Heilpflanze Mönchspfeffer

Der Mönchspfeffer ist bereits seit dem frühen Mittelalter ein hochgeschätztes Gewürz- und Heilmittel. Damals wurde er vor allem in den Klöstern verwendet.

In hohen Dosen wurde der Pfeffer den Speisen als Gewürz beigesetzt. Ziel war nicht die Verstärkung des Geschmacks, sondern die Dämpfung der Libido von den Mönchen und Nonnen. Heute wird die Heilpflanze vor allem für medizinische Zwecke verwendet. Eingesetzt wird er insbesondere bei typischen Frauenleiden.

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Die wichtigsten Fakten über Mönchspfeffer

Der Mönchpfeffer wird schon seit vielen Jahren als Keuschbaum bezeichnet. Grund dafür ist die Annahme, dass er den Geschlechtstrieb erheblich abschwächen könnte. Diesbezüglich wurde er früher vor allem von Mönchen und Nonnen verwendet, die ihr Leben keusch in einem Kloster verbrachten.

Ferner geht eine weitere sagenumwobene Geschichte auf die griechische Göttin Hera zurück, die unter einem Keuschbaum geboren wurde. Sie soll sich einmal im Jahr mit ihrem Gatten Zeus unter einem solchen Keuschbaum vereinigt haben. Für die alten Griechen galt der Mönchspfeffer als ein Symbol der keuschen Ehe.

Wissenschaftlicher Name

Die Heilpflanze wird in der Medizin, Naturheilkunde, Pflanzenheilkunde, Homöopathie und der Wissenschaft auch als Vitex agnus-castus bezeichnet.

Volkstümliche Namen

Darüber hinaus verzeichnet der Mönchspfeffer eine Vielzahl unterschiedlicher volkstümlicher Namen, dessen Ursprünge sich bis in das Mittelalter erstrecken.

Gattung / Pflanzenfamilie

Der Mönchspfeffer ist eine Pflanzenart, die der Pflanzengattung Vitex untergeordnet ist. Die übergeordnete Pflanzenfamilie ist die der Lippenblütler, welche sich wiederum in der Ordnung der Lippenblütlerartigen befinden.

Heilwirkung des Mönchspfeffers

Damals wurde die Heilpflanze zur Zügelung der Geschlechtstriebe eingesetzt. Heutzutage ist das Einsatzgebiet deutlich umfangreicher:

Inhaltsstoffe

Die Inhaltsstoffe des Mönchspfeffers sind sehr vielfältig.

Nachfolgend werden die wichtigsten Bestandteile der Heilpflanze aufgelistet:

Anwendung des Mönchspfeffers

Mönchspfeffer wird in der Regel ausschließlich als Medikament eingenommen. Hier vor allem als 50-70%ige wässrig-alkohlische Auszüge. Diese Auszüge werden aus zerkleinerten Früchten gewonnen. Fertigarzneimittel gibt es sowohl als Trocken- wie auch als Flüssigextrakte.

Die empfohlene Tagesdosis liegt bei 30 bis 40 Milligramm. Sofern die Arzneimittel zur Linderung prämenstrueller Beschwerden eingenommen werden, ist eine Tagesdosis von bis zu 240 Milligramm angeraten. Die Mindestanwendungsdauer der Medikamente sollte drei Monate betragen.

Die Medikamente werden hauptsächlich bei typischen Frauenleiden empfohlen. Hier neben den prämenstruellen Beschwerden auch bei Menstruationsstörungen wie zum Beispiel zu häufiger, seltener oder unregelmäßiger Regelblutung. Ferner kann Mönchszucker den Milchfluss fördern.

Mönchspfefferpräparate

Nachfolgend finden Sie eine Auflistung möglicher Mönchspfefferpräparate, welche in der Apotheke erhältlich sind:

Bei folgenden Leiden hilft der Mönchspfeffer

Die Anwendung des Mönchspfeffers beschränkt sich heutzutage hauptsächlich auf Beschwerden in Form von typischen Frauenleiden. In der Regel wird die Heilpflanze ausschließlich innerlich angewandt.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die unterschiedlichen Einsatzgebiete des Mönchspfeffers auf.

In der Naturheilkunde / Pflanzenheilkunde / SchulmedizinIn der Homöopathie
Beschwerden während der WechseljahreImpotenz
Prämenstruelles SyndromHypogalaktie
Östrogen-Dominanznervösen Verstimmungszuständen
Hyperprolaktinämie
Blutungsstörungen
Mastodynie
Schmerzen während der Periode
Zyklusunregelmäßigkeiten
Überregbarkeit
Hodenentzündungen
Prostataentzündungen
Kinderwunsch
Zur Förderung des Milchflusses
Spannungsgefühlen und Schmerzen in der Brust

Vorkommen und Sammelzeit des Mönchspfeffers

Ursprünglich war der Mönchspfeffer im Mittelmeerraum bis über Südwestasien verbreitet. Heute wird der Mönchspfeffer nahezu überall angepflanzt. Er bevorzugt besonders feuchte Plätze, weshalb er vorrangig an Flussufern vorzufinden ist.

Sammelzeit

Die Triebzeit von Mönchspfeffer ist ortsabhängig, liegt aber zumeist in der Zeit von April bis Juni.

Im Anschluss folgt die Blütezeit von Juli bis August, woraufhin die Heilpflanze im Herbst eingesammelt werden kann.

Verwendbare Pflanzenteile

Für die medizinischen Zwecke werden sowohl die Blätter wie auch die Früchte des Mönchspfeffers verwendet.

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