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Das Mädesüß ist eine Heilpflanze, die in fast ganz Deutschland zu finden ist. Die Pflanze mit den kleinen, weißen Blüten wächst überall in der Natur, besonders häufig jedoch an Gewässerrändern, in Erlen-Eschenwäldern und auf Feuchtwiesen.

Woher der doch sehr spezielle Name der Heilpflanze kommt, ist nicht eindeutig klar. Die am weitesten verbreitete Erklärung von Mädesüß verweist darauf, dass früher Wein und vor allem Met damit gesüßt wurde.

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Die wichtigsten Fakten über die Heilpflanze Mädesüß

Wissenschaftlicher Name

Der wissenschaftliche Name dieser heimischen Heilpflanze lautet Filipendula ulmaria.

Weitere Namen/volkstümliche Namen

Darüber hinaus ist das Mädesüß auch unter folgenden Namen bekannt:

Pflanzenfamilie/Gattung

Das echte Mädesüß gehört zur Familie der Rosengewächse. Der lateinische Name dieser Gattung lautet Rosaceae. Diese Familie ist sehr vielfältig und umfasst unter anderem Kräuter wie den Wiesenknopf und den Frauenmantel, aber auch Gehölze wie den Apfelbaum oder (natürlich) den Rosenstrauch.

Heilwirkung

Dass das Kraut als Heilpflanze eingesetzt werden kann, war schon den Menschen in der Antike bekannt. Auch die alten Germanen nutzten das Kraut, um damit verschiedene Beschwerden zu behandeln. Das Mädesüß wirkt unter anderem:

Heute ist das Mädesüß vor allem wegen seiner schmerzstillenden Wirkung bekannt. Diese tritt auf, da der Körper Salicylsäure bildet, wenn Mädesüß konsumiert wird. Diese Säure hat eine ähnlich schmerzlindernde Wirkung wie Schmerzmittel, wirkt aber nicht ganz so intensiv.

Weiterhin wird das Kraut eingesetzt, um Entzündungen zu unterbinden und Fieber zu senken. Es handelt sich hierbei also um eine klassische Heilpflanze, die besonders häufig bei Erkältungen oder Grippen zum Einsatz kommt und eine schonende Linderung der entsprechenden Beschwerden verspricht.

Inhaltsstoffe

Wie jede andere Heilpflanze auch, weist das Mädesüß eine Reihe verschiedener Inhaltsstoffe auf, die für die gesundheitsfördernde Wirkung sorgen. Hierzu gehören:

Anwendung des Mädesüß

Wer von der heilenden Wirkung des Mädesüß profitieren will, kann dazu Blüten, Blätter und auch die Wurzeln der Heilpflanze zu sich nehmen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, diese Pflanzenteile sowohl innerlich als auch äußerlich anzuwenden. Hierfür kommen in erster Linie die weißen Blüten und die Wurzeln zum Einsatz.

Äußerliche Anwendung

Äußerlich angewendet tritt Mädesüß vor allem als Tinktur oder Badezusatz in Erscheinung. Die Zubereitung ist in beiden Fällen sehr einfach und erfordert keine große Vorbereitung.

Zur Zubereitung einer Tinktur muss das Kraut mehrere Wochen in hochprozentigen Alkohol eingelegt und anschließend abgeseiht werden. Die während dieser Prozedur entstehende Flüssigkeit kann anschließend auf äußerliche Entzündungen aufgetragen und auch zum Gurgeln verwendet werden.

Wer die Heilpflanze als Zusatz im Badewasser verwenden will, muss einfach nur ein paar Blüten des Mädesüß in das möglichst warme Wasser geben. Danach entfalten diese ihre Wirkung von ganz allein.

Innerliche Anwendung

Im Hinblick auf die innerliche Anwendung von Mädesüß wird in der Regel immer als erstes der Mädesüß-Tee genannt. Dieser kann sowohl aus den Blüten als auch aus den Wurzeln der Heilpflanze hergestellt werden:

Mädesüß-Tee aus den BlütenMädesüß-Tee aus den Wurzeln
Die Blüten werden mit heißem Wasser übergossen und ziehen anschließend ein paar Minuten. Dann werden die Blüten abgeseiht und der Tee kann getrunken werden.Die Wurzeln werden mehrere Stunden in kaltem Wasser eingeweicht. Im Anschluss daran wird das Wasser inklusive der Wurzeln aufgekocht. Nach einer zweiminütigen Ziehzeit wird der Tee abgeseiht und warm getrunken.

Da der Tee entzündungshemmend, schmerzlindernd und harntreibend wirkt, wird er insbesondere bei Erkältungen, Grippen und Blasenproblemen eingesetzt.

Blätter und Blüten des Mädesüß können auch als würzige und gesunde Kräuter in die Küche integriert werden. Die Bestandteile der Heilpflanze eignen sich zum

Bei folgenden Leiden hilft das Mädesüß

Innerliche AnwendungÄußerliche Anwendung
Erkältung, GrippeRheuma
Kopfschmerzen, MigräneGicht
NierenproblemeHautkrankheiten
BlasenproblemeEntzündungen
DarmproblemeWassersucht

Vorkommen

Die Heilpflanze kommt in fast ganz Europa vor. Eine Ausnahme bildet der südliche Mittelmeerraum, da es hier zu warm und trocken ist.

Wer aufmerksam ist, kann das Mädesüß an vielen Orten in der freien Natur finden. Hierzu gehören vorrangig

Oder anders formuliert: Die Heilpflanze fühlt sich überall da wohl, wo es überdurchschnittlich feucht ist. Dabei sind ihr auch höhergelegene Standorte gelegen. In den Alpen und im Schwarzwald erobert das Mädesüß Gebiete weit über 1000 Meter.

Sammelzeit

Wer die aromatischen und gesunden Blüten der Heilpflanze sammeln will, sollte sich im Juni und August auf die Suche nach dem Mädesüß machen. In dieser Zeit blüht die Pflanze besonders üppig und versprüht einen intensiven Duft, der die Suche leichter macht.

Die Früchte der Pflanze können hingegen am besten im Oktober gesammelt werden.

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