Heilpflanze Nachtkerze

Die Nachtkerze ist ein Gewächs, welches abends bzw. nachts blüht, weswegen sie auch ihren Namen trägt.

Die Blüten sind leuchtend gelb und blühen meist nur eine Nacht und sind am nächsten Mittag schon wieder verblüht.

Sie ist mittlerweile als Heilpflanze bekannt und hilft gegen viele Leiden. Ihre Samen enthalten viel Gamma-Linolensäure, die gut für die Blutgefässe und die Haut ist.

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Die wichtigsten Fakten über die Nachtkerze

Die Besonderheit an der Nachtkerze ist, dass sie auch in der Dunkelheit blüht.

Nachtkerzen sind zweijährige Pflanzen. Sie duften intensiv süß, jedoch erst nachdem sich die Blüten geöffnet haben. Aufgrund ihrer Nachtblüte werden sie hauptsächlich von Nachtfaltern bestäubt.

Wissenschaftlicher Name

Der botanische Name der Heilpflanze lautet 'Oenothera biennis'.

Volkstümliche Namen

Im Volksmund ist sie noch unter folgenden Begriffen bekannt:

Heilwirkung

Die Nachtkerze verfügt unter anderem über folgende Heilwirkungen:

Inhaltsstoffe

Die Nachtkerze gilt natürlich nicht grundlos als vielseitige Heilpflanze. Sie ist reich an verschiedenen Inhaltsstoffen wie

Verwendung der Nachtkerze

Bei dieser Heilpflanze kann man mehrere Teile verwenden;

Die Blätter und Wurzeln der Nachtkerze wurden schon bei den Ureinwohnern Amerikas als Nahrungsmittel verwendet. Seit dem 18. und 19. Jahrhundert begann sie, sich auch in Europa zu verbreiten und hier bekannter zu werden. Sie wurde dann als Gemüsepflanze angebaut.

Der Wurzel der Heilpflanze sagt man nach, dass sie viel Kraft gibt. Sie zählt daher zu den typischen Pflanzen in einem Bauerngarten, wobei sie heute teilweise auch einfach nur noch als Zierpflanze angebaut wird.

Die Wurzeln der Nachtkerze kann man wie Schwarzwurzeln kochen, in Fleischbrühe oder einfach so. Oft werden sie auch in Scheiben geschnitten und mit Essig und Öl serviert. In der neuen, moderneren Küche werden die Blüten auch gerne als essbare Dekoration verwendet. In einigen Regionen, zum Beispiel in Masuren, verwendet man die Nachtkerzen auch als Viehfutter.

Das Öl der Heilpflanze wird auch sehr gerne in der Kosmetik verwendet, vor allem in Hautcremes. Die Inhaltsstoffe des Öles wirken vor allem bei gereizter Haut beruhigend und werden dementsprechend in Salben und Cremes für trockene, schuppige oder juckende Haut verwendet.

Die Nachtkerze als Heilpflanze

Am bekanntesten ist hier wohl das Nachtkerzenöl. Man kann es pur im Reformhaus oder in der Apotheke kaufen, jedoch wird es auch in vielen Cremes verarbeitet.

Die in der Nachtkerze enthaltenen Linolsäuren sind besonders für Menschen mit Neurodermitis und Ekzemen geeignet. Hierfür eignet es sich am besten, wenn man das Öl der Heilpflanze einfach auf die betroffenen Hautstellen aufträgt und gut einwirken lässt.

Auch bei Rheuma, Arthritis und ähnlichen Beschwerden und Krankheiten hilft es, das Öl auf die betroffenen Stellen aufzutragen. Es wirkt entzündungshemmend, lindert dadurch die Schmerzen und dämpft das Abwehrsystem.

Zudem hilft das Öl auch bei milder diabetischer Neuropathie. Dies ist eine Nervenerkrankung, welche eine Begleiterscheinung von Diabetes sein kann. Das Nachtkerzenöl kann dabei helfen, die Schmerzen zu lindern,  da die Linolsäuren Bestandteil dieser Nervenmembranen sind.

Patienten, die unter Multipler Sklerose leiden, soll die Nachtkerze eine Verbesserung der Symptome bescheren. Langzeitstudien zeigten, dass sich durch Einnahme von Nachtkerzensamenöl nicht nur das Befinden bessert, sondern auch die Beweglichkeit, die Gehfähigkeit und das Sehvermögen. Außerdem wurden Krämpfe und Zuckungen weniger. Bei hyperaktiven Kindern ist eine ständige Unruhe und Unkonzentriertheit vorhanden. Auch dies besserte sich nachweislich mit der Einnahme des Öles der Heilpflanze.

Das Nachtkerzenöl senkt zudem den Cholesterinspiegel und hilft auch beim Alkoholentzug, die Entzugserscheinungen zu mildern und die Leberwerte schneller wieder auf ein normales Maß zu bringen.

Die Heilpflanze Nachtkerze hilft zusammengefasst bei folgenden Leiden:

Innerliche AnwendungÄußerliche Anwendung
Migränetrockene Haut
GefäßverletzungenSonnenbrand
Hyperaktivität bei KindernNeurodermitis
Menstruationsbeschwerdenleichte Verbrennungen
WechseljahreJuckreiz
PotenzproblemeRheuma
NeurodermitisSchuppenflechte
BindegewebsschwächeAkne
BeruhigungBindegewebsschwäche
AllergienGicht
Asthma
Blasenleiden
Multiple Sklerose
Verkrampfungen
Husten/Keuchhusten
Gicht
Diabetes
Durchfall
Bluthochdruck

Vorkommen und Verbreitung

Ursprünglich kommt die Nachtkerze aus Nordamerika. Im 18. Jahrhundert wurde sie dann langsam als Zierpflanze nach Europa gebracht. Später, etwa im 19. Jahrhundert, entdecke man dann, dass die Nachtkerze (ihre Wurzeln und Blätter) auch essbar sind und sogar Heilwirkungen besitzen.

Seitdem wird sie auch als Gemüsepflanze angebaut. Mittlerweile ist sie weltweit zu finden, wobei sie aufgrund ihrer schnellen und starken Vermehrung zum Teil sogar schon als Unkraut bezeichnet wird.

Sammel- und Erntezeit

Die essbaren Wurzeln, Samen, Blüten und Blätter der Heilpflanze sammelt man am besten im Spätsommer bis in den Herbst.

Wenn man sich an diese Zeiten hält, wird man die Heilpflanze erfolgreich sammeln und einsetzen können.

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