Heilpflanze Majoran

Der Majoran ist nach der Petersilie, das am häufigsten in Deutschland angebaute Kraut zum Würzen in der Küche. Aber nicht nur dort leistet es mit seinem angenehmen Aroma gute Dienste.

Auch in der Heilkunde werden die Pflanze und deren ätherische Öle geschätzt. Dabei wird Majoran gegen Bauchschmerzen bei Babys genauso verwendet wie als Tee gegen Verdauungsbeschwerden, Migräne, Nierenschwäche, Schnupfen und die Seekrankheit.

Ein wahrhaft vielfältiges Kraut, das also nicht nur Gerichte würzt, sondern auch bei den unterschiedlichsten Beschwerden helfen kann.

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Die wichtigsten Fakten über den Majoran

Laut Aphrodite, der griechischen Göttin der Liebe und Schönheit, ist der Majoran ein Symbol der Glückseligkeit. Daher war es in Griechenland üblich, frisch verheirateten Paaren Girlanden mit Majorankraut um den Hals zu legen. So wurde auch der griechische Gott der Hochzeit, Hymenaios, oft mit einem Majorankranz gezeigt.

Wissenschaftlicher Name

In der Wissenschaft ist der Majoran unter dem Namen Origanum majorana bekannt. Die Gartenform heißt Origanum hortensis.

Volkstümliche Namen

Aufgrund seiner Verwendung wird der Majoran auch Wurstkraut, Bratenkräutel, Bratekräutche, Blutwürze oder Wurstkräutel genannt. Darüber hinaus ist er im Volksmund auch unter folgenden Namen bekannt:

Gattung / Pflanzenfamilie

Der Majoran gehört innerhalb der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) zur Gattung Dost.

Heilwirkung des Majorans

Der Majoran ist für seine verdauungsförderlichen Eigenschaften bekannt und wirkt:

Inhaltsstoffe

Je nach Standort und Klima enthält die Heilpflanze 0,7 und 3,5 % ätherische Öle. Während der Blütezeit sind die Gehalte allerdings am höchsten. Zudem enthält Majoran:

Anwendung des Majorans

Der Majoran nicht nur ein äußerst beliebtes Küchengewürz, sondern dient auch als Heilpflanze. In der Küche wird er daher auch aufgrund seiner verdauungsstärkenden Eigenschaften bei deftigen Speisen geliebt. Dabei hilft er gegen Blähungen, Krämpfe der Verdauungsorgane sowie Blähungen und macht es leichter, fette Speisen zu verdauen.

Dank seiner entkrampfenden und beruhigenden Wirkung wirkt die Heilpflanze positiv auf das Nervensystem und dessen Beschwerden. So wird er gern bei Schlaflosigkeit, nervöser Unruhe, Migräne sowie Kopfschmerzen und sogar bei Epilepsie eingesetzt.

Er hilft aber auch bei Erkrankungen der Atmungsorgane, indem er die Atmung befreit und Husten sowie Schnupfen lindert. Daneben wird er zudem auch gegen See- und Reisekrankheit verwendet.

Äußerliche Anwendung

Einreibung

Die Heilpflanze hilft äußerlich gegen Wunden, Juckreiz, rheumatischen Schmerzen sowie Krampfadern. Dazu kann man aus dem frischen Majorankraut einen Ölauszug ansetzen und als Einreibung verwenden.

Ein traditionelles Mittel bei Bauchschmerzen von Babys ist zudem eine Salbe aus Majoranpulver und Butter. Mit dieser Salbe massiert man den Bauch der Babys. Sie hilft aber auch Erwachsenen und Babys als Schnupfensalbe und wird dazu in die Nase eingerieben

Innerliche Anwendung

Tee

Einen Majorantee bereitet man aus einem bis zwei Teelöffel Majorankraut und übergießt diese mit einem viertel Liter kochendem Wasser. Nach fünf Minuten filtert man und trinkt ein bis zwei Tassen Tee in kleinen Schlucken.

Tinktur

Eine Tinktur mit Majoran kann man aus dem Kraut und Doppelkorn oder Weingeist herstellen.

Die nach zwei bis sechs Wochen gefilterte Mischung sollte anschließend in eine dunkle Flasche gefüllt werden.

Ölauszug

Majoran kann man auch für einen Ölauszug verwenden. Dieser eignet sich sowohl für den Einsatz in der Küche als auch als Mittel für die Haut.

Bei folgenden Leiden hilft der Majoran

Innerliche AnwendungÄußerliche Anwendung
VerdauungsschwächeSchnupfen
BlähungenBauchschmerzen
krampfartigem HustenWunden
SchnupfenJuckreiz
Nierenschwächerheumatischen Schmerzen
SchlaflosigkeitKrampfadern
nervöser Unruhe
Migräne
Kopfschmerzen
Epilepsie
Reise- und Seekrankheit

Vorkommen und Sammelzeit des Majorans

Majoran wird fast ausschließlich in Gärten angebaut und liebt dabei sonnige Lagen. Dort entfaltet er das größte Aroma. In Deutschland wird er vorwiegend im Norden des Harzes rund um Aschersleben angebaut.

Sammelzeit

Das Kraut wird vorwiegend während der Blütezeit von Juni bis Oktober gesammelt.

In dieser Zeit ist der Gehalt an ätherischen Ölen am höchsten und das Kraut sollte zum Trocknen geerntet werden.

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