Heilpflanze Mate

Der immergrüne Mate-Strauch ist in den Araukarien-Wäldern Südamerikas beheimatet und war schon bei den dortigen Ureinwohnern eine beliebte Heilpflanze, die hauptsächlich für Tees genutzt wurde.

Heute gilt dieser Tee als Nationalgetränk von Brasilien und Paraguay, aber auch in Europa erfreut er sich immer größerer Beliebtheit.

So wird er einerseits als 'Schlankmacher' geschätzt, da er Hunger stillen soll, und andererseits ist er mit seinem Koffeingehalt eine interessante Alternative zum Kaffee.

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Die wichtigsten Fakten über den Mate-Strauch

Der Mate-Strauch wurde bereits von den südamerikanischen Ureinwohnern geschätzt und gilt heute als Nationalgetränk in Brasilien und Paraguay. Seine anregende Wirkung verdankt er dem Koffeingehalt. In den reichen Industrienationen wurde Mate vor allem wegen seiner hungerstillenden Eigenschaften beliebt und dient oft als Hilfe bei Diäten.

Mittlerweile gibt es aber auch verschiedene Getränke und Softdrinks, die die anregende Wirkung nutzen und Mate auch in Deutschland berühmt gemacht haben. Botanisch gesehen ist der immergrüne Strauch übrigens eng mit der europäischen Stechpalme verwandt.

Wissenschaftlicher Name

In der Wissenschaft ist der Strauch unter dem Namen Ilex paraguariensis bekannt.

Volkstümliche Namen

Die Heilpflanze wird im Handel auch unter folgenden Namen angeboten:

Gattung / Pflanzenfamilie

Der Mate-Strauch gehört innerhalb der Familie der Stechpalmengewächse (Aquifoliaceae) zur Gattung der Stechpalmen (Ilex).

Heilwirkung des Mate-Strauchs

Während der Matetee in Südamerika ein beliebtes Nationalgetränk ist, wird er in den westlichen Industrieländern vor allem bei Diäten geschätzt, da er den Hunger lindert. Ein Tee mit Mateblättern wirkt aber auch:

Inhaltsstoffe

In den frischen Mateblättern sind vor allem folgende Wirkstoffe zu finden:

  • 0,35 bis 1,7 % Koffein
  • circa 0,1 bis 0,2 % Theobromin
  • Theophyllin
  • 4 bis 16 % Gerbstoffe
  • Chlorophyll
  • Gerbsäure
  • ätherisches Öl
  • Vanillin sowie
  • die Vitamine A, B1, B2 und C

In den gerösteten Blättern wurden zudem folgende Inhaltsstoffe nachgewiesen:

  • Ketone
  • Aldehyde
  • aliphatische Alkohole
  • Carbonsäuren
  • Lactone
  • heterocyclische Verbindungen
  • Furanone
  • Terpenalkohole
  • Phenole
  • aromatische Verbindungen
  • Pyrrole sowie
  • Pyrazine
  • Aufgrund des Koffeingehaltes sollten Schwangere und Kinder unter 14 Jahren auf Matetee verzichten. Eine zu hohe Einnahme kann zudem zu Herzrasen, Schlaflosigkeit sowie Angstgefühlen führen.

Anwendung des Mate-Strauchs

Dem Mate-Strauch werden eine Reihe therapeutischer Eigenschaften zugeschrieben. So fördert er die Speichel- und Magensaftbildung und wirkt anregend auf Nerven, Muskeln sowie den Stoffwechsel und ist damit bei der Verdauung hilfreich.

Dank des Koffeingehaltes wirkt er aber auch aktivierend und kreislaufstärkend. Seinen wichtigsten Einsatz findet der Tee in den Industrieländern aber als 'Schlankmacher', da er als hungerstillend eingeschätzt wird. Zudem wirkt er leistungssteigernd. In Deutschland ist Mate als Arzneimittel zugelassen, kann aber auch in Teeläden gekauft werden.

Äußerliche Anwendung

Hautreizungen

Dank der gerbenden Eigenschaften kann die Heilpflanze auch äußerlich bei Hautreizungen helfen.

Innerliche Anwendung

Tee

Für einen Matetee nimmt man etwa einen gehäuften Teelöffel der geschnittenen Blätter (etwa 2 g) und übergießt die Pflanzenteile mit einer Tasse heißem Wasser. Nach fünf bis zehn Minuten filtert man den Tee. Ähnlich wie beim Schwarzen Tee wirkt der frisch zubereitete Tee stärker anregend und schmeckt angenehmer als ein länger stehendes Getränk, da das Koffein schneller in Lösung übergeht als die Gerbstoffe.

Matetee gibt es grün oder geröstet, lose, im Filterbeutel oder als Instant-Tee zu kaufen. Auch in verschiedenen Teemischungen wie 'Fasten-Tee', 'Blasen- und Nierentee' oder 'Herz-Kreislauf-Tee' sind die Blätter oft enthalten. Als 'Schlankmacher' sollte die Heilpflanze eine Stunde vor der Mahlzeit eingenommen werden.

Bei folgenden Leiden hilft der Mate-Strauch

innerliche Anwendungäußerliche Anwendung
FettsuchtHautreizungen
Heißhunger
Verstopfung
Müdigkeit
Stoffwechselschwäche
Kreislaufschwäche
Verdauungsschwäche
Magenbeschwerden
Muskelschwäche

Vorkommen und Sammelzeit des Mate-Strauchs

Die Heimat der beliebten Heilpflanze liegt im Urwald des Paranábeckens und die Pflanze wächst heute als Unterholz wild in den Araukarien-Wäldern Argentiniens, Brasiliens und Paraguays. In diesen Ländern wird seit dem Ende des 19. Jahrhunderts der Mate-Strauch auch in Kulturen angebaut, aber noch heute wird circa die Hälfte der verkauften Mateblätter von wild wachsenden Sträuchern geerntet.

Sammelzeit

Die Blätter des Mate-Strauchs werden im südamerikanischen Winter von Mai bis September geerntet.

Dabei werden meist ganze Äste abgeschlagen und anschließend weiterverarbeitet.

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