Heilpflanze Kirschlorbeer

Bekannt ist der Kirschlorbeer vor allem als Zier- und Heckenpflanze. Dank des dichten, dunklen, immergrünen Blattwerks dient er als guter Sichtschutz und mit den zarten Blüten sowie den dunklen Früchten ist er zugleich auch sehr dekorativ.

Als Heilpflanze ist der Strauch weniger bekannt. Dies ist sicherlich auch auf seine starke Giftigkeit zurückzuführen. Daher sollte man die Blätter nicht selbst ausprobieren, sondern auf Fertigpräparate aus der Pflanzenheilkunde oder der Homöopathie zurückgreifen.

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Die Kirschlorbeer - nicht nur eine schöne Gartenpflanze

Aufgrund ihrer Ähnlichkeit mit dem Lorbeerstrauch und der kirschähnlichen Früchte wird die beliebte Heckenpflanze Lorbeerkirsche oder Kirschlorbeer genannt.

Mit ihrem immergrünen, dichten Blattwerk bietet sie einen guten Sicht- und Windschutz und wird daher gern in Parks und Gärten angebaut. Dank langjähriger Züchtungen stehen dafür heute viele verschiedene Sorten zur Auswahl.

  • Die Blätter und Samen sind giftig. Nur das Fruchtfleisch ist nahezu giftfrei.

Daher war der Kirschlorbeer im Jahr 2013 die Giftpflanze des Jahres.

Wissenschaftlicher Name

In der Wissenschaft wird der Kirschlorbeer unter dem Namen Prunus laurocerasus geführt.

Volkstümliche Namen

Die Pflanze ist auch unter dem Namen Lorbeerkirsche bekannt.

Gattung / Pflanzenfamilie

Die Art gehört innerhalb der Familie der Rosengewächse (Rosaceae) zum Tribus der Steinobstgewächse (Amygdaleae) und zur Gattung Prunus.

Der Kirschlorbeer als Heilpflanze

Die Heilpflanze darf nur in Fertigpräparaten, homöopathischen Dosen und äußerlich angewendet werden. Dann wirkt sie:

Inhaltsstoffe

Die Gift- und Heilpflanze enthält vor allem in den Blättern und Samen das cyanogene Glykosid Prunasin und darf daher nur in Fertigpräparaten oder homöopathischen Dosen verwendet werden.

Anwendung des Kirschlorbeers

Samen und Blätter sind stark giftig. Bei Einnahme können sie zu Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen, Brennen im Mundraum und Magen-Darm-Reizungen führen. Starke Vergiftungen können auch zu einer Lähmung der Atemwege führen und mit dem Tod enden. Kirschlorbeer ist auch für Haustiere giftig.

Innerliche Anwendung

Fertigpräparate

In der Naturheilkunde werden Fertigpräparate aus dem Kirschlorbeer bei Asthma und Keuchhusten eingesetzt.

Homöopathie

In der Homöopathie findet die Pflanze bei Heiserkeit, Husten und Herzschwäche Anwendung.

In der Küche

In der Türkei wird der Kirschlorbeer wegen seiner Früchte kultiviert, die als Trockenfrüchte verzehrt werden. Das Fruchtfleisch kann aber auch zu Marmelade oder Gelee verarbeitet werden. Die frischen und reifen Früchte sind zunächst süß, später aber bitter im Geschmack.

Der Samen darf nicht zerkaut werden, da er sonst Blausäure freisetzt. Dies geschieht allerdings erst nach längerem Kauen. Von der Einnahme der Früchte wird dennoch abgeraten.

Bei folgenden Leiden hilft der Kirschlorbeer

Innerliche Anwendungen
Asthma
Keuchhusten
Homöopathie
Husten
Heiserkeit
Herzschwäche

Vorkommen und Sammelzeit des Kirschlorbeers

Der Kirschlorbeer stammt ursprünglich aus Kleinasien, wo er auch heute noch der Früchte wegen angebaut wird. Bei uns wird die Gift- und Heilpflanze dagegen als Zierpflanze geschätzt und gern als Sicht- und Windschutz in Gärten und Parks angepflanzt.

Dabei stehen zahlreiche Sorten mit hübschen Blüten und Früchten zur Auswahl. Die zwei bis vier Meter hohe Lorbeerkirsche stellt wenig Ansprüche an den Standort und ist winterhart.

Sammelzeit

Die Pflanze sollte aufgrund ihres hohen Giftgehaltes nur in Form von Fertigpräparaten, homöopathischen Mitteln oder äußerlich eingesetzt werden.

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