Heilpflanze Maiglöckchen

Während das Maiglöckchen früher eine vielfältig genutzte Heilpflanze darstellte, geriet sie nach der Entdeckung ihrer Giftigkeit in Vergessenheit.

Erst im 19. Jahrhundert entdeckte die Schulmedizin die herzwirksamen Inhaltsstoffe und nutzte sie in Fertigpräparaten.

Aufgrund der Giftigkeit sollte die Frühjahrsblume nicht selbst angewendet werden. Zudem stehen die wilden Pflanzen unter Naturschutz und dürfen nicht gepflückt werden. Aus den im Garten wachsenden Blumen kann man dagegen einen hübschen Blumenstrauß zusammenstellen.

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Die wichtigsten Fakten über das Maiglöckchen

Der Name des hübschen Maiglöckchens ist leicht zu erklären. Schließlich blühen die kleinen, glockenförmigen Blumen im Mai und sind damit frohe Frühlingsbotschafter.

  • Da das Maiglöckchen sehr giftig ist und zudem unter Naturschutz steht, sollten wilde Exemplare nicht als Zier- oder Heilpflanze gepflückt werden.

Im Jahre 2014 war das Maiglöckchen daher auch Giftpflanze des Jahres. Das Maiglöckchen wird nicht nur in der Medizin als Herzmittel genutzt, sondern auch die Parfümindustrie schätzt das Blütenöl und setzt es häufig Parfüms zu.

Wissenschaftlicher Name

In der Wissenschaft wird das Maiglöckchen unter dem Namen Convallaria majalis geführt.

Volkstümliche Namen

Aufgrund seiner Blütezeit wird das Maiglöckchen auch als Maiblume, Maiblümchen, Maienlilie, Maizauken bezeichnet. Weitere Namen aus dem Volksmund sind:

Gattung / Pflanzenfamilie

Das Maiglöckchen ist eine Pflanze aus der artenarmen Gattung Convallaria und Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae).

Heilwirkung des Maiglöckchens

Die Heilpflanze ist tödlich giftig und darf nur in Fertigpräparaten oder homöopathisch (ab D1) angewendet werden. Dann wirkt sie:

Inhaltsstoffe

Das Maiglöckchen ist hochgiftig! Die giftigen Inhaltstoffe sind vor allem 38 herzwirksame Steroid-glykoside wie:

Darüber hinaus sind:

enthalten.

Anwendung des Maiglöckchens

  • Während das Maiglöckchen früher als Allheilmittel galt, wird es heute wegen seiner Giftigkeit kaum noch als Heilpflanze verwendet. Aber in der Homöopathie und in Fertigpräparaten werden die wirksamen Herzglykoside vor allem bei Herzbeschwerden genutzt.

In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das Maiglöckchen von der Schulmedizin entdeckt und ähnlich wie der Fingerhut und die Scilla bei Herzmuskelschwäche mit Wasserstauung verwendet. Dabei ist die Heilpflanze weniger giftig als der oft benutzte Fingerhut und die Wirkstoffe des Maiglöckchens sammeln sich nicht schädlich im Körper an.

Innerliche Anwendung

Nur in homöopathischen Dosen (ab D1) oder als Fertigpräparat verwenden!

Herzbeschwerden

Präparate mit den Wirkstoffen des Maiglöckchens werden heute gern gegen verschieden Herzbeschwerden eingesetzt. So helfen sie gegen Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen sowie Altersherz. Auch zur Vorbeugung gegen sowie zur Nachbehandlung bei einem Schlaganfall werden die Wirkstoffe benutzt.

Auch gegen herzbedingtes Asthma gibt es Fertigpräparate, die vom Arzt verschrieben werden müssen. Oft werden die Fertigmittel mit anderen herzwirksamen Drogen aus Adoniskraut, Meerzwiebeln oder Oleanderblättern gemischt.

Bei folgenden Leiden hilft das Maiglöckchen

Als homöopathisches Mittel (ab D1!) und in Fertigpräparaten hilft die Heilpflanze bei:

Innerliche Anwendungen
Herzschwäche
Herzwassersucht
Herzrhythmusstörungen
Asthma
Verstopfung
niedrigem Blutdruck
Schlaganfall (vorbeugend)
Nervenschwäche
Epilepsie

Vorkommen und Sammelzeit der Maiglöckchens

Das Verbreitungsgebiet des Maiglöckchens erstreckt sich über fast ganz Europa. Auch in Nordamerika gilt die Gift- und Heilpflanze als eingebürgert.

Dabei liebt das gesellig wachsende Maiglöckchen Buchen- und sommergrüne Eichenwälder, aber auch lichte Kiefernwälder auf trockenen bis leicht feuchten Standorten. Zudem sind Zuchtformen des Maiglöckchens weltweit in Gärten und Parks als Zierpflanze beliebt.

Sammelzeit

Die hochgiftige Pflanze blüht - wie der Name bereits verrät - im Mai. Sollte aber wegen ihrer Giftigkeit nicht gesammelt werden.

Da die Blumen zudem unter Naturschutz stehen, dürfen Wildpflanzen nicht gepflückt werden.

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