Kürbis

Kürbis ist eine der wenigen Pflanzen, dessen Heilwirkung weitgehend verbreitet ist. Insbesondere die Heilkräfte gegen Prostatabeschwerden sind bekannt. Darüber hinaus kann das Gemüse aber auch weitere Erkrankungen heilen beziehungsweise die verursachten Leiden lindern.

Im Vordergrund einer Behandlung mit Kürbis stehen vor allem Probleme des Verdauungssystems oder des Harnapparates. Behandlungen und Therapien mit dieser Heilpflanze sind zum einen mit den Kernen, zum anderen aber auch mit dem Fruchtfleisch möglich.

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Die wichtigsten Fakten über den Kürbis

Für die Medizin und die Naturheilkunde ist vor allem der einjährige Gartenkürbis von Bedeutung. Dieser kann in der Regel problemlos im Garten angebaut werden, muss aber zwingend vor Kälte geschützt werden, weil er bereits bei kalten Sommertemperaturen ab etwa zehn Grad zu erfrieren droht.

Der Gartenkürbis kann ein Gewicht von bis zu 30 kg erreichen. Somit zählt der Kürbis zu den größten Früchten überhaupt. Das schwerste Exemplar wurde 2007 in den USA gewogen. Unglaubliche 766 kg zeigten die Messgeräte an. Eine weitere Auszeichnung erhielt das Gemüse im Jahr 2005: Als Arzneipflanze des Jahres.

Wissenschaftlicher Name

In der Wissenschaft, Schulmedizin, Naturheilkunde sowie in der Homöopathie und Pharmakologie ist der Kürbis auch unter dem Namen Cucurbita pepo bekannt.

Volkstümliche Namen

Darüber hinaus hat das Gartengemüse im Laufe der Zeit einige volkstümliche Namen erhalten.

Gattung/Pflanzenfamilie

Der bedeutsame Gartenkürbis gehört der namensgebenden Gattung der Kürbisse an. Diese werden auch Cucurbita genannt. Dem übergeordnet stehen die Kürbisgewächse, welche auch als Cucurbitaceae bezeichnet werden.

Heilwirkung des Kürbis

Der gewöhnliche Gartenkürbis kann in ganz unterschiedlichen Bereichen zur Heilung beziehungsweise Linderung verhelfen. Die Inhaltsstoffe wirken:

Inhaltsstoffe

Der Kürbis verfügt über viele verschiedene Inhaltsstoffe, die für die heilenden Wirkungen verantwortlich sind:

  • Linolsäure
  • Salizylsäure
  • Phytosterin
  • Emulsin
  • Edestin
  • Urease
  • Phytin
  • Diastase
  • Harz
  • Enzyme

Anwendung des Kürbis

Der Kürbis kann als Heilpflanze ganz unterschiedlich angewandt werden. Im Vordergrund steht allerdings die innerliche Anwendung.

Zur äußerlichen Behandlung gibt es in der Regel keine Anwendungsbereiche.

Als Medikament

Der Gartenkürbis wird in verschiedenen Medikamenten als Heilpflanze eingesetzt. Vor allem Medikamente bei Prostatabeschwerden sind mit den Inhaltsstoffen angereichert. Sie sind sowohl in Apotheken wie zum Teil auch in Drogeriemärkten oder im Handel erhältlich.

Geröstete Kürbiskerne

In der Regel kann man das Innere der Kürbiskerne problemlos essen. Darüber hinaus kann man die Kürbiskerne auch rösten. Kürbiskerne helfen beispielsweise gegen Bandwürmer. Hierfür sollte man circa 300 Gramm der geschälten Kerne essen und im Anschluss, nach circa einer Stunde, einen Esslöffel Rizinusöl zu sich nehmen.

Als Gemüse oder Suppe

Kürbis lässt sich hervorragend als schmackhaftes Gemüse zubereiten. Verwendet wird das Fleisch des Gemüses. Ferner lassen sich leckere Kürbissuppen zubereiten. Ganz gleich, wie der Kürbis verzehrt wird, er wirkt besonders magenschonend und kann die Verdauung anregen.

Bei folgenden Leiden hilft der Kürbis

Nachfolgend finden Sie eine Tabelle, welcher sie entnehmen können, bei welchen Leiden und Erkrankungen der Kürbis zur Heilung oder Linderung beitragen kann.

KerneFruchtfleisch
Blasenschwächezur Schonung des Magens
ProstatabeschwerdenFettsucht
BandwürmerGicht
Rheuma
Herzbeschwerden
Nierenschwäche
Verstopfung

Vorkommen und Sammelzeit

Die Ursprungsform des uns heute bekannten Gartenkürbis ist der Texanische Wildkürbis. Als Heimat wird vermutet, dass die Heilpflanze zwischen Peru und den südlichen USA aufgetaucht ist. Mittlerweile wird der Kürbis jedoch als Kultur- und Sommergemüse im Mittelmeerraum sowie in Kleinasien und den USA gezüchtet.

Auch in Deutschland findet der Gartenkürbis mehr und mehr Anklang. Er ist sehr wärmeliebend und benötigt sehr viele Nährstoffe. Am Besten gedeiht das Gemüse auf Kompostbeeten und Komposthaufen.

Sammelzeit

Der Kürbis wird relativ spät im Jahr eingesammelt. Vorwiegend in der Zeit von September bis Dezember.

Verwendbare Pflanzenteile

In der Medizin, Naturheilkunde, Homöopathie und Pharmakologie werden vor allem die Samen und das Fruchtfleisch des Kürbis verwendet.

Die Kerne und das Fruchtfleisch lassen sich bei unterschiedlichen Leiden anwenden.

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