Küchenschelle

In der Natur kommt die hübsche Küchenschelle nur noch selten vor und ist daher geschützt. Dafür trifft man sie aber umso öfter als Frühjahrsblüher in Steingärten und im Gartencenter.

Als Heilpflanze ist die Schönheit aber etwas tückisch und darf nur in geringen Dosen oder homöopathisch genutzt werden.

Bei empfindlichen Menschen kann sie schon allein durch die Berührung zu blasenbildenden Ausschlägen führen.

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Die wichtigsten Fakten über die Küchenschelle

Ihren Namen verdankt die Kuh- oder Küchenschelle ihrer Blütenform. So ähnelt die halb geschlossene Blüte einem Glöckchen oder einer Kuhschelle.

Aus der Verkleinerungsform 'Kühchen' wurde schließlich die 'Küchen'-Schelle. Da sie in der Natur nur noch selten vorkommt, war sie 1996 Blume des Jahres.

  • Die Heilpflanze ist giftig und darf nur in geringen Dosen verwendet werden. Besonders empfindliche Menschen bekommen bereits bei der Berührung der Pflanze blasenbildende Ausschläge.

Wissenschaftlicher Name

In der Wissenschaft wird die Küchenschelle unter dem Namen Pulsatilla vulgaris geführt. Pulsatilla leitet sich dabei ähnlich wie der deutsche Name vom lateinischen Wort 'pulsare', also 'schlagen, läuten' ab.

Volkstümliche Namen

Im Volksmund ist die hübsche Kuhschelle auch unter folgenden Namen bekannt:

  • Wolfspfote
  • Bocksbart oder Bockskraut
  • Gugguche, Gugguros oder Gungerose
  • Däiwelsbaart
  • Osterblume oder Osterschelle
  • Teufelsbart
  • Windblume
  • Schlafblume
  • Hackerkraut, Hackelkraut, Hackenkraut oder Hacketkraut
  • Bitzblume
  • Gadelosen
  • Glocken
  • Arschcucke
  • Güggelblume
  • Heuschlafen
  • Isterbleam
  • Beißwurz, Bitzwurz oder Bisswurz
  • Biernblomen
  • Kronblom
  • Mannskraut
  • Siebenschläferl
  • ruug Moderkrut
  • Mutterblumen
  • Wildmannskraut
  • Plumpblomen
  • Schlottenblumen
  • Klockenblume
  • Tageschlaf
  • Weinkraut

Gattung / Pflanzenfamilie

Die Küchenschelle gehört zur Gattung der Kuhschellen (Pulsatilla) und zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae).

Heilwirkung der Küchenschelle

Die Kuhschelle ist giftig und kann bei empfindlichen Personen schon bei der Berührung Probleme hervorrufen. Niedrig dosiert oder homöopathisch wirkt sie:

Inhaltsstoffe

Die Küchenschelle ist eine giftige Pflanze, die nur in sehr geringen Dosen heilsame Kräfte besitzt. Sie enthält:

Anwendung der Küchenschelle

In der Volksheilkunde wird die Kuhschelle selten verwendet, da sie nicht nur giftig, sondern sogar schon bei der Berührung zu Problemen führen kann. Dies betrifft aber nur empfindliche Personen.

Die Giftigkeit verliert sich wie das bei vielen Hahnenfußgewächsen durch das Trocknen der Pflanze. Die hautreizende Wirkung wird in der Homöopathie genutzt.

Dort erfreut sie sich vor allem für Probleme bei Frauen großer Beliebtheit und wird für viele Beschwerden, die von Migräne über Magenschmerzen bis hin zu unregelmäßiger Periode, Störungen der Harnorgane sowie Erkältungen reichen. In der Homöopathie stellt die Heilpflanze auch einen eigenen Konstitutionstyp dar.

Äußerliche Anwendung

Homöopathie

Die Homöopathie nutzt die hautreizende Wirkung und verwendet die Küchenschelle im unverdünnten Zustand gegen Ekzeme und Nesselsucht.

Innerliche Anwendung

Aufgrund der Giftigkeit der Heilpflanze wird vor einer Selbstanwendung der Küchenschelle abgeraten.

Homöopathische Mittel sind dagegen sehr beliebt und hilfreich.

Tee

Ein Teelöffel getrocknetes Kraut wird mit einer Tasse kochendes Wasser übergossen und 10 Minuten ziehen gelassen. Eine Tasse dieses Tees wird dreimal am Tag getrunken.

Bei folgenden Leiden hilft die Küchenschelle

Innerliche AnwendungÄußerliche Anwendung
NervenbeschwerdenEkzeme
Entzündungen der FortpflanzungsorganeNesselsucht
Frauenleiden
Geburtsvorbereitung
Wochenbettdepressionen
Menstruationsbeschwerden
Entzündungen
Pilzinfektionen
Kopfschmerzen
Erkrankungen der Atemwege
Asthma-Symptome
Fieber
Spannungskopfschmerzen
Muskelkrämpfe
Angstzustände
Rheuma
Ohrenschmerzen
Nervosität

Vorkommen und Sammelzeit der Küchenschelle

Die Heilpflanze ist heute sehr selten geworden und steht unter Naturschutz. Man kann die Blume des Jahres 1996 aber manchmal an trockenen, sonnigen Hängen finden. Sie liebt kalkhaltige Böden und ist in Mittel- und Westeuropa verbreitet.

In Deutschland ist die Küchenschelle fast nur noch im Mittelgebirgsraum verbreitet. Seitdem Steingärten in Mode gekommen sind, ist die Küchenschelle oft in Gärten zu finden und wird oft in Staudengärtnereien und Gartencentern angeboten.

Sammelzeit

Die Küchenschelle ist geschützt und kann daher an wild wachsenden Stellen nicht gesammelt werden.

Das Kraut wird von März bis Mai gesammelt.

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