Lavendel

Der Lavendel ist in ganz Deutschland eine beliebte Gartenpflanze. Vor allem wegen seines hinreißenden Duftes und seiner leuchtenden Farbe.

Doch die Blüten können nicht nur gut aussehen, sondern darüber hinaus wahre Wunder in der Medizin bewirken.

Im Jahr 2008 wurde der Lavendel von der Fachjury des Theophrastus-Naturheilvereins zur Heilpflanze des Jahres gekürt. Dennoch wissen nur wenige Menschen, welche Wirkung in den Blüten steckt.

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Die wichtigsten Fakten über den Lavendel

Im Vergleich zu zahlreichen anderen Heilpflanzen wird der Lavendel nicht nur in der Naturheilkunde und Homöopathie anerkannt. Auch in der Schulmedizin kommt er immer wieder zum Einsatz.

Vorzugsweise wird die Heilpflanze als Sedativum bei Unruhezuständen und Einschlafstörungen genutzt. Darüber hinaus kommt er häufig bei unruhigen Babys, beispielsweise in Form von Lavendelkissen, zum Einsatz.

Wissenschaftlicher Name

Der echte Lavendel ist in der Wissenschaft unter drei verschiedenen Bezeichnungen bekannt. Zum einen wird er als Lavandula angustifolia geführt. Diese Bezeichnung findet insbesondere in der Medizin und Heilkunde Anwendung. Darüber hinaus wird die Heilpflanze als Lavandula officinalis sowie als Lavandula vera bezeichnet.

Volkstümliche Namen

Der Lavendel verfügt ferner über einige volkstümliche Namen. So zum Beispiel:

Gattung / Pflanzenfamilie

Der echte Lavendel gehört der gleichnamigen Gattung der Lavendel an. Diese wiederum ist der Familie der Lippenblütler untergeordnet. Damit handelt es sich bei dieser Heilpflanze um eine Pflanze aus der Ordnung der Lippenblütlerartigen.

Heilwirkung des Lavendels

Die Heilwirkungen des Lavendels sind recht vielfältig. Nachfolgend sollen einige Bereiche genannt werden:

Inhaltsstoffe

Lavendel setzt sich aus ganz unterschiedlichen Bestandteilen zusammen. Nachfolgend sollen die Wichtigsten genannt werden:

Anwendung des Lavendels

Es gibt ganz unterschiedliche Anwendungsmöglichkeiten des Lavendels. Er kann sowohl innerlich wie auch äußerlich für Linderung sorgen.

Äußerliche Anwendung

Äußerlich gibt es zahlreiche Möglichkeiten einer Lavendelanwendung:

Als Tee

Zur Herstellung eines Tees für die äußerliche Anwendung werden die getrockneten Blüten der Heilpflanze genutzt. Dafür müssen die Blüten lediglich mit heißem Wasser übergossen werden.

Als Kräuterkissen

Kräuterkissen mit Lavendel eignen sich vor allem zur Beruhigung von Säuglingen und Kleinkindern. Hierbei werden die Blüten in kleine Stoffkissen eingenäht. Darüber hinaus können die Kissen, aufbewahrt in einem Schrank, Kleidermotten vertreiben.

Als Badezusatz

Zur Herstellung eines Badezusatzes können die getrockneten Blüten in das Badewasser getan werden. Alternativ besteht die Möglichkeit, eine Mischung aus Lavendeltee herzustellen. Als Badezusatz wird Lavendel hauptsächlich zu Zwecken der Entspannung genutzt.

Als Creme oder Salbe

Lavendelcremes und Salben werden genutzt, um Hautreizungen zu behandeln. Die jeweiligen Produkte sind in Drogeriemärkten sowie in Apotheken erhältlich.

Als Kräuteressig

Kräuteressig mit Lavendel hilft gegen rheumatische Beschwerden. Mit ihm werden die betroffenen Gliedmaßen eingerieben. Hergestellt wird der Kräuteressig mit zehn Gramm Lavendelblüten, zehn Gramm Weingeist und 80ml Weinessig. Die Mischung aus den genannten Bestandteilen muss circa fünf Tage ziehen, bevor die Blüten abgeseiht werden.

Als ätherisches Öl

Ätherische Öle aus der Heilpflanze sind in Apotheken sowie in Drogerien erhältlich. Das Öl kann als Raumduft, zur Beruhigung und Entspannung genutzt werden. Darüber hinaus lässt es sich in Cremes, Badezusätzen und Hautölen verwenden.

Innerliche Anwendung

Die Möglichkeiten einer innerlichen Anwendung sind recht beschränkt. So wird der Lavendel lediglich als Tee oder Teemischung aufgenommen.

Bei folgenden Leiden hilft der Lavendel

Der nachfolgenden Tabelle kann entnommen werden, bei welchen Leiden die Heilpflanze angewandt wird:

Innerliche AnwendungÄußerliche Anwendung
AsthmaAsthma
HerzbeschwerdenAugenringe
BluthochdruckErschöpfungszustände
HustenHusten
KreislaufschwächeNervosität
MagenkrämpfeRheumatische Schmerzen
MigräneWasseransammlungen
NervositätEntzündete Wunden
NervenschwächeGesichtsrose
SchlaflosigkeitGürtelrose

Vorkommen und Sammelzeit des Lavendels

Ursprünglich ist die Pflanze in der Küstenregion des Mittelmeerraums beheimatet. Mittlerweile ist der Lavendel allerdings in ganz Südeuropa verbreitet. Da die Heilpflanze winterhart ist, überlebt sie auch unseren Winter sehr gut, ohne dass spezielle Vorkehrungen getroffen werden müssen. Bevorzugt wächst der echte Lavendel an Hängen, die besonders trocken und felsig sind.

Sammelzeit

Die Blüten der Lavendelpflanze werden im Juli und August eingesammelt. In der Regel ist eine Trocknung der Blüten notwendig.

Verwendbare Pflanzenteile

Vom Lavendel werden zu medizinischen und gesundheitlichen Zwecken ausschließlich die Blüten verwendet.

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