Kurkuma

Kurkuma ist ein wunderbares Gewürz, das verschiedene Geschmäcker entfalten kann. Zum einen kann es mildwürzig und etwas bitter schmecken, sofern es getrocknet genutzt wird.

Zum anderen kann es leicht brennend und mit einem harzigen Beigeschmack auftreten, wenn man es frisch verarbeitet.

Kurkuma dient aber nicht nur als faszinierendes Gewürz in der Küche, sondern ebenso als hochwertige Heilpflanze. Das Ingwergewächs bietet vielfältige Inhaltsstoffe, die einen positiven Einfluss auf die Gesundheit haben.

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Die wichtigsten Fakten über Kurkuma

Die aus Südostasien stammende Pflanze wird in zahlreichen tropischen Regionen kultiviert. Das ausdauernde und krautige Gewächs kann eine Wuchshöhe von bis zu einem Meter erreichen. Kurkuma ähnelt in seinem Äußeren sehr stark dem Ingwer und unterscheidet sich vor allem durch seine intensive, gelbe Farbe.

Der enthaltene Farbstoff wird unter anderem dafür verwendet, das Gewürz Curry einzufärben. Ferner wird der Farbstoff in der Nahrungsmittelindustrie eingesetzt, beispielsweise für Senf oder verschiedene Teigwaren.

Wissenschaftlicher Name

In der Wissenschaft, Medizin und weiteren heilkundlichen Zweigen wird die Heilpflanze auch als Curcuma longa bezeichnet.

Volkstümliche Namen

Im Volksmund haben sich bislang nur wenige eingebürgerte Namen verbreitet. Zu diesen zählen:

Gattung/Pflanzenfamilie

Kurkuma zählt zur gleichnamigen Gattung der Curcuma. Diese wiederum ist ein Teil der Pflanzenfamilie der Ingwergewächse, welche auch als Zingiberaceae. Ingwergewächse gehören laut allgemeinem Klassifizierungssystem der Pflanzenordnung der Ingwerartigen, oder auch Zingiberales, an.

Heilwirkung des Kurkumas

Als Heilpflanze hat der Kurkuma unterschiedliche Wirkungskreise. Die Inhaltsstoffe des Gewächses führen zu nachfolgenden Heilwirkungen:

Inhaltsstoffe

Die im Kurkuma enthaltenen Inhaltsstoffe sind, wie bei zahlreichen anderen Pflanzen aus der Heilkunde, sehr vielfältig. Die wichtigsten und für den menschlichen Organismus bedeutsamsten werden nachfolgend aufgelistet:

Anwendung des Kurkuma

Kurkuma kann seine Wirkungen und Kräfte sowohl innerlich wie auch äußerlich entfalten.

Äußerliche Anwendung

Zur äußerlichen Behandlung mit der Heilpflanze bestehen folgende Anwendungsmöglichkeiten:

Als Umschlag

Zur Herstellung eines Umschlages muss ein Aufguss zubereitet werden. Hierzu werden die getrockneten oder die frischen Teile des Wurzelstocks mit heißem Wasser übergossen. Anschließend sollte der Aufguss mindestens fünf Minuten ziehen, bevor in ihm ein Tuch getränkt wird, welches anschließend auf die betroffene Hautstelle gelegt werden muss.

Zum Einreiben

Entzündliche Stellen, sowie Prellungen und Verstauchungen können auch mit der frischen Kurkumawurzel eingerieben werden.

Innerliche Anwendung

Innerlich wird Kurkuma vorrangig als Tee oder als Pulver angewandt:

Als Tee

Für die Zubereitung von einem Tee werden in der Regel die getrockneten Teile der Wurzel verwendet. Diese werden mit heißem Wasser übergossen. Der Tee sollte mindestens fünf Minuten ziehen, bevor er genossen wird. Pro Tag empfehlen sich zwei Tassen Kurkuma Tee.

Als Pulver

Kurkumapulver ist zum Beispiel in Apotheken erhältlich. Darüber hinaus gibt es in Apotheken und Drogeriemärkten verschiedene Präparate, die mit der Heilpflanze angereichert sind, und unterschiedliche Leiden lindern können.

Bei folgenden Leiden hilft der Kurkuma

Der nachfolgenden Übersicht kann entnommen werden, bei welchen Leiden es sinnvoll sein kann, Kurkuma anzuwenden.

Innerliche AnwendungÄußerliche Anwendung
leichte VerdauungsbeschwerdenPrellungen
Reizmagenentzündliche und septische Erkrankungen der Haut
leichte Leber-Gallen-Beschwerdenentzündliche und septische Erkrankungen der Augen
Diarrhö
Bronchitis
Gelbsucht
Wurmbefall

Vorkommen und Sammelzeit

Kurkuma ist ein Ingwergewächs, das ursprünglich aus Südasien stammt. Von da aus kam die Pflanze nach Indien. Später wurde sie auch nach Westindien und Südamerika gebracht. Ebenso findet man das Gewächs im Mittelmeerraum. Heutzutage wird die Heilpflanze, vor allem zu kommerziellen Zwecken, in den tropischen Regionen kultiviert und angebaut.

Sammelzeit

Kurkuma wird überwiegend in den Monaten Dezember und Januar eingesammelt beziehungsweise geerntet.

Verwendbare Pflanzenteile

Zu medizinischen Zwecken wird hauptsächlich der Wurzelstock vom Kurkuma verwendet.

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