Aromatherapie zur Entspannung sowie als unterstützende Hilfe bei Atemwegserkrankungen genutzt. So kann es als Dampfbad oder in der Duftlampe mit Wasser verwendet werden.

Früher wurden die Kienspäne als Beleuchtungsmittel verwendet und verströmten gleichzeitig den angenehmen Duft und wirken beruhigend.

Das Kieferöl wird aber auch als Saunaaufguss, Massageöl und Badezusatz geschätzt, da es so die Hautdurchblutung anregt und seinen aromatischen Duft verströmt.

Terpentinöl

Das aus dem Harz gewonnene Terpentinöl ist beim Abhusten von Sekret förderlich und wirkt im Bereich der Bronchien krampflösend. Dazu wird es vorwiegend in Form von Salben auf Brust und Rücken aufgetragen. Als Salbe oder Gel kann es zudem zur Linderung rheumatischer und neuralgischer Beschwerden eingesetzt werden.

Innerliche Anwendung

Kiefernsprossentee

Ein Kiefernsprossentee wirkt ebenfalls gegen Erkältungen und Halsschmerzen. Ein Teelöffel der frischen oder getrockneten Sprossen werden mit einer Tasse kochendem Wasser überbrüht und fünf Minuten bedeckt ziehen gelassen. Den abgeseihten Tee trinkt man täglich zwei- bis dreimal.

Bei folgenden Leiden hilft die Kiefer

Innerliche AnwendungÄußerliche Anwendung
festsitzender Hustenrheumatische und neuralgische Beschwerden
BronchitisHusten
HalsschmerzenAromatherapie (beruhigend)
Heiserkeit
verstopfte Nase

Vorkommen und Sammelzeit der Kiefer

Die Gemeine Kiefer ist äußerst anspruchslos und wächst in Westeuropa bis hin nach Sibirien. Dabei ist sie sehr tolerant gegenüber Bodenarten und Klimaten. Dank des Pfahlwurzelsystems kann die Heilpflanze auch zu tiefer gelegenen Wasserschichten vordringen.

Ein natürlicher Kiefernwald wächst auf armen, trockenen Sand- oder Moorböden oder trockenen Kalkböden.

Da die Waldkiefer aber eine der häufigsten Forstbaumarten ist, wächst sie auch auf vielen anderen Standorten.

Sammelzeit

Die frischen Nadelsprossen werden vorwiegend im Mai gesammelt.

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