Heilpflanze Knoblauch

Der Knoblauch ist ein echtes Wundermittel, von dem man reichlich Gebrauch machen sollte. Dabei kann man ihn ganz einfach roh oder gekocht in der Küche verwenden oder eine Tinktur ansetzen.

Wer den Geruch vermeiden will, kann auch Kapseln einnehmen. Aber gegen den Geruch ist auch Milch, Ingwer oder Petersilie hilfreich. Wer selbst Knoblauch isst, riecht den typischen Geruch übrigens nicht mehr. Äußerlich hilft die Heilpflanze zudem auch gegen Warzen.

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Knoblauch - ein wahres Wundermittel

Der Knoblauch wurde schon im Altertum geschätzt. So streikten die Sklaven, die die ägyptischen Pyramiden errichten mussten, wenn ihnen die tägliche Ration Knoblauch gekürzt wurde. Sie betrachteten die Heilpflanze als stärkend und heilsam.

Die Römer brachten die Heil- und Gewürzpflanze schließlich nach Deutschland, wo sie ebenfalls beliebt und gegen zahlreiche Krankheiten eingesetzt wurde.

Wissenschaftlicher Name

In der Wissenschaft ist der Knoblauch unter dem Namen Allium sativum bekannt.

Volkstümliche Namen

Der Knoblauch ist im Volksmund auch unter folgenden Namen bekannt:

Gattung / Pflanzenfamilie

Der Knoblauch ist eine Pflanzenart aus der Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae) und gehört zur Gattung Lauch (Allium). Man unterscheidet bei der Art in zwei Varietäten:

Die Heilwirkung des Knoblauchs

Die beliebte Gewürz- und Heilpflanze hilft bei einer Reihe von Problemen. Die gesunden Zehen wirken:

In asiatischen Ländern wird dem Knoblauch auch eine aphrodisierende Wirkung zugeschrieben.

Inhaltsstoffe

Der für viele unangenehme Geruch des Knoblauchs geht auf die Abbauprodukte der schwefelhaltigen Inhaltsstoffe wie dem Alliin zurück. Dieses wird mithilfe von Enzymen zu Allicin umgewandelt, allerdings nur, wenn die Zellen beschädigt, also zerdrückt oder zerquetscht werden. Der Knoblauch ist auch eine wichtige Selenquelle und enthält ätherische Öle.

Anwendung des Knoblauchs

Knoblauch wird nicht nur in der Küche geschätzt, sondern ist auch eine wichtige Heilpflanze, die gegen Arteriosklerose wirkt. Auch die antibakterielle Wirkung macht ihn für viele Anwendungen interessant.

Äußerliche Anwendung

Warzen

In Scheiben geschnittene Knoblauchzehen sollen gegen Warzen helfen. Dazu einfach eine Scheibe auf die betroffene Stelle legen, mit einem Pflaster fixieren und über Nacht wirken lassen. Um Wirkung zu zeigen, muss dies mehrere Nächte lang wiederholt werden.

Innerliche Anwendung

In der Küche

Am besten ist man den Knoblauch roh in Salaten oder Tzatziki, aber auch gekocht ist er förderlich für die Gesundheit. Damit die Heilpflanze ihre Wirkstoffe optimal entfalten kann, sollten die Zehen zerdrückt oder zerquetscht werden.

Bei regelmäßiger Anwendung wirkt die Heilpflanze gegen Arteriosklerose, indem er Ablagerungen in den Blutgefäßen verringert und neue Ablagerungen verhindert. So wird indirekt Bluthochdruck und damit Herzinfarkten sowie Schlaganfällen vorgebeugt.

Knoblauch stärkt zudem das Immunsystem und die Verdauung. Gegen den typischen Geruch des Knoblauchs hilft Milch, aber auch Ingwer sowie das Chlorophyll, zum Beispiel aus der Petersilie. Im Frühjahr sprießen aus den Knoblauchzehen flache Stängel, die zart nach Knoblauch schmecken und - solange sie jung sind - ebenfalls im Salat mitgegessen werden können.

Tinktur

Aus Knoblauch kann man aber auch eine Tinktur herstellen, indem man kleine Knoblauchstücke mit Alkohol ansetzt. Die Mischung lässt man zehn Tage ziehen, wobei man sie regelmäßig schüttelt.

Der abgeseihten Tinktur kann man einige Tropfen Angelikawurzelöl hinzugeben, um den Geruch abzuschwächen. 20 Tropfen täglich stärken das Immunsystem und beugen Arteriosklerose vor.

Kapseln

Im Handel sind auch Knoblauchkapseln erhältlich, die ebenfalls wirken, aber den für viele Menschen unangenehmen Geruch vermeiden.

Bei folgenden Leiden hilft der Knoblauch

Innerliche AnwendungÄußerliche Anwendung
BluthochdruckWarzen
Blähungen
Resistenzsteigerung
Infektionen
Asthma
Lungenschwäche
Appetitlosigkeit
Herzschwäche
Magen- und Darminfektionen
Durchfall
Wechseljahrsbeschwerden
Verstopfung

Vorkommen und Sammelzeit des Knoblauchs

Der Knoblauch stammt ursprünglich aus den Steppengebieten Zentral- sowie Südasiens und gelangte von dort vor langer Zeit über das Mittelmeer nach Europa. Während der Wildtyp als ausgestorben gilt, erfreuen sich die Kulturformen weltweit großer Beliebtheit und wurden schon im Altertum großflächig angebaut.

Die Pflanze kann auch leicht im Garten angebaut werden und liebt dabei einen sonnigen, nicht zu feuchten Platz. Eine Mischkultur zum Beispiel mit Erdbeeren ist ideal.

Sammelzeit

Die gesunden Knoblauchzehen werden im Spätsommer von September bis Oktober geerntet. Die jungen Triebe können im Frühjahr ebenfalls geerntet werden.

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