Lauch

Der Lauch ist vielen auch als Porree bekannt und sowohl roh als auch gekocht ein echter Genuss, der aufgrund seines intensiven Geruchs nicht allen zusagt.

Das Gemüse kann aber auch als Heilpflanze genutzt werden und wirkt dabei harntreibend und schleimlösend. Somit eignet es sich zum Beispiel für die Linderung von Husten.

Beim Einsatz von Lauch sollte man allerdings beachten, dass er wie sein Verwandter, die Zwiebel, Blähungen verursachen kann.

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Die wichtigsten Fakten über den Lauch

Der Name Lauch war ursprünglich nur im Südwesten Deutschland und vereinzelt in Österreich üblich. Im Rest Deutschlands ist und war die Nutz- und Heilpflanze unter dem Namen Porree bekannt. Heute werden beide Namen verwendet.

Der Lauch ist eine beliebte Gemüsepflanze, die schon von den Erbauern der ägyptischen Pyramiden geschätzt wurde. Auch Nero war ein großer Anhänger der senfölhaltigen Pflanze und wurde daher auch 'Porrophagus' (Lauchfresser) genannt.

Wissenschaftlicher Name

In der Wissenschaft ist der Kulturlauch unter dem Namen Allium ampeloprasum subsp. ampeloprasum bekannt.

Volkstümliche Namen

Der Lauch ist im Volksmund auch unter folgenden Namen bekannt:

  • Breitlauch, Winterlauch, Spanischer Lauch oder Fleischlauch
  • Aeschlauch oder Aschlauch
  • Burren, Burrei oder Burri
  • Phorro
  • Porlok
  • Bieslook
  • Loek
  • Phorsame oder Porsam
  • Prei
  • Prieslauch
  • Bolle
  • Biramsam
  • Borren
  • Burrä
  • Burchon
  • Priselocher
  • Fristlich
  • Slauch
  • Lauchekyl
  • Lók oder Look
  • Pfarr
  • Gemeinloch
  • Kil
  • Pforisamo
  • Pharren
  • Läuchel
  • Poré
  • Welschzwiebel
  • Prö und
  • Pork

Gattung / Pflanzenfamilie

Der Lauch ist eine Pflanzenart aus der Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae) und gehört zur Gattung Lauch (Allium). Der Porree ist eine Kulturform des Ackerlauchs (Allium ampeloprasum), der im Mittelmeerraum wild wächst.

Heilwirkung des Lauchs

Der Lauch ist ein gesundes Gemüse mit vielen Vitaminen und Mineralien. Wie Zwiebeln wirkt der Porree blähend. Als Heilpflanze werden ihm aber auch folgende Wirkungen zugeschrieben:

Inhaltsstoffe

Der intensive Geruch und Geschmack des Lauchs geht auf die Schwefelverbindung Propanthial-S-Oxid zurück. Diese wird durch Isoalliin und dem als Katalysator fungierenden Enzym Allinase gebildet. Darüber hinaus enthält der Porree unter anderem:

Anwendung des Lauchs

Lauch wird nicht nur in der Küche geschätzt, sondern ist auch eine Heilpflanze, die wegen der schleimlösenden Wirkung bei Husten und anderen Krankheiten hilft. Beim Genuss von Porree kann es allerdings genauso wie bei Zwiebeln zu Blähungen kommen.

Äußerliche Anwendung

Insektenstiche

Als Kompresse aufgelegt, verspricht der unterste, weißliche Teil des Lauchstängels eine rasche Linderung bei Insektenstichen.

Innerliche Anwendung

Innerlich angewendet belebt Lauch den Darm und wirkt abführend und harntreibend. Zudem fördert er den Appetit und verhindert die Bildung von Gärungs- und Fäulnisprodukten. Trotz seiner heilsamen Wirkungen findet der Porree als Heilpflanze nur wenig Anwendung. Dabei kann er gerade im Winter bei Vitamin C-Mangelzuständen helfen.

Gute Dienste leistet er sowohl bei Nierenerkrankungen als auch bei Stoffwechselleiden wie Gicht, Fettsucht und Blutgefäßproblemen. Dank des enthaltenen Lauchöls, welches zum Teil über die Lunge ausgeschieden wird, und den Schleimstoffen, erleichtert der Lauch bei Bronchialkatarrhen die Absonderung aus den Luftwegen.

In der Küche

Lauch kann sowohl roh als auch gekocht gegessen werden und ist ein gesundes Gemüse. Ähnlich wie Zwiebeln verursacht es beim Genuss Blähungen.

Bei folgenden Leiden hilft der Lauch

Innerliche AnwendungÄußerliche Anwendung
AppetitlosigkeitInsektenstiche
Darmentzündung
Husten und Bronchialkatarrhen
Frühjahrsmüdigkeit
Gicht
Hexenschuss
Magenentzündung

Vorkommen und Sammelzeit des Lauchs

Die Urform des Lauchs stammt aus dem Mittelmeerraum und wurde schon sehr früh als Gemüse genutzt. Im Mittelalter ist er wahrscheinlich nach Mitteleuropa gekommen und erfreut sich seitdem auch hier einer großen Beliebtheit. Als Starkzehrer schätzt der Porree einen tiefgründigen und leichten, aber nährstoffreichen Boden mit einem hohen Gehalt an Stickstoff.

Sammelzeit

Aufgrund der großen Frosthärte kann der Porree auch im Winter auf dem Feld verbleiben und von Oktober bis Februar geerntet werden.

Bei Aussaaten im kalten Gewächshaus können die Pflanzen auch schon ab Juni geerntet werden.

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